Im Spitzenspiel der 1. Klasse Ost setzte sich der SC Wolfsthal beim SC Göttlesbrunn - Arbesthal mit 2:1 durch. Nach der Pausenführung der Hausherren drehte der Tabellenführer die Partie durch Treffer von Adnan Dzafic und Miroslav Hrebik. Sektionsleiter Andreas Leitner sprach von großem Teamgeist und einem „Dosenöffner“ kurz nach der Pause. In einer engagierten, zeitweise hitzigen Partie blieb Wolfsthal im zweiten Durchgang das aktivere Team und holte sich wichtige drei Punkte im Rennen um den Titel.

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Beide Teams legten forsch los, keiner wollte dem anderen etwas schenken. „Erster gegen Dritter – da war klar, dass es kämpferisch wird“, sagte Wolfsthals Sektionsleiter Andreas Leitner. Göttlesbrunn fand nach gut 20 Minuten besser rein und ging in Minute 32 durch Thomas Gall mit 1:0 in Führung. Bis zur Pause blieb es dabei, auch weil Wolfsthal ein vermeintlicher Ausgleich aberkannt wurde. Nach dem Seitenwechsel traten die Gäste entschlossener auf. In der 55. Minute traf Kapitän Adnan Dzafic zum 1:1. Danach übernahm Wolfsthal endgültig das Kommando. Miroslav Hrebik köpfte in der 72. Minute das 2:1 – die Partie war gedreht, und die Gäste ließen danach kaum mehr etwas anbrennen.
Leitner lobte nach dem Schlusspfiff vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit: „Ganz klar der Teamgeist. Das hat von vorne bis hinten gepasst.“ Trotz Ausfällen habe sich die Truppe durchgebissen: „Die Mannschaft hat gezeigt, was für Qualität im Kader steckt. Jeder hat für den anderen gekämpft.“ Zum Knackpunkt erklärte er den frühen Ausgleich: „Das 1:1 war für uns der Dosenöffner.“ Insgesamt sah er einen verdienten Sieg: „Wir sind verdient als Gewinner runtergegangen.“ Auf die Frage nach Verbesserungsmöglichkeiten blieb er knapp: „Vermutlich die Chancenverwertung in der ersten Halbzeit – ansonsten hat es gepasst.“ Und er ordnete die Bedeutung ein: „Für uns war das mehr oder weniger ein Pflichtsieg. Vielleicht wollten wir’s am Ende einfach ein bisschen mehr.“
In der Analyse sparte Leitner nicht mit Respekt für Göttlesbrunn: „Eine laufstarke, flinke Mannschaft. In den ersten 20 Minuten war’s immer wieder gefährlich.“ Gleichzeitig sprach er zwei Diskussionspunkte an: „Uns wurde in Halbzeit eins ein Tor wegen Abseits aberkannt – ob das gestimmt hat, bezweifle ich. Und es gab eine Situation, in der wir Elfmeter gefordert haben, der aber nicht gegeben wurde.“ Insgesamt sei die Leistung des Schiedsrichters „im Großen und Ganzen okay“ gewesen. Die Entstehung der Wende fasste er so zusammen: „Beim 1:1 ist Timotej Sluka in den Strafraum gestartet und hat ideal für Adnan Dzafic aufgelegt. Das 2:1 fiel per Kopf nach einer Flanke – ein bisschen ein Traumtor.“
Mit dem Dreier bleibt Wolfsthal als Erster (56 Punkte) voran, Göttlesbrunn hält als Dritter bei 46. „Jetzt sind wir im Endspurt – noch zwei Spiele, voller Fokus“, blickt Leitner auf die nächste Aufgabe gegen den ASK Klein-Neusiedl.