Runde 24 in der 1. Klasse Ost: Für den SV Zwölfaxing setzte es gegen den ASC Götzendorf Oranjezz ein 2:5. Trainer Kurt Baumann sprach von einer starken Anfangsphase, ehe individuelle Fehler das Spiel drehten. Nach dem 0:3 kurz nach der Pause zog Götzendorf binnen Minuten auf 0:5 davon. Späte Treffer von Patrik Puskas und Milan Nemeth blieben Ergebniskosmetik. Baumann fordert nun Moral und sechs Punkte aus den letzten zwei Partien.

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay
Zwölfaxing kam gut hinein, hielt die ersten zwanzig Minuten dagegen – so schilderte es Coach Kurt Baumann. Doch die Gäste schlugen in den Momenten zu, in denen Zwölfaxing patzte. Nach 13 Minuten traf Marcel Lücke zum 0:1, in der 20. Minute legte Soma Lörinczy das 0:2 nach. Zur Pause stand es 0:2, obwohl der Trainer seine Elf bis dahin „um nichts schlechter“ sah. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel folgte der Bruch: Barnabas Babos erhöhte in Minute 59 auf 0:3. Eine Minute später traf Lörinczy erneut zum 0:4, in der 61. Minute schnürte er seinen Dreierpack zum 0:5. „Nach dem 3:0 war es gegessen, die Konzentration war weg“, sagte Baumann. Zwölfaxing gab sich trotzdem nicht auf: Patrik Puskas verkürzte in der 76. Minute auf 1:5, Milan Nemeth setzte in der 90. Minute mit dem 2:5 den Schlusspunkt.
Nach dem Spiel suchte der Zwölfaxinger Trainer klare Worte. „Schlecht für uns“, begann Kurt Baumann seine Analyse und erklärte, warum die Partie aus seiner Sicht kippte: „Wir haben am Beginn sehr gut Paroli geboten und waren da um nichts schlechter. Aber das 1:0 und 2:0 nach unseren Fehlern haben uns das Genick gebrochen.“ Die Ursache machte er deutlich fest: „Die entscheidenden Tore fielen nach Fehlpässen vorm Tor. Dem ersten, zweiten und dritten Tor gingen Fehler voraus, die nicht passieren dürfen.“ Als Knackpunkt benannte er die Phase rund um die Pause: „Das 1:0, 2:0 und gleich nach der Halbzeit das 3:0 – das war die Entscheidung.“ Auch zum Gegner hatte Baumann eine Einschätzung: „Götzendorf war am Anfang überrascht von unserer Heimstärke.“ Eine Szene blieb umstritten, ohne dass er dem Unparteiischen etwas absprach: „Der Schiedsrichter war in Ordnung, aber unser 1:2 wurde wegen Abseits aberkannt. Viele, auch Götzendorfer, meinten, das war nie Abseits.“
Auch wenn das Resultat deutlich ausfiel, sah Baumann am Ende noch ein Zeichen der Moral. „Heute kann man mit nichts zufrieden sein, wenn man ein wichtiges Spiel 2:5 zu Hause verliert“, betonte er, „aber unsere Kampfstärke und Laufbereitschaft, dazu die zwei Tore am Schluss, zeigen, dass die Mannschaft lebt und nicht aufgibt.“ Genau darauf will er in den kommenden Tagen bauen: „Wir müssen die Moral hochhalten, viel reden und schauen, dass wir diese Fehler nicht mehr machen.“ Der Auftrag ist klar: „Wir haben noch zwei Spiele, die müssen wir unbedingt gewinnen.“ In der Tabelle bleibt Zwölfaxing bei 16 Punkten auf Rang 12, während Götzendorf mit nun 44 Zählern als Fünfter oben mitmischt. Den frühen Mut und die starke Anfangsphase nimmt Baumann als Ansatz mit, sein Fazit bleibt jedoch eindeutig: „Diese individuellen Fehler brechen uns immer wieder das Genick.“