In der 1. Klasse Ost lieferte der SC Höflein beim ASC Götzendorf Oranjezz ein wildes Duell und unterlag knapp mit 2:3. Zur Pause stand es 2:2, nach dem Wechsel entschied aus Höfleiner Sicht ein weiterer Patzer die Partie. Trainer Ernst Horvath lobte den aggressiven Gastgeber, haderte aber mit eigenen Fehlern und der verpassten Ausgleichschance: Seine Elf drückte lange, brachte den Ball aber nicht mehr über die Linie – ein Punkt war trotz starker Phasen möglich.

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Die Partie startete ohne Abtasten. Ernst Horvath sprach von einem „furiosen Start“: „Gleich nach dem Anstoß hat Götzendorf aus der Distanz abgezogen und an die Latte getroffen, im Gegenzug hatten wir selbst einen Weitschuss knapp vorbei. Die Partie ging hektisch los.“ In dieser offenen Anfangsphase nutzte Götzendorf nach einem unnötig verlorenen Zweikampf von Kiss Juraj den ersten Stich: 1:0 für Götzendorf durch Mihajlovic Minute 10. Dezider Egri konnte nach toller Vorlage von Kilicaslan Arif zum 1:1 per lupfer ausgleichen und Maximilian Divljak stellte in der 37. Minute auf 1:2 aus Höfleiner Sicht. Kurz vor der Pause fiel der erneute Ausgleich – laut Horvath per Strafstoß. „Kurz vor der Pause bekamen wir einen Elfmeter gegen uns, der zum Ausgleich führte“, sagte der Coach. Torschütze zum 2:2 war Marcel Lücke (41.). Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen, nach einer ersten Hälfte, in der es ständig hin und her wogte.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Hausherren den besseren Moment. In Minute 56 traf erneut Soma Lörinczy und drehte die Partie endgültig auf 3:2. Aus Höfleiner Sicht war auch dieser Gegentreffer vermeidbar. „Nach der Pause haben wir wieder durch einen Eigenfehler das 3:2 bekommen. Leider konnten wir das nicht mehr korrigieren“, ärgerte sich Horvath. Er sah den Knackpunkt im eigenen Ballbesitz: „Uns fehlte heute die Sicherheit am Ball, die wir in den letzten Wochen gezeigt haben.“ Dennoch gaben sich die Gäste nicht auf. „Mitte der zweiten Halbzeit haben wir Götzendorf extrem unter Druck gesetzt, aber uns wollte das Tor zum Ausgleich einfach nicht gelingen“, so der Trainer. Höflein hatte mehr vom Spiel in dieser Phase, fand aber keinen Weg vorbei an der engmaschigen Heimdefensive.
Im Fazit führte Horvath den knappen Auswärts-Nuller vor allem auf die Kombination aus starker Heimelf und eigenen Unachtsamkeiten zurück. „Götzendorf ist eine Spitzenmannschaft in der 1. Klasse Ost, sehr heimstark. Da darf man sich nicht viele Fehler erlauben. Leider waren es heute zu viele – vor allem in unserer Abwehr.“ Gleichzeitig zollte er Respekt: „Götzendorf war sehr aggressiv und laufstark, sie haben uns am Anfang zu Fehlern gezwungen.“ Auch das Schiedsrichterteam bekam ein faires Urteil: „In einer schnellen, hektischen Partie gibt es immer strittige Szenen, aber es waren keine gravierenden Fehler dabei. Der Schiedsrichter hat solide geleitet. Leider gab es beim Spiel auch zwei schwere Verletzungen - Götzendorfs Tormann Luntzer kugelte sich einen Finger aus und Höfleins Martin Eichler riss sich die Achillessehne – gute Besserung den beiden!"
Trotz allem blickt er nach vorne: „Wir raufen uns zusammen und bringen nächste Woche wieder eine schlagkräftige Truppe aufs Feld, um die Niederlage zu korrigieren.“ In der Tabelle bleibt Höflein mit 44 Punkten im Spitzenfeld, Götzendorf hält bei 41 Zählern – der Kampf um die Topplätze bleibt eng.