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SV Weikersdorf, Trainer Wolfgang Hatzl: „Wirklich zufrieden bin ich nicht“

SVg Pitten
SV Weikersdorf

Nach dem Duell zwischen Pitten und Weikersdorf in der 1. Klasse Süd zeigte sich Weikersdorfs Trainer Wolfgang Hatzl selbstkritisch und analytisch. Er sprach von einem „zu hohen“ Endstand, lobte die über weite Strecken kompakte Defensividee seiner Mannschaft, benannte aber auch klare Defizite im Umschaltspiel. Prägend waren aus seiner Sicht ein früher Wirkungstreffer aus der Distanz, ein ärgerlicher Fehler kurz vor der Pause, der erkämpfte Anschluss – und zwei späte Konter, die Weikersdorf schließlich zum 1:4 ausbremsten.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Defensivplan, Wirkungstreffer und verpasste Umschaltmomente

„Auf alle Fälle zu hoch“, ordnete Hatzl das Resultat ein und blickte auf eine erste Hälfte, in der Weikersdorf bewusst tiefer stand: Seine Elf agierte aus einer kompakten Ordnung und ließ aus dem Spiel heraus kaum etwas zu. Umso schmerzhafter wog der Auftakt: In der 27. Minute geriet Weikersdorf durch einen „sensationellen Weitschuss“ von Csaba Vachtler mit 0:1 in Rückstand. Kurz vor der Pause unterlief zudem ein Abwehrfehler – sinnbildlich für die Phase, in der im eigenen Übergangsspiel vieles Stückwerk blieb. Nach Ballgewinnen fehlte die Ruhe, der entscheidende Pass kam zu selten an.

Druckphase nach der Pause, Aluminium und der Anschluss

Nach dem Wechsel stellte Weikersdorf um, suchte höher den Zugriff – doch unmittelbar nach Wiederbeginn erhöhte Pitten durch Sarkis Saribekyan auf 0:2 (46.). Die Hausherren blieben im Umschalten gefährlich und trafen in der Folge auch das Aluminium. Dann jedoch übernahm Weikersdorf phasenweise das Kommando, erspielte sich mehrere gute Gelegenheiten. Der verdiente Lohn fiel nach einem ruhenden Ball: Matthias Stögmüller verkürzte in der 73. Minute per Nachschuss auf 1:2. „Zweite Halbzeit hatten wir optisch mehr vom Spiel“, bilanzierte Hatzl, „aber wir haben leider nur ein Tor geschossen.“

Späte Konter, Ausfälle und eine nüchterne Einordnung

Während Weikersdorf auf den Ausgleich drängte, setzten die Gastgeber in der Schlussphase die entscheidenden Nadelstiche: Stefan Mucalica stellte in der 83. Minute auf 1:3, Julian Heger setzte in der 88. Minute mit dem 1:4 den Schlusspunkt. „Zwei Kontertore, die nicht notwendig waren – da haben wir uns defensiv nicht gut verhalten“, ärgerte sich Hatzl, der Pitten insgesamt als „spielstarke Mannschaft“ einstufte.

Erschwerend kam die personelle Lage hinzu: Zwei Sperren (Philipp Brandecker, Manfred Rottensteiner) sowie kurzfristige Erkrankungen (Luka Lalic, Denes-Mahmut Orhan) schwächten die Offensive; zudem fehlt Topstürmer Maximilian Rottensteiner bereits seit Längerem. Der inhaltliche Kompass bleibt für den Coach klar: Stabilität wahren, Umschaltmomente sauberer ausspielen und die Fehlerquote senken – „wirklich zufrieden bin ich nicht.“

1. Klasse Süd: Pitten : Weikersdorf - 4:1 (2:0)

  • 88
    Julian Heger 4:1
  • 83
    Stefan Mucalica 3:1
  • 73
    Matthias Stögmüller 2:1
  • 46
    Sarkis Saribekyan 2:0
  • 27
    Csaba Vachtler 1:0