Nach einem durchwachsenen Herbst in der 1. Klasse Süd zieht Wolfgang Hatzl, Co-Trainer des SV Weikersdorf, eine selbstkritische Zwischenbilanz. Der Verein liegt nach 13 Runden mit 16 Punkten auf Rang 11. Die letzten fünf Partien gleichen einer Achterbahnfahrt: Niederlagen gegen den SC Berndorf (3:4), den SV Grünbach (0:1) und den SC Pottenstein (1:2), aber auch starke Auftritte mit Siegen gegen den SC Zöbern (3:0) und den ASK Trumau (2:1). „Wir müssen an der Effizienz arbeiten“, betont Hatzl – ohne die positiven Entwicklungen im Team zu übersehen.

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„Von besonders gut kann man eigentlich nicht sprechen“, sagt Wolfgang Hatzl mit Blick auf die bisherigen Leistungen. „Es gibt in allen Bereichen Verbesserungspotenzial, speziell bei den Ergebnissen. Da waren wir einfach zu wenig effizient, und das müssen wir verbessern.“
Besonders die enge Niederlage auswärts in Pottenstein und die 0:1-Pleite gegen Grünbach haben gezeigt, wie schmal der Grat zwischen einem Punktgewinn und leeren Händen sein kann. Nach 13 Spieltagen steht der Klub weiterhin im unteren Tabellendrittel, doch mit den jüngsten Erfolgen hofft das Team, das Feld wieder von hinten aufzurollen.
Im Kader hat sich während des Herbstes einiges getan. „Ja, es hat Zugänge gegeben“, erklärt Hatzl. Zwei Neuzugänge – darunter ein Spieler aus Oberpetersdorf – haben sich bereits gut integriert und im Training aufgezeigt. Beide sollen langfristig helfen, die Mannschaft breiter aufzustellen.
Daneben gab es auch eine Veränderung im Betreuerstab: „Mein Sohn Christopher Hatzl hat aus beruflichen Gründen sein Amt als Spielertrainer zurücklegen müssen. Als Spieler macht er aber weiter und ich habe an seiner Stelle das Traineramt übernommen.“ Die familiäre Konstellation prägt aktuell die sportliche Leitung in Weikersdorf.
Personell musste die Mannschaft in der Vorbereitung auf die Rückrunde einen Rückschlag hinnehmen. „Ja, es gibt einen Verletzten“, berichtet Hatzl. „Das ist der Maximilian Rottensteiner, der im ersten Testspiel einen Schlüsselbeinbruch erlitten hat und auf unbestimmte Zeit ausfallen wird.“ Abgesehen davon seien nur kleinere Blessuren oder krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen. Sportlich bleibt die Stimmung im Team dennoch positiv: „Momentan ist die Stimmung gut“, betont der Coach.
Auch wenn die Tabellenlage Druck erzeugt, bleibt der Fokus klar auf Arbeit und Zusammenhalt. Der Heimsieg zuletzt gegen Trumau soll als Aufbauhilfe dienen, um in den verbleibenden Spielen vor der Winterpause konstant zu punkten. Hatzl blickt nach vorne: Weikersdorf will „die Effizienz verbessern“ und aus den Fehlern lernen, um im Frühjahr die Wende zu schaffen.