Spielberichte

Unterstinkenbrunn hadert mit Elfmeterpfiff: Muckendorf feiert glücklichen 2:1-Heimsieg

Die letzte Partie der 20. Runde in der 1. Klasse Nordwest wurde am Dienstag Abend ausgespielt, der SC Muckendorf empfing den SV Unterstinkenbrunn. Die Gäste starteten gut in die Partie und führten zur Halbzeit verdient mit 0:1, in der zweiten Hälfte zeigten sich dann aber die Gastgeber etwas besser und konnten durch einen – sehr umstrittenen – Elfmeter ausgleichen. Fünf Minuten vor Ende der Partie gelang den Muckendorfern dann sogar noch der Siegestreffer zum 2:1 und feiern somit einen glücklichen Heimsieg, denn die Gäste hätten sich heute zumindest einen Punkt verdient. Jetzt Torwandschießen bei Nissan!

 

Gäste legen stark los und führen früh

 

Rund 100 Zuschauer waren am Dienstag Abend auf die Muckendorfer Sportanlage gekommen, um die Partie gegen den SV Unterstinkenbrunn mitzuverfolgen. Die Gäste waren von der ersten Spielsekunden an hellwach und konnten durch Johannes Peitl bereits inder 7. Spielminute in Führung gehen. „Wir haben ganz schlecht begonnen und die Unterstinkenbrunner haben gut gespielt und schnell gekontert. So haben wir auch das erste Tor bekommen.“, erzählt uns der Muckendorfer Coach Ronald Jirout. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte dominierten die Unterstinkenbrunner die Partie und hätten ihre Führung durchaus erhöhen können. „Nach dem Tor hatten wir noch zwei, drei richtig gute Kontermöglichkeiten, die wir aber nicht reingemacht haben. So hätten wir zur Pause schon höher führen müssen.“, trauert der Unterstinkenbrunn-Trainer Manfred Augustin den vergebenen Chancen nach. Beim Spielstand von 0:1 beendete Schiedsrichter Oliver Fluch, der an diesem Abend noch in den Mittelpunkt rücken wird, die erste Halbzeit.

 

Muckendorf wird besser und der Schiedsrichter tritt ins Rampenlicht

 

„Ich war in der Kabine etwas lauter, wir mussten uns unbedingt steigern.“, so Jirout über die Halbzeitpause. Und seine Kicker kamen auch besser aus der Kabine und partizipierten nun deutlich mehr am Spiel als noch in der ersten Hälfte. Die beiden Mannschaften waren nun ebenbürtig und die Fans sahen eine ausgeglichene Partie: Die Gastgeber versuchten, das Spiel zu machen und kamen so zu der einen oder anderen Chance, die Gäste wiederum standen hinten gut und waren durch Kontermöglichkeiten stets brandgefährlich. In der 70. Minute kam es dann zu einer entscheidenden Szene, denn Schiri Fluch entschied auf Elfmeter für Muckendorf, und dieser Pfiff war alles andere als unumstritten. „Der Elfer war überhaupt nichts. Unser Verteidiger Pristl hat den Ball weggespitzelt und als der Stürmer grad schießen wollte war der Ball schon weg und er traf das Bein von Pristl. Das machte einen lauten Kracher, ich glaube, der Schiedsrichter hat das gehört und deshalb den Elfer gepfiffen.“, erzählt uns Trainer Augustin über diese Szene. Auch sein Gegenüber, Muckendorf-Trainer Jirout, ist sich der Elferentscheidung nicht ganz sicher: „Das war schon hart, ich persönlich hab es nicht genau gesehen. Aber die Unterstinkenbrunner regten sich furchtbar über die Entscheidung auf, das wird schon seine Gründe haben.“ Auf jeden Fall verwandelte Kenan Malkanovic diesen Strafstoß und glich so zum 1:1 aus. Nur fünf Minuten danach gab es erneut Elferalarm, diesmal allerdings auf der anderen Seite. Der Muckendorfer Tormann Thomas Weissinger kam aus seinem Tor um den allein daherkommenden Stürmer aufzuhalten und es kam zu einem Kontakt der beiden Spieler. „Ein harter Elfer, kann man geben, muss man aber auf jeden Fall nicht.“, sind sich beide Trainer einig. Die Diskussion über diese Elferentscheidung ist ohnehin hinfällig, da die Unterstinkenbrunner diese Möglichkeit zur erneuten Führung ausließen und so stand es weiterhin 1:1. Beide Teams versuchten, das Spiel noch für sich zu entscheiden, aber die Gäste hatten durch Konterangriffe die besseren Chancen. Es waren aber die Hausherren, die fünf Minuten vor Ende der Partie den Siegestreffer erzielen konnten: Nach einem schönen Lochpass auf Bajram Idrizi ließ sich der diese Chance nicht entgehen und traf ins Eck zum 2:1 – was auch der Endstand war, da kurz danach das Spiel beendet wurde. „Ja, heute waren wir etwas glücklicher, Unterstinkenbrunn hätte sich ein Remis verdient gehabt. Aber manchmal ist es so im Fußball, wir haben das auch schon oft von der anderen Seite erlebt.“, ist der Trainer der Muckendorfer, Ronald Jirout, nach dem Spiel zufrieden über die drei Punkte. Alles andere als glücklich zeigt sich selbstredend der Coach der Unterstinkenbrunner, Manfred Augustin: „Mindestens ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, eigentlich hätten wir, aufgrund der ersten Hälfte, gewinnen müssen. Wir hatten im Frühjahr schon manchmal Glück, das war heute leider nicht so.“