In der 1. Klasse Nordwest hat sich SV Göllersdorf am Freitagabend mit 1:0 gegen USV Leitzersdorf durchgesetzt. Christoph Riederer sprach danach von einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie, in der seine Mannschaft besser hineinfand und sich mit dem frühen Treffer belohnte. Weil Göllersdorf defensiv wieder wenig zuließ und damit zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor blieb, reichte dieser Vorsprung diesmal bis zum Schlusspfiff.

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Riederer sah zunächst jene Anfangsphase, die seiner Mannschaft das Spiel in die richtige Richtung brachte. „Grundsätzlich war es über neunzig Minuten gesehen ein ausgeglichenes Spiel mit dem besseren Start von uns“, sagte der Sektionsleiter. Genau aus dieser Phase heraus fiel auch das einzige Tor des Abends. In der 11. Minute spielte Christian Steindl, wie Riederer erklärte, „aus dem Zentrum heraus“ einen langen Ball auf Philipp Zieger. Der Leitzersdorfer Torhüter kam weit aus seinem Tor, verfehlte den Ball aber, und so konnte Zieger unbedrängt ins kurze Eck einschieben. Weil Göllersdorf in dieser Anfangsphase wacher wirkte, bezeichnete Riederer die Führung auch als verdient. Mit dem 1:0 ging es dann in die Pause, ohne dass sich die Partie bis dahin noch einmal klar auf eine Seite neigte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich laut Riederer vor allem eines: Leitzersdorf wurde aktiver und setzte die Gastgeber lange unter Druck. „Leitzersdorf hat uns in der zweiten Halbzeit ziemlich unter Druck gesetzt, hatte viel Ballbesitz, kam aber nicht wirklich zu zwingenden Torchancen“, fasste er diese Phase zusammen. Ganz ohne heikle Momente ging es für Göllersdorf aber nicht. Einmal konnte Fabio Baumgartner gerade noch auf der Linie klären, einmal brachte ein schnell und kurz abgespielter Freistoß Unruhe in die Abwehr, und bei einem Treffer der Gäste hatte Göllersdorf nach Riederers Einschätzung Glück, dass auf Abseits entschieden wurde. Diskussionen wollte er daraus trotzdem keine machen. „Im Großen und Ganzen gab es keine großartigen Diskussionen“, sagte er. Der Treffer der Gäste wurde wegen Abseits aberkannt.
Der Grund, warum das knappe 1:0 am Ende hielt, liegt für Riederer vor allem in der Entwicklung gegen den Ball. „Gut funktioniert die Verteidigung. Im Vergleich zur Vorsaison konnten wir jetzt das zweite Mal in Folge zu null spielen“, sagte er. Göllersdorf bekommt laut seinem Sektionsleiter derzeit wenig Gegentore, und genau das gab auch diesmal den Ausschlag. Gleichzeitig machte Riederer aber klar, dass im Spiel nach vorne noch Luft nach oben bleibt. „Wo wir uns verbessern müssen, ist nach wie vor im Offensivbereich. Da stimmt teilweise die Abstimmung noch nicht und somit erzielen wir derzeit wenig Tore“, meinte er. Dass sich aus einem insgesamt ausgeglichenen Spiel trotzdem drei Punkte ergaben, nimmt man beim SV daher gerne mit. „Sicher hätten sich beide Seiten auch einen Punkt verdient“, sagte Riederer, ergänzte aber auch: „Wir sind froh über das knappe 1:0, das uns jetzt einmal mit drei Punkten in der Liga ankommen lässt.“
Der Heimsieg bringt Göllersdorf nach drei Runden auf vier Punkte, und genau das ist für Riederer ein wichtiger Nebeneffekt dieses knappen Abends. Er sprach davon, nun „optimistisch auf das zukünftige Match schauen“ zu können. Schon am nächsten Freitag wartet auswärts die Aufgabe in Laa, also gegen eine Mannschaft, die er als spielstark einschätzt. Gerade darin sieht er aber auch einen möglichen Vorteil für sein Team. „Vielleicht tun wir uns wieder leichter, weil wir nicht der Favorit sind“, sagte Riederer. Nach zwei Spielen in Serie ohne Gegentor und einem Sieg, der vor allem von Disziplin und konsequenter Defensivarbeit lebte, fährt Göllersdorf jedenfalls mit einem ordentlichen Gefühl zur nächsten Partie.