Spielberichte

„Wir brachten Laa zurück ins Spiel“ – Gaubitsch verspielt nach 0:2 noch eine starke Aufholjagd

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UFC Gaubitsch
SC Laa/Thaya

In der 1. Klasse Nordwest hat der UFC Gaubitsch am Freitagabend gegen SC Laa/Thaya nach einer wilden Partie 3:4 verloren. Dabei schien nach der Aufholjagd vom 0:2 zum 3:2 sogar noch mehr möglich. Trainer Marek Dite brachte den Kern des Abends aber klar auf den Punkt: „Wir brachten Laa zurück ins Spiel“ und genau das kostete den Gastgebern am Ende etwas Zählbares.

Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

Image by StockSnap from Pixabay

Nach gutem Beginn übernimmt Laa das Kommando

Gaubitsch war nach Dites Eindruck ordentlich in die Partie gekommen, doch diese Phase hielt nicht lange an. „Wir haben gut angefangen in den ersten fünfzehn Minuten“, sagte der Trainer, danach sei das Spiel aber immer mehr auf die Seite der Gäste gekippt. Das spiegelte sich auch im Spielstand wider. Patrick Piswanger brachte Laa in der 17. Minute mit 1:0 nach vorne, Petr Kirschner legte in der 31. Minute das 2:0 nach. Bis zur Roten Karte gegen Martin Klement in der 41. Minute hatte Laa die Partie laut Dite „fest im Griff“ und führte zur Pause aus seiner Sicht verdient mit zwei Toren. Für Gaubitsch war das eine erste Halbzeit, in der der Gegner mehr vom Spiel hatte und die Räume besser nutzte.

Ledecky dreht das Spiel in wenigen Minuten

Direkt nach dem Seitenwechsel schien das Spiel dann plötzlich in eine ganz andere Richtung zu laufen. Gaubitsch startete energisch, nutzte die Überzahl nun deutlich besser und drehte die Partie binnen zehn Minuten. David Ledecky verkürzte in der 52. Minute zunächst auf 1:2, glich in der 60. Minute aus und stellte nur zwei Minuten später auch noch auf 3:2. Dite hob den Dreifachtorschützen nach dem Spiel besonders hervor: „David Ledecky hat gut gespielt, drei Tore gemacht, noch Aluminium getroffen und weitere Möglichkeiten gehabt. Er war unser wichtigster Spieler im Spiel.“ In dieser Phase war Gaubitsch klar am Drücker, hatte den Schwung auf seiner Seite und schien das Spiel endgültig an sich reißen zu können.

Das 3:3 kippt die Partie wieder

Genau dort setzte für Dite aber auch die entscheidende Kritik an. Nach dem 3:2, so seine Sicht, hätte Gaubitsch mit mehr Ruhe und klareren Entscheidungen nachlegen müssen. „Gegen zehn Leute muss man mehr ohne Ball arbeiten und das Spiel auf die Seite bringen“, erklärte der Trainer. Stattdessen gelang das 4:2 nicht, obwohl es aus seiner Sicht der Mannschaft mehr Sicherheit gegeben hätte. In der 69. Minute fiel dann der Ausgleich durch Lukas Grandits, und dieser Treffer war für Dite einer der Knackpunkte des Abends. „Das waren zwei Momente: die Rote Karte für Laa und dann das Tor zum 3:3 nach unserem individuellen Fehler“, sagte er. Mit diesem Treffer kam Laa zurück, und wie Dite es schilderte, kippte in dieser Phase auch das Selbstvertrauen wieder auf die Seite der Gäste.

Defensive Probleme bleiben am Ende entscheidend

Dass die Partie am Ende noch ganz verloren ging, passte aus Sicht des Gaubitsch-Trainers ins Gesamtbild eines Abends, an dem vor allem die Defensive Probleme hatte. In der 76. Minute brachte ein Eigentor von Manuel Nekam Laa wieder mit 4:3 nach vorne, und diesen Rückschlag konnten die Gastgeber nicht mehr korrigieren. Dite sprach offen an, wo seine Mannschaft aus seiner Sicht zu anfällig war: „Die Defensive und die Seitenverteidiger haben nicht funktioniert. Wir hatten Probleme mit den schnellen Spielern über die Seite.“ Gleichzeitig zollte er dem Tabellenführer Respekt. „Das waren super Einzelleistungen von Dominik Silinger und Tadeas Jurceka. Wir haben nicht gefunden, wie wir sie stoppen.“ Kritik am Unparteiischen wollte Dite dagegen keine üben: „Gegen den Schiedsrichter kann ich nichts Schlechtes sagen.“ Für Gaubitsch bleibt nach einer Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Hälften vor allem die Erkenntnis, dass eine starke Aufholjagd allein nicht reicht, wenn danach die Kontrolle wieder verloren geht.

1. Klasse Nordwest: Gaubitsch : Laa/Thaya - 3:4 (0:2)

  • 76
    Eigentor durch Manuel Nekam 3:4
  • 69
    Lukas Grandits 3:3
  • 62
    David Ledecky 3:2
  • 60
    David Ledecky 2:2
  • 52
    David Ledecky 1:2
  • 31
    Petr Kirschner 0:2
  • 17
    Patrick Piswanger 0:1