In der 1. Klasse Nordwest hat SC Laa/Thaya beim SK Sparkasse Ernstbrunn mit 2:0 gewonnen und dabei laut Trainer Alen Orman vor allem in der ersten Hälfte den Grundstein gelegt. Patrick Piswanger traf früh und legte noch vor der Pause nach. Orman sprach von einer klaren Überlegenheit vor dem Seitenwechsel und betonte trotz etwas defensiverer zweiter Halbzeit: „Wir hatten das Spiel gut im Griff.“
Der Abend begann für Laa genau so, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. Schon in der 3. Minute brachte Patrick Piswanger die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau diesen Start hob Orman nach dem Schlusspfiff besonders hervor. „Wichtig war, dass wir gleich am Anfang geführt haben und die erste Chance genutzt haben“, sagte der Laa-Coach. Für ihn war das mehr als nur ein frühes Tor, weil seine Mannschaft damit sofort in die Partie fand und die Richtung vorgab. Orman sprach von klaren Vorteilen in den ersten 45 Minuten und ließ keinen Zweifel daran, wie er diese Phase gesehen hatte: „Die ersten 45 Minuten gehen klar auf unsere Seite.“ Dass es zur Pause trotzdem „nur“ 2:0 stand, lag aus seiner Sicht nicht daran, dass Ernstbrunn besser ins Spiel kam, sondern daran, dass Laa weitere Möglichkeiten ungenutzt ließ. In der 34. Minute erhöhte erneut Piswanger auf 2:0, dennoch meinte Orman, seine Mannschaft hätte „mindestens 3:0 führen müssen“, weil noch Chancen liegen geblieben seien.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann ein Stück weit, ohne dass Orman darin eine echte Wende sah. Laa zog sich etwas zurück und überließ dem Gegner mehr Ballbesitz. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns etwas zurückgezogen und dem Gegner den Ball überlassen“, erklärte er offen. Die Gäste wollten aus dieser Phase heraus auf Konter spielen, während Ernstbrunn immer wieder nach vorne kam und laut Orman auch zu Möglichkeiten fand. Gerade deshalb war für den Trainer entscheidend, dass seine Mannschaft nicht die Ordnung verlor. „Dass das Spiel kippt, hatte ich wirklich nicht das Gefühl, weil wir das Spiel gut im Griff gehabt haben“, sagte er. Ein wichtiger Punkt dabei war für ihn die Arbeit gegen die langen Bälle der Gastgeber. Laa habe gewusst, wo Ernstbrunn gefährlich werden könne, und genau das „immer wieder gut verteidigt“.
Dass Orman nach dem Abpfiff so zufrieden klang, hatte vor allem mit der Geschlossenheit seiner Mannschaft zu tun. „Wir sind gut defensiv gestanden und offensiv waren wir immer wieder brandgefährlich“, fasste er den Auftritt zusammen. Für den Trainer zog sich diese Kompaktheit durch alle Mannschaftsteile, von hinten bis vorne. Darin sah er auch den Hauptgrund dafür, dass der Auswärtssieg am Ende klar verdient war. Große Kritik wollte er nach so einem Auftritt nicht anbringen. „Man kann sich immer verbessern, aber wenn man in Ernstbrunn zu null gewinnt, muss man zufrieden sein“, sagte Orman. So nahm Laa aus einer Partie, in der der Grundstein schon vor der Pause gelegt wurde, drei Punkte mit und durfte sich vor allem auf eine geschlossene Leistung stützen.