Ein 4:4-Spektakel in der 1. Klasse Süd: Der SIVAG SC Zöbern und der SC Berndorf teilten sich in einer wilden Partie die Punkte. Berndorfs Obmann Mario Lasinger sprach von einer wechselhaften Begegnung, in der seine Mannschaft „nie aufgegeben“ habe. „Ich bin stolz auf die Jungs, weil sie immer wieder zurückgekommen sind“, sagte er. Nach einer starken Berndorfer ersten Hälfte legte Zöbern nach der Pause zu – am Ende stand ein gerechtes Remis, das Lasinger trotz Zitterns „gern mitnimmt“.

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Die Partie nahm früh Fahrt auf. Zöbern ging nach 16 Minuten durch Bence Jozsef Reizinger mit 1:0 in Führung. „Das 1:0 von Zöbern war super ausgespielt – da haben wir geschlafen“, räumte Mario Lasinger offen ein. Berndorf schüttelte sich kurz und glich in Minute 25 durch Baran Kaplan aus, zur Pause hieß es 1:1. Direkt nach Wiederbeginn legte wieder Reizinger zum 2:1 (46.) vor. Doch Berndorf blieb dran: Kevin Jasari traf zum 2:2 (74.). Es blieb ein Hin und Her – Zöberns Patrick Nagl stellte auf 3:2 (77.), Kaplan konterte prompt zum 3:3 (79.). Als Reizinger in der 84. Minute seinen Dreierpack schnürte und auf 4:3 stellte, roch vieles nach einem Heimsieg. Doch Berndorf kam noch einmal: „Der Freistoß von Baran Kaplan zum 4:4 war sehr schön“, betonte Lasinger zum späten Ausgleich in der 89. Minute und ergänzte: „Ehrlich, alle Tore waren wirklich schön.“
In seiner Analyse blieb Lasinger bodenständig. „In der ersten Halbzeit waren wir klar stärker, nach der Pause war Zöbern stärker“, ordnete der Berndorf-Obmann ein. Unterm Strich könne er mit dem Punkt gut leben: „Zum Schluss müssen wir froh sein, dass wir ein Remis mit nach Hause nehmen konnten.“ Besonders hob er die Moral hervor: „Ich bin stolz darauf, dass sie nie aufgegeben haben und jedes Zöbern-Tor beantwortet haben.“ Gleichzeitig fand er deutliche Worte des Respekts für den Gegner: „Zöbern gehört überhaupt nicht als Letzter oder Vorletzter in diese Klasse. Sie sind wirklich gut, der Stürmer vorne ist sehr stark. Sie stehen kompakt und schießen viele Tore – das Manko ist, dass sie auch viele bekommen. Gehen sie in Führung, müssten sie eigentlich hinten zumachen.“ Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht den Charakter des Spiels: Berndorf hält nach 20 Runden bei 27 Punkten auf Rang sieben, Zöbern sammelt als aktuell 14. mit 17 Zählern einen weiteren wichtigen Punkt ein.
Ganz ohne Gesprächsstoff ging es nicht ab. Lasinger blieb beim Thema Schiedsrichter aber sachlich: „Die Leistung des Schiedsrichters war auf beiden Seiten in Ordnung. Da und dort kann man über Kleinigkeiten reden, aber der Schiedsrichter ist auch menschlich.“ Eine Szene kurz vor Schluss sah er als strittig: „Ob Zöbern da noch einen Elfer hätte bekommen müssen – der Ball ist unserem Spieler erst an den Rücken, dann vielleicht an die Hand gefallen –, das ist streitwürdig.“ Entscheidender war für ihn die Nachspielzeit: „Wenn der Schiedsrichter ein, zwei Minuten früher abgepfiffen hätte, verlieren wir 4:3. Er hat drei Minuten nachspielen lassen, und das war für uns der glückliche Moment, dass wir noch den Ausgleich schießen.“ Sportlich bleibt der Tenor versöhnlich. „Im Grunde genommen ist das Remis in Ordnung“, sagte Lasinger – und schickte ein großes Kompliment hinterher: „Ich bin nur stolz aufs Trainerteam und auf die ganze Mannschaft.“
Mit der gezeigten Moral und Dreifach-Torschütze Kaplan im Rücken will Berndorf die nächsten Aufgaben selbstbewusst angehen, während Zöbern mit Reizingers Dreierpack und viel Offensivpower ebenfalls Zuversicht mitnimmt.