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„Verbesserungspotenzial ist eigentlich überall da“ – Haider blickt auf Hollabrunns schwierige Saison

ATSV Hollabrunn

Beim ATSV Hollabrunn ist die Lage nach einer schwierigen Saison in der 1. Klasse Nordwest klar umrissen. Rang 15 mit drei Punkten ist die nackte Bilanz, Trainer Roland Haider spricht offen von einer schweren Rückrunde. Der Coach sieht „eigentlich überall“ Verbesserungspotenzial, verweist aber auch auf die personelle Ausgangslage und blickt mit zwei Rückkehrern sowie dem bevorstehenden Comeback von Gani Fazljiji vorsichtig nach vorne.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Haider redet die Saison nicht schön

Haider macht im Rückblick keinen Bogen um die Realität. „Verbesserungspotenzial ist eigentlich überall da“, sagt der Trainer, und die Zahlen geben dieser Einschätzung recht. Hollabrunn beendete die Saison auf Platz 15, die letzten fünf Spiele gingen allesamt verloren. Für den Coach liegt der Kern der schwierigen Monate aber nicht in einer einzelnen Phase oder an einem einzelnen Detail. „Dadurch, dass wir eigentlich mit einer besseren Reserve und zweiten Mannschaft gespielt haben, war die Rückrunde natürlich ziemlich schwer für uns“, ordnet er ein. Genau dieser Satz erklärt die Saison aus seiner Sicht am besten: Die personelle Ausgangslage war schwierig, und damit wurde auch die Rückrunde zu einer ständigen Herausforderung.

Im Kader tut sich vorerst nur wenig

Auf dem Transfermarkt bleibt es beim ATSV Hollabrunn bislang überschaubar, auch das beschreibt Haider sehr klar. „Verlassen hat uns bis jetzt eigentlich nur Yakubu Shaibu“, sagt er zum aktuellen Stand. Auf der Zugangsseite sind zwei Namen bereits fix: Mark Eichhorn und Kevin Eichhorn kommen zurück. Haider spricht bewusst von jungen ehemaligen ATSV-Spielern, die den Verein kennen und nun wieder beim ATSV andocken. „Das sind zwei junge ehemalige ATSV-Spieler, die wieder retour kommen und jetzt bei uns die ersten Schritte im Erwachsenenbereich machen“, sagt der Trainer. Große Bewegung kündigt er damit nicht an, wohl aber einen ersten Schritt, um den Kader wieder breiter aufzustellen.

Fazljiji kommt zurück, intern hielt die Mannschaft zusammen

Auch rund um die Mannschaft bleibt es ruhig. Wichtiger ist für ihn vielmehr, dass Gani Fazljiji nach seinem Kreuzbandriss aus dem Herbst wieder an die Mannschaft heranrückt. „Gani kommt nach seinem Kreuzbandriss vom Herbst wieder zurück in die Mannschaft“, sagt Haider. Und obwohl die Saison sportlich wenig hergab, will er bewusst niemanden einzeln herausheben. „Eigentlich will ich da keinen von uns herausheben, weil alle super zusammengehalten haben das letzte halbe Jahr.“ Gerade dieser Zusammenhalt ist für ihn einer der wenigen Punkte, auf denen sich jetzt aufbauen lässt.

Keine großen Ansagen, sondern kleine Schritte nach vorne

Was aus Haiders Aussagen insgesamt klar herauszuhören ist: Beim ATSV Hollabrunn werden keine großen Versprechen abgegeben. Der Trainer beschreibt die Lage nüchtern, spricht die Probleme offen an und setzt in der Kaderfrage vorerst auf kleine, konkrete Schritte. „Zwei sind fix“, sagt er über die bisherigen Zugänge, „weitere sind noch offen.“ Mehr will er im Moment gar nicht ankündigen. Nach einem Frühjahr, das aus seiner Sicht vor allem wegen der personellen Situation schwer war, richtet sich der Blick damit auf Stabilität, auf Rückkehrer und auf die Hoffnung, dass aus dem internen Zusammenhalt in der neuen Saison wieder mehr Konkurrenzkraft auf dem Platz entsteht.