Vor dem Saisonfinish in der 1. Klasse Süd ordnet Trainer Thomas Steiner die Lage beim SC Hochwolkersdorf ein – und klingt zufrieden. „Wir haben trotz zahlreicher Ausfälle gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind“, sagt er. Unabhängig vom letzten Spieltag steht fest: Die Hochwolkersdorfer schließen die Saison in den Top fünf ab, das erklärte Ziel ist damit erfüllt. Gleichzeitig blickt der Coach voraus: junge Spieler greifen, der Kader bekommt im Sommer ein neues Gesicht – und die Vorbereitung soll den nächsten Schritt einleiten.

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Die nüchternen Zahlen geben den Ton vor: 40 Punkte nach 25 Runden bedeuten Rang vier, die Top-fünf-Platzierung steht. Steiner betont, dass der Weg dorthin mit reichlich Gegenwind zu gehen war. „Wir konnten beweisen, dass wir trotz zahlreicher Ausfälle von Leistungsträgern konkurrenzfähig sind. Unabhängig vom letzten Spiel werden wir unter den Top fünf landen – das entspricht unserem Saisonziel. Angesichts der Ausfälle ist das ein sehr gutes Ergebnis, auf das wir stolz sein können.“ Dass die Mannschaft dabei immer wieder junge Kräfte nachgeschoben hat, ist für ihn ein Schlüssel. „Die Weiterentwicklung und Integration der jungen Spieler hat sehr gut funktioniert. Einige mussten zwangsläufig Verantwortung übernehmen – und genau das macht uns zuversichtlich für die neue Saison.“ In der Tabelle pendelte man im Verlauf der Spieltage zwar, zuletzt aber etablierte sich Hochwolkersdorf wieder in der Spitzengruppe.
Steiner spart in der Kaderfrage nicht mit Klartext. „Auf der Fixseite verlässt uns unser Abwehrchef Srdan Tonkovic, weil er kürzertreten möchte. Einer Vereinslegende legt man keine Steine in den Weg – Danke für alles und viel Erfolg in Natschbach.“ Auch Manuel Binder geht. „Er möchte sich den hohen Trainingsumfang in der 1. Klasse nicht mehr antun. Es wäre schade, wenn er ganz aufhört – vielleicht kann ich ihn noch überreden.“ Zudem trennen sich die Wege mit Barnabas Soltesz. „Er hat nicht viel falsch gemacht, aber wir haben es nicht geschafft, ihn so zu integrieren, dass es für alle passt.“ Auf der Haben-Seite rüstet Hochwolkersdorf gezielt nach. „Im Tor wird uns Domenico Frank verstärken. Er wird sich mit Pirmin Peinsipp um das Einserleiberl matchen.“ Dazu kommt Power und Flexibilität im Feld. „Pascal Lindenthal ist im Mittelfeld universell einsetzbar und hat trotz seines jungen Alters schon Erfahrungen unter anderem in der Landesliga sammeln können. Für die Offensive haben wir Rino Zekaj geholt – flexibel, mit Speed und Spielwitz, Zug zum Tor. Moritz Hendling bringt auf der Innenverteidigerposition viel Potenzial mit, Maxi Dorfmeister gibt uns Stabilität im defensiven Mittelfeld.“ Als Puzzleteil mit Wirkung sieht Steiner den Routinier Aykut Tekinsoy: „Er war bei Wiener Neustadt 1b Kapitän, ist ein absoluter Führungsspieler und ein Mentalitätsmonster. Abgesehen von seiner fußballerischen Qualität, wird auch seine Präsenz und Einstellung den jungen Spielern helfen.“
Zum Saisonende meldet Steiner eine Mannschaft, die in Summe zufrieden, aber auch ausgepowert ist. „Im Großen und Ganzen ist die Stimmung sehr gut. Man merkt aber, dass die Luft ein bisschen heraußen ist. Alle sind müde – ich auch. Jetzt kurz Kraft tanken, dann starten wir mit vollem Elan in die neue Saison.“ Personell wird mit Augenmaß gearbeitet. „Christian Kleinrath und Michael Riegler haben wieder Schmerzen im Sprunggelenk. Wir schonen sie bis zum Start. Patrick Wedl kommt nach Kreuzbandriss Schritt für Schritt zurück, hatte schon Minuten in der Kampfmannschaft und in der Zweiten, den bauen wir behutsam auf. Stefan Gelic wird uns bis ins Frühjahr fehlen.“ Sportlich sorgt ein Formstarker für gute Laune. „Elias Meisl hat derzeit einen richtigen Lauf und am laufenden Band genetzt. Die Torquote wird schwer zu halten sein, aber wir wollen, dass er seine Energie mitnimmt.“ In der Vorbereitung bleibt Hochwolkersdorf dem Grundsatz treu. „Wir arbeiten ganzheitlich: Jede Woche Athletik, Taktik und Technik. Mit Wochenthemen – einmal defensiv, einmal offensive, mal Umschaltmomente – schleifen sich unsere Prinzipien schnell ein, auch bei den Neuen.“
Steiner verteilt zum Schluss faire Komplimente – und zeigt, woran sich sein Team messen möchte. „Beeindruckt hat mich die spielerische Stärke und der Spielwitz von Berndorf. Wenn man ihnen einen Meter Raum lässt und sie ins Kombinieren kommen, spielen sie sehr attraktiven Offensivfußball.“ Auch Scheiblingkirchen II hat Eindruck hinterlassen: „Die defensive Kompaktheit und Aggressivität der 1b ist immer wieder sehenswert.“ Den direkten Blick aufs Saisonfinale verbindet Steiner mit Respekt vor einem kämpferischen Gegner: „Zöbern ist im Kampf gegen den Abstieg beherzt und mutig aufgetreten.“ Und an den frischgebackenen Meister gehen wertschätzende Worte: „Grimmenstein hat sich im Frühjahr fast in einen Rausch gespielt. Gratulation zur verdienten Meisterschaft und alles Gute in der Gebietsliga.“ Intern stellt sich Hochwolkersdorf breiter auf. „Die sportliche Leitung teilen sich künftig Lukas Riegler und Thomas Ruthner. Luki kümmert sich um Kaderplanung, Thomas ist öfter am Platz, fungiert als Bindeglied zwischen Jugend und Kampfmannschaft und unterstützt mich im Training.“ Das Ziel bleibt dabei bodenständig und klar: Top fünf gefestigt, Kader klug verjüngt.