Spielberichte

„Der Elfer war sehr, sehr wichtig“ – SC Stronsdorf legt früh den Grundstein für das 2:0

SC Stronsdorf
UFC Gaubitsch

In der 1. Klasse Nordwest hat SC Stronsdorf am Samstagabend gegen UFC Gaubitsch einen 2:0-Heimsieg gefeiert. Trainer Reinhard Klaus sah den Schlüssel schon früh, weil der Elfmeter zum 1:0 seiner Mannschaft Sicherheit gab und sie das zweite Tor rasch nachlegte. Nach dem 0:0 zum Auftakt in Göllersdorf war der Erfolg vor eigenem Publikum entsprechend wichtig. Ganz ruhig wurde der Abend trotzdem nicht, denn der Aufsteiger blieb bis in die Schlussphase hinein gefährlich.

Rasen mit weißer Markierungslinie

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels

Frühe Tore bringen Stronsdorf auf Kurs

Reinhard Klaus hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft von Beginn an ordentlich in der Partie war. „Wir wollten unbedingt zeigen, dass wir zu Hause gewinnen wollen“, sagte der Stronsdorf-Trainer, der zugleich vor dem Aufsteiger warnte. UFC Gaubitsch sei mit viel Selbstvertrauen gekommen und habe die Aufstiegseuphorie noch mitgenommen. Umso wichtiger war aus seiner Sicht das frühe 1:0 in der 8. Minute, als Mark Liskowetz per Elfmeter traf. Zur Entstehung erinnerte sich Klaus an zwei mögliche Foulspiele in einer Szene: „Zuerst hatte Mark Liskowetz den Ball im Sechzehner und brachte ihn noch zum Elfmeterpunkt rüber, da wurde er schon behindert. Dann wurde Kevin Seiter auch noch gefoult. Es waren fast zwei Elfmeter.“ Zehn Minuten später legte Felix Leczek nach. Klaus sprach von einem „sehr schön rausgespielten“ Angriff über links, an dessen Ende der 15-Jährige mit einem Flachschuss zum 2:0 einschoss. Mit diesem Polster ging SC Stronsdorf auch in die Pause.

Mehr Chancen auf 3:0, hinten aber bis zuletzt gefordert

Das 2:0 gab Sicherheit, entschieden war die Partie damit aber noch nicht. Klaus betonte, dass UFC Gaubitsch immer wieder gefährlich blieb und vor allem über die Flanken Druck machte. Gleichzeitig sah er in der ersten Hälfte noch Chancen auf ein drittes Tor. „Der entscheidende Unterschied war vielleicht, dass wir effizienter waren“, sagte er und verwies dabei vor allem auf Kevin Seiter, der noch vor der Pause mehrere gute Möglichkeiten hatte. Eine Hereingabe von Felix Leczek auf der rechten Seite erwähnte Klaus ausdrücklich, auch weil der Gäste-Tormann dabei stark reagierte. Überhaupt gefiel dem Trainer das Umschaltspiel seiner Mannschaft: „Von defensiv auf offensiv hat das gut funktioniert.“ Was ihm weniger gefiel, war die Schlussphase. Stronsdorf fiel nach seiner Einschätzung etwas zurück, ließ den Gegner dadurch im Spiel und brauchte auch Felix Winkelmayr, der einen Elfmeter in der 87. Minute stark parierte. Zuvor hatte UFC Gaubitsch bereits die Latte getroffen. Klaus erklärte die spätere Druckphase auch damit, dass seiner Mannschaft vorne zuletzt ein wichtiger Angreifer fehlte und der Ball deshalb nicht immer lang genug in den eigenen Reihen blieb.

Viel Respekt für den Aufsteiger und ein voller Blick nach vorne

Gerade deshalb fiel die Einordnung des Gegners nach dem Schlusspfiff deutlich aus. Klaus nannte UFC Gaubitsch „eine gewachsene Mannschaft mit sehr vielen guten ausländischen Spielern“, die fair auftrete, von hinten gut rausspiele, viele lange Bälle schlage und auch über die Seiten komme. Schon im laufenden Spiel habe man gemerkt, dass es kein einfacher Abend werden würde, weil die Gäste laut Klaus einen robusten Mittelstürmer und gute Leute in der Defensive haben. Auch mit dem Schiedsrichter war der Stronsdorf-Coach „im Großen und Ganzen“ zufrieden, störte sich aber an einer Corner-Szene, in der aus seiner Sicht die Wiederholung unnötig Hektik auslöste. Unterm Strich überwog für ihn dennoch klar das Positive: „Es war ein tolles Derby. Die Tribüne war fast voll. Im Großen und Ganzen war es ein erfolgreicher Tag für Stronsdorf.“ Mit vier Punkten aus zwei Spielen hat sich SC Stronsdorf gut in die Saison gearbeitet. Klaus richtete den Blick trotzdem gleich weiter nach vorne und machte klar, dass die nächste Aufgabe auswärts in Leobendorf alles andere als einfach wird.

1. Klasse Nordwest: Stronsdorf : Gaubitsch - 2:0 (2:0)

  • 18
    Felix Leczek 2:0
  • 8
    Mark Liskowetz 1:0