In Runde 24 der 1. Klasse Ost lieferte der SC Siebenhirten/Wien dem Tabellenzweiten USC Perchtoldsdorf ein offenes, hitziges Spiel – am Ende stand jedoch ein 3:4. Nach frühem 0:2 zur Pause glich Siebenhirten binnen zwei Minuten zum 2:2 aus, ehe ein Fehler das 2:3 einleitete. Perchtoldsdorf legte nach, der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit kam zu spät. Trainer Wolfgang Quinz sprach von einer starken Leistung seiner dezimierten Truppe, die sich laut ihm „mindestens einen Punkt verdient“ gehabt hätte.

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Perchtoldsdorf erwischte den Start, den sich ein Spitzenteam wünscht: Bereits in der 5. Minute traf Martin Axmann zum 0:1, in Minute 27 erhöhte Lucas Kneissl auf 0:2. Zur Pause lag Siebenhirten damit hinten, war aber noch nicht abgeschüttelt. Und wie die Hausherren aus der Kabine kamen, konnte sich sehen lassen: Sekou Keita stellte in der 48. Minute auf 1:2, nur eine Minute später drückte Noel Hintermüller zum 2:2 ein. „Wir haben ein 2:0 aufgeholt. Nach dem 2:2 waren wir die bessere Mannschaft“, betonte Wolfgang Quinz. Doch genau in dieser Phase passierte der Bruch. „Der Fehler zum 2:3 war der Knackpunkt“, so der Trainer. Perchtoldsdorf nutzte die Gelegenheit eiskalt: Lazar Erak traf in der 66. Minute, Kneissl legte in der 74. Minute zum 2:4 nach. Siebenhirten steckte dennoch nicht auf und kam in der Nachspielzeit durch Alper Önder zum 3:4 (90+2) – mehr war an diesem Abend nicht drin.
Dass Siebenhirten dem Tabellenzweiten über weite Strecken Paroli bot, hatte viel mit Einsatz und Geschlossenheit zu tun – und das unter schweren Voraussetzungen. „Wir waren wieder sehr dezimiert. Einen Wechselspieler, ein U16-Spieler, also ein fünfzehnjähriger Junge, hat 90 Minuten durchgespielt“, erklärte Quinz. Der Coach blieb in seiner Bewertung klar: „Eigentlich hat alles gepasst. Alle, die gespielt haben, haben sehr gut gespielt. Man kann der Mannschaft nichts vorwerfen.“ Für ihn stand nach 90 intensiven Minuten fest: „Die Mannschaft hat auf hohem Niveau gespielt, ohne Wechselspieler. Es tut mir für die Burschen leid, dass sie keinen Punkt mitgenommen haben. Den hätten sie sich verdient.“ Gerade diese Haltung war auf dem Platz spürbar: Siebenhirten blieb nach dem 0:2 nicht nur im Spiel, sondern drehte die Partie kurzzeitig auf seine Seite – der Aufwand wurde nur nicht ausreichend belohnt.
Perchtoldsdorf reiste als Zweiter an – und diese Rolle unterstrichen die Gäste vor allem durch den wuchtigen Beginn. „Perchtoldsdorf hat sehr energisch begonnen, natürlich auch mit Rückenwind durch das schnelle Tor“, sagte Quinz. Danach sah er sein Team mindestens auf Augenhöhe: „Nach dem 1:0 war das Spiel sehr ausgeglichen, mit eigentlich mehr Chancen für uns und vielen Halbchancen. Mit der nächsten Chance von Perchtoldsdorf ist halt das 2:0 gefallen.“ Sein Fazit über den Gegner fiel nüchtern aus: „Perchtoldsdorf war in keiner Phase die viel bessere Mannschaft. Ich würde sagen, sie waren heute die glücklichere Mannschaft.“ Auch zur Leitung des Unparteiischen äußerte sich der Trainer fair: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Es gab eine Szene im Strafraum, da hätten wir vielleicht Elfer bekommen können, aber der Schiedsrichter hat’s anders gesehen.“ Beim Blick nach vorne bleibt Quinz optimistisch: „Die Mannschaft reflektiert sich gut. Wir werden in den letzten zwei Spielen versuchen, den einen oder anderen Punkt zu holen. Mit dieser Leistung ist das sicher möglich.“ Für den Tabellen-13. ist der Auftritt trotz der 3:4-Niederlage ein Mutmacher – die Reaktion nach der Pause und der späte Anschlusstreffer zeigen, dass in diesem Team noch etwas steckt.