In der 1. Klasse Nordwest lieferten sich USC Muckendorf/Zeiselmauer und UFC Gaubitsch am Freitagabend ein turbulentes 3:3. Für Gaubitsch-Obmann Florian Uhl war es „ein recht intensives und doch schnelles Spiel“, in dem beide Teams immer wieder mutig nach vorne spielten. Dass am Ende die Punkte geteilt wurden, hielt er für grundsätzlich gerecht, auch wenn Gaubitsch nach dem späten 3:2 schon auf den Auswärtssieg hoffen durfte.

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Für die Gäste begann die Partie eigentlich nach Wunsch. Tomas Oklestek brachte Gaubitsch schon in der 6. Minute mit 1:0 in Führung. Gerade deshalb ärgerte Uhl im Nachhinein weniger der Start als vielmehr das, was danach passierte. „Wir haben ein frühes Tor geschossen und dann ein bisschen das Spiel aus der Hand gegeben“, sagte er. Muckendorf fand danach immer besser hinein, wurde nach vorne aktiver und drehte die Partie noch vor der halben Stunde. Zuerst traf Tim Stärker in der 20. Minute zum 1:1, nur vier Minuten später legte Jan Stärker das 2:1 nach. Aus Sicht der Gäste war genau diese Phase der Punkt, an dem mehr Gegenwehr nötig gewesen wäre. „Da hätten wir vielleicht ein bisschen dagegenhalten müssen“, meinte Uhl, der den Gastgebern in dieser Phase ein sehr starkes und schnelles Spiel nach vorne attestierte. Immerhin kam Gaubitsch noch vor der Pause zurück: David Ledecky stellte in der 30. Minute auf 2:2, womit es auch in die Halbzeit ging.
Uhl hatte nach dem Abpfiff keinen Zweifel daran, dass seine Mannschaft offensiv vieles richtig gemacht hat. „Im Offensivspiel waren wir wieder recht gut und haben gegenüber letzter Woche einiges an Chancen kreieren können“, sagte der Obmann. Dass Gaubitsch auswärts drei Tore erzielte, war für ihn deshalb eigentlich eine gute Basis. „Mit drei Toren auswärts ist man eigentlich recht gut dabei, das sollte genügen“, so Uhl. Genau darin steckte für ihn aber auch die Erklärung, warum am Ende trotzdem nur ein Punkt mitgenommen wurde. Es fehlte in entscheidenden Phasen an Konstanz und an der Fähigkeit, nach der Führung das Spiel ruhiger zu halten. Uhl sprach davon, dass seine Mannschaft nach dem 1:0 etwas zu tief hineingedrückt wurde und „ein bisschen mehr rauskommen“ hätte müssen. Gleichzeitig wollte er die Leistung des Gegners nicht kleinreden. Muckendorf sei „eine wirklich sehr gute Mannschaft“, sagte er, und verwies darauf, dass die Gastgeber viel Qualität mitbringen. Vor allem offensiv habe man gesehen, warum diese Mannschaft gefährlich ist.
Nach der Pause blieb die Partie lange offen, weil sich kein Team sofort entscheidend absetzen konnte. Aus Sicht von Gaubitsch war wichtig, dass man nach der starken Phase der Gastgeber wieder besser in die Spur fand. Uhl formulierte es so: „In der zweiten Halbzeit haben wir doch wieder in die Spur gefunden.“ Lange deutete alles darauf hin, dass das 2:2 bis in die Schlussphase tragen würde, ehe Adam Teichmann in der 80. Minute das Spiel wieder auf die Seite der Gäste zog und das 3:2 erzielte. In diesem Moment schien Gaubitsch tatsächlich ganz nah an drei Punkten zu sein. „Mit dem 3:2 kurz vor Schluss haben wir schon gehofft, dass es reichen könnte“, sagte Uhl. Doch die Partie war noch nicht vorbei, und Muckendorf antwortete noch einmal. Jakob Lindlgruber traf in der 88. Minute zum 3:3 und sorgte damit dafür, dass die wilde Begegnung doch ohne Sieger endete. Gerade weil beide Mannschaften im Laufe des Abends ihre Offensivqualitäten zeigten, passte dieses Endergebnis auch zu dem Spiel, das Uhl als intensiv und schnell beschrieben hatte.
Neben der sportlichen Analyse hob Uhl auch den Rahmen der Partie hervor. Trotz der Anreise am Freitagabend von mehr als einer Stunde sei seine Mannschaft sofort wach gewesen, und genau das habe ihm gut gefallen. Ebenso deutlich sprach er über die Fairness auf dem Platz. Muckendorf sei „ein sehr fairer Gegner“ gewesen, und auch mit der Spielleitung war der Gaubitsch-Obmann zufrieden: „Schiedsrichter und Schiedsrichterassistent haben das Spiel sehr gut geleitet.“ Für die Gäste bleibt damit ein Auftritt, der in der Offensive Mut macht, zugleich aber auch zeigt, wo noch Luft nach oben ist. Uhl brachte es mit seiner Hauptaussage auf den Punkt: Nach dem frühen 1:0 fehlte seiner Mannschaft etwas die Konstanz. Wenn Gaubitsch diese Phasen in Zukunft stabiler gestaltet, dann werden drei erzielte Tore auswärts wohl deutlich öfter auch zu drei Punkten reichen.