In der 1. Klasse Süd mischt Martin Kaltenbacher mit seinem Verein SK Raika Wiesmath nach einer beeindruckenden Aufholjagd wieder an der Tabellenspitze mit. Nach einem schwierigen Start zog der Klub Konsequenzen, stellte im Herbst das Trainerteam neu auf und leitete eine Trendwende ein, die auf Rang zwei zur Winterpause führte. Zuletzt feierte Wiesmath in der Liga Siege gegen den ASK Trumau, den ASC Leobersdorf, den SC Hochwolkersdorf und die SVg Pitten, nur gegen den SV Grimmenstein setzte es eine Niederlage. Kaltenbacher betont den geschlossenen Auftritt der Mannschaft unter dem Trainerteam Christoph Mlekusch und Erik Rasner. Seit dem Beginn der Vorbereitung zur Frühjahrsmeisterschaft ist mit David Witteveen ein neuer Trainer an Bord.

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„Wir haben nach einem zaghaften Saisonstart den Trainer gewechselt und mit dem bisherigen U23-Trainer Christoph Mlekusch sowie unserem Tormanntrainer Erik Rasner ein junges Trainerduo eingesetzt“, erklärt Kaltenbacher den Wendepunkt der Saison. Die Mannschaft zog voll mit: In den letzten acht Runden legte Wiesmath eine starke Serie hin, die den Klub auf Platz zwei der Herbstmeisterschaft katapultierte.
Besonders beeindruckte die Geschlossenheit: „Jeder hat das Beste aus sich herausgeholt – wir sind als Einheit aufgetreten.“ Über enge, kampfbetonte Partien wuchs die Widerstandsfähigkeit, das Duo legte den Grundstein für den anhaltenden Aufwärtstrend.
Im Winter übernahm der neue Cheftrainer David Witteveen, um den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Kaltenbacher berichtet: „Wir befinden uns in der dritten Trainingswoche, haben schon ein Testspiel absolviert und bereiten uns auf das Trainingslager vor.“
Die Stimmung sei hervorragend, im Verein herrsche spürbarer Optimismus. Personell blieb die Mannschaft weitgehend zusammen: Einziger Abgang war Stürmer Janos Szöke, für den der ungarische Angreifer Roland Horvath verpflichtet wurde. Dieser hat bereits das erste Testspiel absolviert und soll im Frühjahr an die starke Offensive anknüpfen. Die Mischung aus Kontinuität und frischen Impulsen prägt aktuell die Atmosphäre rund um den Klub.
Ein wichtiges Thema bleibt die Integration junger Spieler. Kaltenbacher hebt hervor, dass im Herbst mehrere Talente den Sprung von der U23 in die Kampfmannschaft geschafft haben. Trotz personeller Rückschläge habe sich gezeigt, „dass wir Jahr für Jahr immer wieder junge Nachwuchsspieler in die Kampfmannschaft integrieren können.“ Der einzige längerfristige Ausfall ist Mittelfeldspieler Maximilian Handler, der sich im Spiel gegen Weikersdorf eine schwere Kreuzbandverletzung zuzog, sich aber bereits im Aufbautraining befindet.
Für die Rückrunde richtet sich der Blick nach oben: In der Tabelle liegt Scheiblingkirchen II mit 27 Punkten in Reichweite vor Wiesmath (23 Punkte). Auf den Leistungswillen seiner Spieler kann sich Kaltenbacher verlassen – und das Ziel, ganz vorne anzugreifen, ist klar formuliert. Das Erfolgsrezept bleibt unverändert: Zusammenhalt, Disziplin und der Glaube an den gemeinsamen Weg.