Im letzten Spiel der 1. Klasse Ost haben sich der SV Zwölfaxing und der ASK Kaltenleutgeben mit 1:1 getrennt. Die Gäste gingen nach einer starken ersten Hälfte durch Muriz Turkovic in Führung, mussten nach der Pause aber viel Arbeit verrichten. Co-Trainer Michael Girkinger sah sein Team vor allem vor der Pause im Vorteil und hob nach dem Ausgleich besonders die Leistung des eigenen Tormanns hervor.

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Michael Girkinger sprach nach dem Schlusspfiff von einem „erwarteten Endspiel“ für beide Seiten, und genau so entwickelte sich die Partie auch. Kaltenleutgeben war in der ersten Hälfte das aktivere Team, ging mutig ins Anpressen und bekam vor allem im Mittelfeld viel Zugriff. „Wir haben die Mannschaft sehr gut eingestellt. Besonders in der ersten Halbzeit hat das mit dem Anpressen richtig stark funktioniert, auch die Mittelfeldspieler haben das top gemacht“, sagte der Co-Trainer. Für ihn lag das Momentum in dieser Phase klar bei den Gästen. „Das Momentum war definitiv bei uns“, meinte Girkinger, der sogar der Ansicht war, dass seine Mannschaft schon früher anschreiben hätte können. Das 1:0 fiel dann in der 35. Minute, als Muriz Turkovic Kaltenleutgeben in Führung brachte. Für Girkinger war es „das verdiente 1:0“, mit dem seine Mannschaft auch in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild allerdings deutlich. Zwölfaxing wurde stärker, spielte offensiver und setzte Kaltenleutgeben immer mehr unter Druck. Girkinger sprach das ohne Umschweife an und stellte klar, dass der Gastgeber in dieser Phase besser im Spiel war. „In der zweiten Halbzeit war Zwölfaxing die bessere Mannschaft. Da können wir uns alle bei unserem Tormann bedanken, der zwei, drei richtig gute Chancen zunichte gemacht hat“, sagte er. Ganz verhindern ließ sich der Ausgleich aber nicht, denn in der 62. Minute traf Patrik Puskas zum 1:1. Danach stand die Partie laut Girkinger „an der Kippe“. Ganz weg war Kaltenleutgeben trotzdem nicht, weil die Gäste über Konter ihre Möglichkeiten hatten. Der Co-Trainer verwies dabei auch auf eine große Chance, als ein Kaltenleutgeben-Spieler allein auf den Tormann zulief, den Ball überhob, ihn aber knapp neben das Tor setzte.
Gerade deshalb fiel Girkingers Fazit trotz des Drucks nach der Pause insgesamt positiv aus. Er war überzeugt, dass seine Mannschaft dem Sieg näher war, weil sie sich schon vor der Pause mehrere gute Möglichkeiten erspielte und auch nach dem 1:1 noch Chancen auf das 2:1 vorfand. „Näher am Sieg waren definitiv wir, weil wir in der ersten Halbzeit schon 2:0 oder 3:0 führen hätten können und auch mit unseren Konterschancen das Spiel früher entscheiden hätten müssen“, sagte er. Gleichzeitig verteilte der Co-Trainer viel Lob an seine Mannschaft. „Es war eine richtig starke Gesamtleistung. Jeder hat alles gegeben bis zum Schluss“, betonte Girkinger und ergänzte: „Wir als Trainerteam sind stolz auf unsere Mannschaft.“ Auch für den Gegner fand er anerkennende Worte und bezeichnete Zwölfaxing als „richtig starken Gegner“. Auffallend deutlich wurde er zudem beim Blick auf das Schiedsrichterteam: „Das war mit Abstand die beste Schiedsrichterleistung in der ganzen Saison.“ So steht am Ende eines intensiven Saisonabschlusses ein 1:1, mit dem Kaltenleutgeben in die Sommerpause geht.