In der 1. Klasse Süd setzte sich der SK Raika Wiesmath im Nachtrag gegen den ASK Oberwaltersdorf mit 4:1 durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte trafen nach der Pause Josef Schwarz, Johannes Handler, Matthias Eidler und kurz vor Schluss Andras Stieber, für Oberwaltersdorf war nur Daniel Reiner erfolgreich. Trainer David Witteveen sprach von einer dominanten Vorstellung seiner Mannschaft und von einem wichtigen Schritt nach vorne – mit der Hoffnung, „dass wir jetzt befreit aufspielen und die Energie mitnehmen“.
Es war ein Nachspiel, das ab Minute 23 fortgesetzt wurde, und doch legten die Wiesmather von Beginn der Fortsetzung an den Vorwärtsgang ein. Bis zur Pause blieb es beim 0:0, auch weil die Hausherren ihre Überlegenheit noch nicht in Zählbares ummünzten. Gleich nach dem Seitenwechsel fiel der Knoten: In der 50. Minute stellte Josef Schwarz auf 1:0, zehn Minuten danach erhöhte Johannes Handler auf 2:0, ehe Matthias Eidler in der 66. das 3:0 nachlegte. Oberwaltersdorf meldete sich in der 73. durch Daniel Reiner mit dem 3:1 zurück, wirklich ins Wanken geriet Wiesmath aber nicht. In der 88. sorgte Andras Stieber mit dem 4:1 für den Deckel. „Wir haben das Spiel klar dominiert, viele Chancen herausgespielt und sie diesmal auch nützen können“, betonte Coach David Witteveen, der den Dosenöffner klar benannte: „Ausschlaggebend war sicher das 1:0. Da ist uns ein Stein vom Herzen gefallen, danach haben wir befreiter aufgespielt.“
Witteveen hob nicht eine Einzelaktion hervor, sondern die Geschlossenheit. „Es war von allem etwas: eine engagierte Teamleistung mit absolutem Willen. Defensiv haben wir so gut wie nichts zugelassen, und vorne waren wir effizient. Heute konnten wir erstmals vier Tore schießen“, fasste der Trainer zusammen. Dass seine Elf an diesem Abend fest an die drei Punkte glaubte, habe er sehr früh gespürt: „Das Gefühl hatte ich von Anfang an. Die Mannschaft hat mit Herz und Leidenschaft agiert, sie wollte unbedingt den Sieg.“ Genau dieses Auftreten trug das Team über weite Strecken. Das frühe Erfolgserlebnis nach der Pause wirkte wie ein Befreiungsschlag: „Ein Rädchen griff ins andere, deshalb haben wir vier Tore gemacht“, erklärte Witteveen. Aus den Toren von Schwarz, Handler, Eidler und Stieber sprach am Ende die Konsequenz, die dem Team zuletzt öfter gefehlt hatte.
Oberwaltersdorf kam laut Witteveen nur in einem kurzen Abschnitt besser zur Geltung. „In der zweiten Halbzeit gab es fünf bis zehn Minuten, in denen sie ein bisschen Überhand hatten. Das haben wir im Keim erstickt“, sagte der Coach. Auf den Anschlusstreffer von Daniel Reiner zum 3:1 fand Wiesmath noch die passende Antwort – Andras Stieber stellte in Minute 88 auf 4:1. „Es gab nichts, was auf eine Wende hingedeutet hätte“, so Witteveen. Ganz zufrieden war er dennoch nicht: „Wir haben ein Gegentor bekommen, das soll das nächste Mal nicht passieren. Offensiv wollen wir so weitermachen.“ Zum Unparteiischen meinte er: „Es gab keine strittigen Szenen. Der Schiedsrichter war teilweise kleinlich, aber in Ordnung.“ In der Tabelle liegt Wiesmath derzeit auf Rang fünf (29 Punkte), Oberwaltersdorf hält Platz acht (26). Für den Coach zählt nun der Rückenwind: „Ich hoffe, dass das ein Befreiungsschlag war und das Werkel jetzt ins Laufen kommt.“