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„Nach dem Gegentor sind wir mutiger geworden“ – SV Spillern gibt 2:1-Führung noch aus der Hand

SV Spillern
UFC Gaubitsch

Zum Auftakt der 1. Klasse Nordwest hat der SV Spillern gegen den UFC Gaubitsch nach einem offenen Spiel ein 2:2 geholt. Trainer Christian Malek haderte vor allem mit den ersten Minuten, weil seine Mannschaft zu passiv war, sah danach aber eine klare Reaktion. Vor allem nach der Pause war der SV Spillern laut seinem Coach lange näher am Sieg, ehe ein weiterer Standard noch den Ausgleich brachte.

Fußball und die Beine von zwei Spielern unterschiedlicher Mannschaften

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Passiver Start, verdientes 0:1 und dann die erste Reaktion

Christian Malek machte keinen Hehl daraus, warum der SV Spillern so schwer in die Partie kam. "Begonnen haben wir in der Defensive zu passiv, haben dem Gegner zu viel Raum gelassen", sagte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht ein unsauberes Passspiel, das kaum Entlastung brachte. "Bei unseren Momenten nach vorne waren wir zu wenig sauber, damit wir zählbare Entlastungsangriffe vollziehen können", meinte Malek. Der UFC Gaubitsch war dadurch in den ersten 25 Minuten klar gefährlicher, ließ laut Malek sogar noch ein, zwei sehr gute Möglichkeiten auf das 0:2 liegen und ging in Minute 24 durch David Pasek verdient in Führung. Dass das 0:1 nach einem Corner fiel, ärgerte den Spillern-Coach zusätzlich, weil dabei die Zuordnung nicht gepasst habe. Gleichzeitig sagte er offen, der Rückstand sei "von der Leistung her in Ordnung" gewesen. Trotzdem setzte genau dieses Gegentor auch etwas frei. "Mit dem Gegentreffer sind wir mutiger geworden", erklärte Malek. Der SV Spillern wurde präsenter, fand besser in die Zweikämpfe und hatte vor der Pause noch eine sehr gute Einschussmöglichkeit sowie weitere Offensivaktionen, mit denen der Ausgleich schon vor dem Seitenwechsel möglich gewesen wäre.

Frithum und Can drehen das Spiel in der stärksten Phase

Was Christian Malek in der Pause einforderte, bekam er nach Wiederbeginn zu sehen. "Die Burschen haben wirklich umgesetzt, was wir von ihnen gefordert haben. Wir waren präsenter, wir waren besser", sagte er. Der SV Spillern kam mit deutlich mehr Zug aus der Kabine und drehte die Partie binnen weniger Minuten. Zunächst traf Philip Frithum in der 48. Minute zum 1:1, nur fünf Minuten später brachte Tunahan Can den SV Spillern mit 2:1 in Führung. Für Malek war das die mit Abstand beste Phase seiner Mannschaft. Er sprach davon, dass sein Team von der 46. bis zur 75. Minute eine Topleistung abgerufen habe. Der SV Spillern war nun die dominantere Mannschaft, blieb am Drücker und spielte die Angriffe sauberer fertig als noch in der Anfangsphase. Genau deshalb blieb beim Trainer auch das Gefühl hängen, dass in dieser Phase mehr als nur die Führung drin gewesen wäre. Mehrere gute Möglichkeiten auf das 3:1 waren da, genutzt wurden sie aber nicht.

Der zweite Standard bringt den UFC Gaubitsch zurück

Gerade weil der SV Spillern das dritte Tor nicht nachlegte, blieb der UFC Gaubitsch im Spiel. Malek sprach von "mehreren Möglichkeiten", mit denen seine Mannschaft frühzeitig für die Entscheidung hätte sorgen können. Seine Einschätzung war klar: "Ich glaube schon, dass wir näher am Sieg waren, weil wir bis zur 75. Minute ein starkes Momentum hatten." Danach änderte sich die Partie aber noch einmal. Der UFC Gaubitsch brachte mit frischen Einwechslungen laut Malek wieder mehr Dynamik hinein und riskierte in der Schlussphase deutlich mehr. Der SV Spillern kam zwar weiterhin zu Chancen auf das 3:1, doch in Minute 83 fiel stattdessen das 2:2 durch David Pasek. Auch dieser Treffer war für Malek eng mit einer Standardsituation verbunden. Nach einem unnötigen Ballverlust und dem folgenden langen Einwurf sei der Ausgleich gefallen. Dass beide Gegentore aus Standards entstanden, war für ihn überhaupt einer der Hauptgründe, warum aus einer starken zweiten Hälfte am Ende kein Heimsieg wurde.

Ein gerechtes Remis, Lob für Selimovic und der Blick nach vorne

Trotz des späten Ausgleichs fiel das Gesamtfazit des Trainers nicht nur kritisch aus. Christian Malek sprach von einem "sehr abwechslungsreichen Spiel mit vielen Torchancen, hohem Tempo" und meinte, dass am Ende "schlussendlich ein gerechtes 2:2" gestanden sei, weil beide Mannschaften sehr gute Möglichkeiten vorgefunden hätten. Zugleich betonte er mehrfach die Qualität des UFC Gaubitsch und erinnerte daran, dass dieser Gegner schon im Vorjahr mit großem Vorsprung Meister geworden sei. Für ihn waren an diesem Abend "zwei sehr gute Mannschaften" am Werk. Ein Sonderlob bekam Mahir Selimovic. "Es ist nicht einfach, gegen so routinierte Innenverteidiger zu spielen, aber er hat super performt, die Bälle vorne gut gehalten und verteilt", sagte Malek. Auch mit der Leistung des Schiedsrichterteams konnte er leben. Für den SV Spillern bleibt damit zum Auftakt ein Punkt und vor allem die Erkenntnis, worauf aufgebaut werden kann. "Auf dieser zweiten Hälfte wollen wir aufbauen. Wir freuen uns schon auf das nächste Heimspiel", sagte Malek.

1. Klasse Nordwest: Spillern : Gaubitsch - 2:2 (0:1)

  • 83
    David Pasek 2:2
  • 53
    Tunahan Can 2:1
  • 48
    Philip Frithum 1:1
  • 24
    David Pasek 0:1