In der 1. Klasse Nordwest hat SK Sparkasse Ernstbrunn am Samstag bei USV Leitzersdorf mit 3:1 gewonnen und damit auch im zweiten Saisonspiel voll angeschrieben. Nach einem torlosen ersten Durchgang zog SK Sparkasse Ernstbrunn die Partie kurz nach der Pause mit drei Treffern auf seine Seite. Trainer Werner Würzler sah eine ausgeglichene Anfangsphase, hob danach aber vor allem die kompakte Defensive und die 3 Treffer nach der Pause als Schlüsselmoment hervor.

Image by Daniel Allgyer from Pixabay
Die Partie brauchte laut Würzler keine große Dramaturgie, wohl aber eine saubere Einordnung. „Das Spiel war anfangs sehr ausgeglichen, mit einem kleinen Chancenplus für uns“, sagte der Trainer von SK Sparkasse Ernstbrunn nach dem Auswärtssieg. Dass es zur Pause 0:0 stand, passte für ihn genau zu diesem Bild. SK Sparkasse Ernstbrunn stand aus seiner Sicht ordentlich und ließ die Partie nicht wild werden, nach vorne fehlte aber noch einiges. „Offensiv hatten wir leider wenig Chancen, weil wir zu wenig rausgespielt haben und zu wenig Bewegung nach vorne hatten“, erklärte Würzler. Umso wichtiger sei gewesen, dass die Null bis zur Halbzeit hielt. Direkt nach Wiederbeginn kam dann jener Moment, der das Ergebnis in Bewegung brachte: Emir Dilic traf in der 48. Minute zum 0:1 für SK Sparkasse Ernstbrunn.
Mit dem Führungstor allein war die Sache für Würzler noch nicht endgültig entschieden, aber es war der Beginn jener Phase, in der SK Sparkasse Ernstbrunn das Spiel klar auf seine Seite zog. Den eigentlichen Knackpunkt sah der Trainer wenig später. „Mit dem zweiten Tor von uns war es entscheidend“, sagte er mit Blick auf das 0:2 durch David Handl in der 60. Minute. Als Jan Malik nur zwei Minuten danach auf 0:3 stellte, war SK Sparkasse Ernstbrunn endgültig auf Kurs. Würzler ordnete den Auftritt seiner Mannschaft danach entsprechend deutlich ein: „Summa summarum war das Ergebnis nicht unverdient. Ich würde sagen, wie die Woche davor waren wir die bessere Mannschaft.“ Dass diese Einschätzung auch vom Spielstand getragen wurde, lag vor allem an dieser starken Phase nach der Pause.
Auch nach dem klaren Zwischenspurt wollte Würzler den Blick nicht nur auf die Tore richten. Für ihn begann der Sieg bei der Arbeit gegen den Ball. „Die Kompaktheit in der Defensive, dass wir wenig zugelassen haben“, nannte er als größte Stärke von SK Sparkasse Ernstbrunn. Den Gegner erlebte er dabei durchaus bemüht. USV Leitzersdorf habe offensiv immer wieder versucht durchzubrechen, sagte Würzler, „Wir haben das aber, vor allem mit unseren Innenverteidigern, sehr gut im Griff gehabt“. Ganz erledigt war die Partie für ihn trotzdem noch nicht, als Rene Miklautz in der 68. Minute auf 1:3 verkürzte. Würzler sprach offen an, dass das Spiel bei einem möglichen 3:2 vielleicht noch einmal hätte kippen können. Dass SK Sparkasse Ernstbrunn den Vorsprung danach nicht mehr aus der Hand gab, wertete er daher als wichtigen Teil dieses Auswärtssieges.
Trotz sechs Punkten aus den ersten beiden Runden und Platz eins in der Tabelle der 1. Klasse Nordwest klang Würzler nach dem Schlusspfiff nicht so, als wäre bei SK Sparkasse Ernstbrunn schon alles fertig entwickelt. Im Gegenteil: Den nächsten Ansatzpunkt benannte er selbst sehr klar. „Im Aufbauspiel nach vorne haben wir noch Verbesserungspotenzial. Wir kreieren nach wie vor zu wenig Chancen, weil die Bewegung offensiv noch zu wenig ist“, sagte der Trainer. Genau daran werde SK Sparkasse Ernstbrunn weiter hart arbeiten, um sich in den kommenden Spielen mehr Möglichkeiten herauszuspielen und vor dem Tor noch effizienter zu werden. Nüchtern fiel auch sein Urteil über den Unparteiischen aus. „Er hat hart spielen lassen, aber fair auf beiden Seiten“, sagte Würzler. Unter dem Strich nahm SK Sparkasse Ernstbrunn damit einen verdienten 3:1-Auswärtssieg mit, wusste aber zugleich genau, woran in der kommenden Trainingswoche weiter gearbeitet werden muss.