Spielberichte

„Im Endeffekt hat ein Tor gefehlt“ – Zwölfaxing stellt sich nach dem Abstieg neu auf

SV Zwölfaxing

In der 1. Klasse Ost hat sich der SV Zwölfaxing nach einer langen Saison mit dem Abstieg abfinden müssen. Sportlicher Leiter Peter Christler spricht offen über eine Spielzeit, in der seine Mannschaft immer wieder dran war, sich am Ende aber nicht retten konnte. „Schlussendlich sind wir abgestiegen. Wir wollten das unbedingt vermeiden, aber im Endeffekt hat das nicht gereicht“, sagt Christler und richtet den Blick bereits auf den Neustart in der 2. Klasse.

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

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Ein Kampf bis zum Schluss, aber es reichte nicht

Christler macht aus der Enttäuschung keinen Hehl, ordnet die Saison aber nüchtern ein. Zwölfaxing bewegte sich vom ersten bis zum letzten Spieltag fast durchgehend im unteren Tabellenbereich, zwischen Rang elf und Rang 13 war nur wenig Luft. Gerade im Finish blieb der Kampf um den Klassenerhalt offen, doch die Ergebnisse der letzten Wochen zeigen, wie eng es tatsächlich war: Auf das 2:2 gegen ASK Eichkogel folgten das 2:3 bei Sportfreunde Berg und das 2:5 gegen ASC Götzendorf, ehe ein 1:0 bei FSV Velm und das 1:1 gegen Kaltenleutgeben den Schlusspunkt setzten. „Jeder Spieler hat das Mögliche gegeben“, sagt Christler. Umso mehr schmerzt seine Feststellung, weil sie die ganze Saison in einem Satz zusammenfasst: „Im Endeffekt hat ein Tor gefehlt, um die Liga zu halten.“

Abgänge stehen fest, Manfred Kässer soll den Neustart anführen

Der Abstieg zieht nun auch personelle Folgen nach sich. Christler bestätigt mehrere Abgänge, darunter Patrik Puskas aus dem defensiven Mittelfeld und Henrik Kirjak auf der linken Außenbahn. Dazu kommen der Spielmacher auf der Zehn Milan Nemeth und Enes Dovan auf der rechten Außenbahn auf der Abgabenseite. Gleichzeitig ist die Kaderplanung noch nicht in der Phase großer Bewegung angekommen. „Neuzugänge gibt es bisher keine, jedoch werden aus der U16 einige Spieler in den Erwachsenenbereich hochgezogen“, sagt der sportliche Leiter klar und ohne Umschweife. Eine wichtige Entscheidung ist dafür auf der Trainerbank bereits gefallen. „Manfred Kässer übernimmt die Kampfmannschaft und wird die Mannschaft auch in der zweiten Klasse leiten“, so Christler. Der Wechsel war laut ihm schon in den letzten zwei Wochen der abgelaufenen Saison eingeleitet worden, nun soll Kässer den Neustart sportlich führen.

Junge Spieler sollen jetzt den nächsten Schritt machen

Bei aller Enttäuschung will Zwölfaxing den Blick nicht nur zurückrichten. Christler beschreibt den Klub als familiären Verein, bei dem schon vor einer Verpflichtung genau geschaut werde, ob ein Spieler zur Linie passt. „Da gibt es wenig Überraschungen, ob sich ein Spieler für den Verein aufopfert oder nicht“, sagt er und stellt zugleich klar, wohin die Reise gehen soll. „Wir machen jetzt einen kleinen Umbruch mit jungen Spielern, die in der zweiten Klasse weiterentwickelt werden. Das ist unser Weg.“ Erfahrene Kräfte sollen die jungen Spieler in die Kampfmannschaft hineinführen und ihnen den nächsten Schritt erleichtern. Auch personell hofft der Verein auf einen sauberen Start, denn nach kleineren Blessuren aus der Saison will Zwölfaxing „hoffentlich am Vorbereitungsbeginn aus dem Vollen schöpfen“. Dass Christler in der Liga Perchtholtsdorf ausdrücklich hervorhebt und generell Mannschaften schätzt, die mit jungen Spielern erfolgreich sind, passt gut zu dieser Richtung.