In der 1. Klasse Süd meldet sich der SV Weikersdorf mit Rückenwind: Nach einem kleinen Tief hat die Hatzl-Elf in den vergangenen Wochen eine Serie ohne Niederlage hingelegt und kletterte auf Rang fünf. Trainer Wolfgang Hatzl spricht von einer „positiven Entwicklung“ und lobt besonders Ersatzkeeper Michael Ecker. Gleichzeitig bleibt der Blick realistisch: Verletzungen sind überschaubar, im Sommer stehen Ab- und Zugänge an – doch die Stimmung im Verein ist sehr gut und der Plan für die nächste Saison steht.

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Wolfgang Hatzl blickt zufrieden auf die letzten Wochen. „Die zweite Saisonhälfte ist für uns positiv verlaufen. Wir sind gut gestartet, dann hatten wir ein kleines Tief, aber die letzten Wochen waren wieder sehr positiv“, fasst der Trainer zusammen. Entscheidend aus seiner Sicht: Die Mannschaft hat Lehrgeld bezahlt und daraus Nutzen gezogen. „Wir haben unsere Negativerlebnisse gebraucht, aber die Jungs haben die richtigen Schlüsse gezogen und sind stärker geworden. Wir sind seit sechs oder sieben Spielen ungeschlagen. In dieser Zeit haben wir alles gewonnen, bis auf ein Unentschieden.“ Aus dem Auf und Ab ist so ein klarer Trend nach oben geworden – die Mannschaft wirkt stabiler und vertraut mehr auf ihren Plan.
Ein zentraler Punkt der jüngsten Serie liegt ausgerechnet auf einer Problemstelle: im Tor. Stammkeeper Florian Wolf fällt nach einem Handbruch für den Rest der Saison aus. „Florian Wolf hat sich vor einigen Wochen die Hand gebrochen. Er wird diese Saison nicht mehr spielen und wechselt in der nächsten Saison als Tormanntrainer nach Bad Fischau“, erklärt Hatzl. Dass diese Lücke im Frühjahr nicht schmerzte, führt er klar auf den Vertreter zurück: „Sein Vertreter Michael Ecker hat seine Sache ganz hervorragend gemacht.“ Weil Ecker noch einmal zwischen die Stangen rückte, blieb Weikersdorf ruhig, fehlerarm und stabil. „Sonst haben wir aktuell keine gröberen Verletzungen. Kleine Blessuren gibt es immer, aber nichts Dramatisches“, hält der Coach fest.
Auch neben dem Platz herrscht in Weikersdorf Aufbruchstimmung. „Es gibt einige Abgänge und auch Neuzugänge, die uns schon fix zugesagt haben. Ich will derzeit noch nicht allzu viel sagen“, bleibt Hatzl bewusst vage. Umso deutlicher wird er beim Lob fürs Umfeld: „Unser sportlicher Leiter ist sehr bemüht und engagiert. Es schaut danach aus, dass wir auch nächstes Jahr eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung haben werden.“ Die Basis passt: „Die Stimmung ist aktuell sehr gut, in der Mannschaft und im Umfeld. Es herrscht etwas Wehmut, weil uns im Sommer der eine oder andere verlassen wird, aber grundsätzlich ist die Stimmung sehr positiv.“ Strukturell blieb alles ruhig: „Abgesehen davon, dass ich meinen Sohn als Trainer abgelöst habe – das war schon im Winter – gab es keine Veränderung. Alle sind engagiert und positiv gestimmt.“ In der Tabelle steht Weikersdorf derzeit mit 39 Punkten auf Platz fünf – ein sauberes Fundament. Den Maßstab nennt Hatzl beim Blick auf die Konkurrenz: „Grimmenstein hat mit Leistung und Beständigkeit überzeugt und ist völlig zu Recht Meister geworden.“ Genau an dieser Mischung aus Konstanz und Effizienz will Weikersdorf weiter arbeiten – erst für die letzten Spiele, dann mit frischer Energie in die neue Saison.