In der 1. Klasse Nordwest hat SV Leobendorf II gegen USV Leitzersdorf mit 0:3 verloren, obwohl die Gastgeber über weite Strecken mehr Ballbesitz hatten. Trainer Alexander Schuh sprach nach dem Auswärtssieg von einem konsequent umgesetzten Matchplan: Leitzersdorf ließ Leobendorf spielen, verteidigte diszipliniert und schlug nach dem 0:0 zur Pause in der zweiten Halbzeit mit drei Treffern eiskalt zu. Für Schuh war vor allem entscheidend, dass die Null lange stand und der Favorit dadurch immer nervöser wurde.

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Schuh machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft genau das umgesetzt hatte, was sie sich vorgenommen hatte. "Wir hatten einen Matchplan, den wir 90 Minuten lang erfüllt haben. Wir haben Leobendorf den Ball überlassen", sagte der Leitzersdorfer Trainer. Genau so entwickelte sich auch die erste Halbzeit. Leobendorf hatte mehr vom Spiel und kam laut Schuh einmal über die rechte Seite gefährlich durch, doch der Leitzersdorfer Tormann blieb im Eins-gegen-eins Sieger. Viel mehr ließen die Gäste bis zur Pause nicht zu. Auf der anderen Seite hatte Leitzersdorf selbst zwei gute Möglichkeiten, konnte daraus aber noch kein Kapital schlagen. Dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging, war für Schuh bereits ein wichtiger Schritt. "Ausschlaggebend war für mich, dass wir unsere eigene Hälfte diszipliniert mit Herz und Blut verteidigt haben", sagte er. "Je länger das Spiel gedauert hat und je länger die Null gestanden ist, desto mehr hat das für uns gesprochen."
Direkt nach dem Seitenwechsel bekam der Leitzersdorfer Plan dann auch das passende Ergebnis dazu. In der 48. Minute vollendete Vinicius Leite Teles einen schnellen Gegenangriff zum 0:1 und stellte das Spiel damit auf die Bahn, die sich Schuh erhofft hatte. Leobendorf musste danach noch mehr investieren, fand aber laut dem Gäste-Coach kein Mittel mehr gegen die kompakte Defensive. "In der zweiten Halbzeit haben wir alles kompromisslos wegverteidigt. Leobendorf hatte keine Chance mehr", sagte Schuh. Während die Gastgeber anliefen, blieb Leitzersdorf in seinen Umschaltmomenten gefährlich. In der 74. Minute erhöhte Emir Salihovic nach einem Solo über die linke Seite auf 0:2. Schuh sprach dabei von einem "TRAUMTOR". Vier Minuten später folgte die endgültige Entscheidung: Ein hoher Ball hinter die Abwehr, Salihovic setzte nach, und Rene Miklautz überhob den Tormann zum 0:3. Dass aus wenigen Vorstößen gleich drei Treffer wurden, passte für Schuh ins Bild: "Aus sechs Kontern haben wir drei Tore gemacht. Die Chancenauswertung war super."
Am Ende stellte der Leitzersdorfer Trainer nicht einzelne Spieler, sondern das Kollektiv in den Mittelpunkt. "Das Kollektiv heute war grandios", sagte Schuh, der seine Mannschaft ausdrücklich lobte. "Sie haben sich aufgeopfert. Es hat jeder für jeden gekämpft." Gerade deshalb ordnete er den Auswärtssieg auch nicht als Zufall ein, sondern als verdiente Belohnung für einen klaren Plan und dessen konsequente Umsetzung. Leobendorf bescheinigte er trotz der klaren Niederlage viel Qualität am Ball. "Sie haben bis zum Sechzehner gut gespielt, dann war Schluss", meinte Schuh und sah das Problem der Gastgeber vor allem im letzten Drittel, wo Ideen und Durchschlagskraft fehlten. Diskussionsstoff rund um den Schiedsrichter gab es aus seiner Sicht nicht, Schuh sprach vielmehr von einer "sehr, sehr guten" Leistung des Unparteiischen und von einem fairen, körperbetonten Spiel. Besonders bemerkenswert war für ihn auch der Rahmen der Partie: "Vorige Woche habe ich gesagt, es ist ein Bonusspiel, und für mich wurde das Bonusspiel verdient gewonnen." Gegen einen Gegner, den er als "großen Meisterkandidaten" bezeichnete, sei das ein Ergebnis, mit dem kaum jemand gerechnet habe. Umso klarer fiel sein Schlusssatz aus: "Genau so stelle ich mir das vor, und so müssen wir in Zukunft weitermachen."