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„Wir haben aus wenigen Chancen Tore gemacht“ – Niederleis nimmt beim 2:2 einen umkämpften Punkt mit

Unterstinkenbrunn
USV Niederleis

In der 1. Klasse Nordwest hat sich SV Unterstinkenbrunn im Derby mit USV Niederleis 2:2 getrennt. Aus Sicht von Niederleis-Trainer Markus Wolf war es ein Punkt, mit dem seine Mannschaft leben konnte. Nach offenem Beginn geriet sein Team in Rückstand, kämpfte sich aber zurück, drehte die Partie nach der Pause und musste erst kurz vor Schluss noch den Ausgleich hinnehmen.

Zwei Spieler und der Schiedsrichter kurz vor dem Anstoß

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Offene erste Hälfte, Niederleis antwortet schnell

Wolf sprach nach dem Schlusspfiff von einem „sehr schnellen, rassigen Spiel“, und genau so entwickelte sich die Partie auch. Die erste Halbzeit war nach seiner Einschätzung „sehr, sehr offen“, ehe Unterstinkenbrunn in der 28. Minute durch Fabian Pristl vorlegte. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht. Nur vier Minuten später schlug Niederleis zurück, als Frantisek Lörinczi zum 1:1 traf und die Gäste damit sofort wieder ins Spiel brachte. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause, nachdem beide Mannschaften laut Wolf schon davor viel investieren mussten. Dass es für Niederleis personell nicht einfacher wurde, kam noch dazu: „Wir haben in der Halbzeit schon wechseln müssen durch eine Verletzung.“ Gerade deshalb hatte der Ausgleich vor der Pause für die Gäste besonderes Gewicht.

Niederleis dreht das Spiel, Unterstinkenbrunn drückt auf den Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zunächst in Richtung Niederleis zu kippen. Daniel Vogelsang brachte die Gäste in der 57. Minute mit 2:1 in Führung, nachdem Wolf sein Team schon zuvor für die Reaktion nach dem Rückstand gelobt hatte: „Wir haben uns nach dem 0:1 super zurückgekämpft, zum 1:1 und 2:1 nach der Pause.“ Danach wurde die Aufgabe für seine Mannschaft aber immer schwieriger. Wolf schilderte die zweite Hälfte sehr klar: „Wir waren schwer unter Druck.“ Niederleis war also lange vor allem mit Verteidigen beschäftigt, während Unterstinkenbrunn immer mehr nach vorne schob. Der Trainer sprach sogar davon, dass seine Mannschaft in dieser Phase „einfach ums Überleben gekämpft hat“. In der 88. Minute fiel dann noch das 2:2 durch Christian Schwarz. Wolf ordnete die Szene ohne Diskussion ein und sagte offen, dass es „kurz vor Schluss einen Elfmeter gegen uns gab, was gerechtfertigt war“. Deshalb sprach er am Ende auch von einem „verdienten Unentschieden“.

Wenig Chancen, gute Quote, aber zu viele Ballverluste

Interessant war bei Niederleis vor allem, wie Wolf die eigene Leistung einordnete. Er stellte nicht nur den Kampf in den Vordergrund, sondern sprach auch die Grenzen seines Teams deutlich an. „Wir haben aus wenigen Chancen Tore gemacht“, sagte der Trainer, und genau das hielt seine Mannschaft lange im Spiel. Gleichzeitig blieb er in der Analyse selbstkritisch. „Wir haben unser Passspiel nicht gut zusammengebracht. Viele Ballverluste“, meinte Wolf, der darin einen der Hauptgründe sah, warum Niederleis nach der Führung nicht mehr richtig für Entlastung sorgen konnte. Was ihm zum möglichen Sieg fehlte, formulierte er ähnlich deutlich: „Der nötige Gegendruck, die nötige Konzentration, die letzten Pässe. Einfach die klugen Pässe nach vorne in die Spitze, wo wir gefährlich sind.“ Das erklärt auch, warum die Gäste zwar effizient waren, sich das Spiel aber nicht dauerhaft zurechtlegen konnten.

Respekt vor dem Gegner und fast noch der späte Sieg

Dass Wolf mit dem Punkt trotzdem leben konnte, lag auch an seinem Blick auf den Gegner. Er bescheinigte Unterstinkenbrunn, „richtig guten Fußball“ zu spielen, lobte die kämpferische Art und verwies besonders auf die „sehr, sehr, sehr gefährliche Offensive“. Niederleis wusste also, was es in Unterstinkenbrunn erwarten würde, und bekam genau diese schwere Aufgabe präsentiert. Umso bemerkenswerter fand Wolf, dass seine Mannschaft nach dem späten 2:2 sogar noch einmal anklopfte. „Wir haben in den letzten zwei Minuten noch zwei super Möglichkeiten gehabt, mit denen wir glücklich hätten gewinnen können“, sagte er. So blieb es zwar beim Remis, aber eben bei einem Derby, das nach seinen Worten ein „gutes Spiel“ und ein „Fight bis zum Ende“ war. Für Niederleis steht damit nach drei Runden ein weiterer harter Abend mit Zählbarem, während Unterstinkenbrunn bei fünf Punkten hält und die Gäste nun bei vier Punkten stehen.

1. Klasse Nordwest: Unterstinkenbrunn : Niederleis - 2:2 (1:1)

  • 88
    Christian Schwarz 2:2
  • 57
    Daniel Vogelsang 1:2
  • 32
    Frantisek Lörinczi 1:1
  • 28
    Fabian Pristl 1:0