Spielberichte

„Das 3:3 war der Knackpunkt“: Leobendorf II dreht 2:3-Rückstand noch in ein 5:3

SV Leobendorf II
SC Stronsdorf

In der 1. Klasse Nordwest hat SV Leobendorf II am Samstagabend ein wildes 5:3 gegen SC Stronsdorf gefeiert. Die Gastgeber führten früh 2:0, lagen nach dem Seitenwechsel aber plötzlich 2:3 zurück. Für Co-Trainer Gerhard Sturm war die schnelle Antwort entscheidend: „Das 3:3 war der Knackpunkt.“ Mit dem Heimsieg steht Leobendorf II nach drei Runden an der Spitze.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Beginn, dann der Dämpfer vor der Pause

Leobendorf legte los, wie es sich ein Heimteam wünscht. Bereits in der 9. Minute brachte Lorenz Hafner die Hausherren in Führung, nach 27 Minuten legte Phillip Jaksic das 2:0 nach. Für Sturm war das genau die Phase, in der seine Mannschaft das Spiel am klarsten kontrollierte. „Wir haben sehr gut angefangen, waren dominant, haben das Spiel eigentlich im Griff gehabt und sind dann 2:0 in Führung gegangen“, sagte der Co-Trainer. Kurz vor der Pause kam aber ein Bruch hinein. In dieser Phase musste Leobendorf umstellen, und Stronsdorf kam durch Filip Kostic noch vor dem Seitenwechsel zum 2:1 (32.). „Da haben wir uns ein bissl umordnen müssen“, erklärte Sturm. Trotz dieses Anschlusstreffers sah er sein Team im ersten Durchgang klar tonangebend.

Stronsdorf dreht auf, Leobendorf antwortet sofort

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Leobendorf zunächst auf Linie. Sturm sagte, seine Mannschaft habe „die ersten zehn Minuten in der zweiten Halbzeit unser Spiel weiter durchgezogen“. Dann aber kippte die Partie innerhalb weniger Minuten. Die Gastgeber verloren nach eigener Einschätzung kurz den Faden, Stronsdorf nutzte das eiskalt und stellte durch zwei weitere Tore von Filip Kostic in der 57. und 60. Minute auf 3:2. „Diese Phase, wo wir ein bissl ungeordnet waren und einen Gang zurückgeschaltet haben, hat Stronsdorf genutzt“, sagte Sturm. Viel Zeit blieb aber nicht. „Kurz nach dem 3:2 haben wir eine hundertprozentige Chance vergeben. Da hat man schon gesehen, es geht wieder ein Ruck durch die Mannschaft.“ Genau dieser Ruck wurde wenig später auch am Ergebnis sichtbar. Paul Kratschmayr sorgte in der 70. Minute mit einem Weitschuss von der Sechzehnergrenze für das 3:3. „Das war der Knackpunkt“, meinte Sturm. Danach hatte Leobendorf die Partie laut seinem Co-Trainer „wieder voll im Griff“ und legte durch Phillip Jaksic (75.) und Lorenz Hafner (77.) noch zwei Tore zum 5:3-Endstand nach.

Moral als größte Stärke, Konzentration als Auftrag

Dass Leobendorf nach einer 2:0-Führung noch 2:3 hinten lag und die Partie dennoch gewann, war für Sturm der wichtigste Befund des Abends. „Wenn du 2:0 vorne bist, dann 2:3 hinten liegst und am Ende doch noch 5:3 gewinnst, dann zeigt das die Qualität in der Mannschaft und eine sehr hohe Moral“, sagte er. Gerade deshalb sprach er seiner jungen Mannschaft ein deutliches Lob aus. „Man muss der Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Sie haben die erste Halbzeit klar dominiert, in der zweiten Halbzeit einen Hänger gehabt, sind dann aber wieder zurückgekommen, haben Moral bewiesen und die Partie noch gedreht.“ Ganz ohne Mahnung wollte Sturm den Abend aber nicht stehen lassen. „Wir dürfen eine 2:0-Führung nicht aus der Hand geben. Wenn wir sehen, dass wir überlegen sind, dürfen wir nicht lockerer spielen. Daran müssen wir arbeiten, dass wir die Konzentration hochhalten.“ Den Gegner stufte er trotz der Niederlage weiterhin hoch ein. Stronsdorf habe „individuelle Klasse“ und sei für ihn „sicher eine Mannschaft für die ersten fünf“. Für Leobendorf bleibt damit nicht nur ein torreicher Heimsieg, sondern auch die Erkenntnis, dass Qualität und Moral derzeit da sind und dass beides in dieser Liga schon früh den Unterschied machen kann.

1. Klasse Nordwest: Leobendorf II : Stronsdorf - 5:3 (2:1)

  • 77
    Lorenz Hafner 5:3
  • 75
    Phillip Jaksic 4:3
  • 70
    Paul Kratschmayr 3:3
  • 60
    Filip Kostic 2:3
  • 57
    Filip Kostic 2:2
  • 32
    Filip Kostic 2:1
  • 27
    Phillip Jaksic 2:0
  • 9
    Lorenz Hafner 1:0