Spielberichte

Späte Konter bringen Berg das 3:2 – Zulus spricht vom Ligaverbleib

Sportfreunde Berg
SV Zwölfaxing

Die Sportfreunde feierten am Samstag einen Sieg mit Wirkung: In der 1. Klasse Ost setzte sich Sportfreunde Berg zu Hause mit 3:2 gegen SV Zwölfaxing durch – und Trainer Michael Zulus sprach danach offen davon, die Mission Liga-Verbleib erfüllt zu haben. Früh stellte Nicolas Szitas auf 1:0, Zwölfaxing glich nach der Pause durch Daniel Brunnhofer aus. In der Schlussphase entschieden zwei Berg-Konter durch Jan Toth und Peter Durica, ehe die Gäste durch Oguzhan Aklanoglu noch verkürzten. Unterm Strich stand ein umkämpfter, aber goldener Heimsieg.

Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash

Frühe Führung, langer Kraftakt und die Entscheidung in der Schlussphase

Berg erwischte einen Traumstart: Bereits in Minute 4 staubte Nicolas Szitas nach einem abgewehrten Eckball zum 1:0 ab. „Wir sind so angegangen, dass wir nach vier Minuten 1:0 in Führung waren – Mission erfüllt, wir bleiben in der Liga“, ordnete Michael Zulus später ein. Danach wurde es zäher. Bis zur Pause hatte Zwölfaxing mehrere Abschlüsse aus der Distanz, Berg ging dennoch mit dem 1:0 in die Kabine. „Ohne unseren Tormann hätte die Partie in der ersten Halbzeit schon kippen können“, sagte Zulus, der seinem Team in der Pause bewusst keine große Änderung mitgab: „Wir stellen nichts um, wir warten auf Konter.“ Der Ausgleich fiel trotzdem: In der 54. traf Daniel Brunnhofer zum 1:1. „Ab da ist das Spiel eher zu Zwölfaxing gekippt“, so Zulus, der reagierte und auf ein 4-5-1 im Zentrum umstellte. In der Schlussphase nutzte Berg dann genau das, was vorher im Plan stand: zwei schnelle Umschaltmomente gegen den weit aufgerückten Gäste-Keeper. Jan Toth (85.) und Peter Durica (87.) schoben überlegt ins leere Tor zum 3:1. Nach einem Freistoß kamen die Gäste durch Oguzhan Aklanoglu (89.) zwar noch heran, am verdienten Heimsieg änderte das aber nichts.

„Die zwei Konter waren ausschlaggebend“ – Zulus über Schlüssel, Umstellung und Matchgefühl

Der Trainer legte nach dem Abpfiff detailliert dar, warum seine Elf an diesem Tag das bessere Ende erwischte. „Die zwei Konter waren ausschlaggebend“, betonte Zulus, der seine Mannschaft für den klaren Plan lobte: „Unsere größte Stärke war die Kompaktheit, das gemeinsame Auftreten, das gemeinsame Ziel. Wir haben das als Finalspiel um den Verbleib gesehen – und souverän gewonnen.“ Interessant: Das Gefühl, dass die Partie wirklich in Bergs Richtung geht, stellte sich beim Coach erst sehr spät ein. „Erst nach dem 2:1 in der 85. Minute. Vorher war es eigentlich eine klassische Patt-Partie“, sagte er. Zuvor hatten die Bergler immer wieder Distanzschüsse versucht, weil der Gäste-Tormann häufig hoch stand: „Das hat er meistens souverän abgewehrt, aber am Ende haben wir die Konter zu Ende gespielt.“ Auch die Justierung im Mittelfeld hob Zulus hervor: „Ich habe dann im Zentrum umgestellt und bin auf 4-5-1 gegangen. Das hat uns Stabilität gegeben und die Räume für die Umschaltmomente geöffnet.“

Selbstkritik, Respekt vor Zwölfaxing und ein fairer Blick auf die Leitung

Trotz Jubel blieb Zulus selbstkritisch. „Verbesserungspotenzial gibt’s immer. Wir müssen mit dem Ball länger am Stück spielen, Passfolgen aufziehen und das Spiel kontrollieren. Das hat in der zweiten Halbzeit eher Zwölfaxing gemacht“, meinte er offen. Den Gegner beschrieb er als hartnäckig und routiniert: „Zwölfaxing ist schwer zu bespielen, sehr zweikampfstark und gibt nie auf.“ Dass kurz vor Schluss heikle Momente mitschwingen, verschwieg er ebenfalls nicht: „Am Ende hatten wir auch Glück, dass Abseits gepfiffen wurde und kein Elfmeter gegen uns kam.“ Gleichzeitig stellte er dem Gespann ein ordentliches Zeugnis aus: „Der Schiedsrichter war in Ordnung, auch die Linienrichter – da gibt’s nichts auszusetzen.“ In der Tabelle hält Berg nun bei 26 Punkten nach 23 Runden und atmet durch, Zwölfaxing steckt mit 16 Zählern weiter im Abstiegskampf. Den Weg für die letzten Wochen skizzierte Zulus so: „Wenn wir als Mannschaft auftreten, kompakt verteidigen und mit unserem sehr guten Tormann arbeiten, können wir jedem Gegner Paroli bieten.“

1. Klasse Ost: Berg : Zwölfaxing - 3:2 (1:0)

  • 89
    Oguzhan Aklanoglu 3:2
  • 87
    Peter Durica 3:1
  • 85
    Jan Toth 2:1
  • 54
    Daniel Brunnhofer 1:1
  • 4
    Nicolas Szitas 1:0