In der 1. Klasse Süd blickt Bernd Dorner, Trainer des ASK Oberwaltersdorf, nach der Hinrunde auf eine spannende erste Saisonhälfte zurück. Nach 13 Spieltagen liegt sein Team mit 20 Punkten auf Platz sechs, punktgleich mit Pottenstein und Hochwolkersdorf. Trotz einiger Rückschläge zuletzt – Niederlagen gegen Pitten, Scheiblingkirchen II und Leobersdorf sowie ein Remis gegen Grimmenstein – zeigt sich Dorner kämpferisch. „Unser Ziel sind die Top drei“, betont er. Mit einem neuformierten Team, starker Trainingsbeteiligung und guter Stimmung im Kader will Oberwaltersdorf in der Rückrunde wieder angreifen.

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Dorner hat die Mannschaft im Sommer übernommen und direkt eine neue Spielweise eingeführt. „Ich wollte von Anfang an meine Idee von Fußball reinbringen– von der Taktik her, von der Spielweise her“, erklärt er. Zu Beginn der Saison fand das Team schnell in die Spur, ehe sich in den letzten Runden die Gegner besser auf unsere Spielweise eingestellt hatten. „Zum Schluss war es ein bisschen schwieriger für uns, unseren Plan umzusetzen“, so der Trainer.
Dennoch fällt sein Zwischenfazit positiv aus: Die Basis stimmt, die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist hervorragend, und die Trainingsqualität bezeichnet Dorner als „sehr, sehr gut“ – genau das Fundament, das er sich für langfristigen Erfolg vorstellt.
Zur Winterpause hat Oberwaltersdorf punktuell nachjustiert. Neu im Team sind zwei Zugänge vom Ligakonkurrenten Pitten. Verlassen hat den Verein hingegen David Bogdanovic, Marko Zlatkovic, Dejan Nesovic; . „Wir wollten in der Offensive etwas neues, ohne unsere Struktur zu verändern“, erläutert Dorner.
Auch im Staff hat sich etwas getan: Ein neuer Tormann-Trainer ist seit Winter dabei und soll die Detailarbeit im Defensivbereich weiter verbessern. Verletzungssorgen gibt es nur geringfügig – laut Dorner „zwei, drei Blessuren, aber nichts Tragisches“ –, sodass der Trainer mit nahezu vollständigem Kader planen kann.
Besonders stolz ist Dorner auf die Entwicklung der jüngeren Spieler, die sich kontinuierlich verbessern und regelmäßig Einsatzzeiten erhalten. „Der ein oder andere hat sich weiterentwickelt seit Sommer“, betont er. Nun liege es an den Nachwuchskräften, „weiter Gas zu geben und Teil der ersten Elf zu sein“. In der Tabelle ist der Rückstand auf die vorderen Positionen gering, und der Trainer hat einen klaren Fokus: „Wir haben die Qualität, um unter die ersten drei zu kommen.“ Nach einer Hinrunde mit Höhen und Tiefen soll die Rückrunde zeigen, ob Oberwaltersdorf tatsächlich oben angreifen kann.
Die Marschroute ist jedenfalls klar – voller Einsatz, klare Struktur und die Zuversicht, dass das Projekt Dorner Schritt für Schritt weiter Form annimmt. Weiters möchte Dorner an der Taktik feilen, "Ich möchte im Winter unbedingt einen gewissen Plan B einstudieren, was unsere Spielweise betrifft" sagt er. Man darf gespannt sein wie sich der ASK Oberwaltersdorf in der Rückrunde präsentieren wird.