Zum Abschluss der 1. Klasse Süd trennen sich der Sportclub Pottenstein und der SV Bad Erlach mit 1:1. Bad Erlach führte früh durch Nico Karner (22.), Pottenstein glich kurz nach der Pause durch Arlind Krasniqi (50.) aus. Trainer Mario Pürrer sprach danach von einem starken Auftritt seiner Mannschaft, der an der Effizienz scheiterte: „Wir haben unseren Matchplan sehr gut umgesetzt, aber uns haben die Tore gefehlt.“

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Der Beginn gehörte den Gästen. Bad Erlach setzte das um, was sich das Trainerteam vorgenommen hatte, hielt den Ball vielfach in den eigenen Reihen und kam in der ersten halben Stunde zu Möglichkeiten. Nach 22 Minuten belohnte sich die Pürrer-Elf: Nico Karner stellte auf 0:1. Mit dem knappen Vorsprung ging es auch in die Kabinen. „Wir haben unseren Matchplan sehr gut umgesetzt. In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Spielanteile und sind zu Chancen gekommen“, erklärte Pürrer, schob aber nach: „Manchmal hat die letzte Konsequenz und der letzte Pass gefehlt, damit wir sauber fertig spielen und zu einer Topchance kommen.“ Der Start in Hälfte zwei erwischte Bad Erlach dann unglücklich: Arlind Krasniqi glich in Minute 50 zum 1:1 aus. Danach blieb es offen, doch die Gäste fanden weiterhin Räume.
Aus Sicht der Gäste lag der mögliche Auswärtssieg in der Luft. Pürrer hob besonders die Phase nach der Pause hervor, in der seine Mannschaft immer wieder gefährlich durchkam: „In der zweiten Halbzeit sind wir drei-, viermal aufs Tor gelaufen und haben es verpasst, das Tor zu machen. Wir haben uns das fleißig erarbeitet, leider hat das Tor gefehlt.“ Der Trainer nannte auch die Protagonisten der auffälligsten Angriffe: „Über Samuel Manninger, der uns zweimal von links Richtung Tor gezogen hat, Niklas Schlegel mit der Schussmöglichkeit am Sechzehner und Nico Karner, der von rechts zweimal knapp vorbeizielt – da müssten wir zwei, drei Tore machen.“ Die Botschaft war klar: Bad Erlach hatte mehr vom Spiel, blieb am Drücker, aber ließ die Chancen liegen. Genau diese fehlende Kaltschnäuzigkeit verhinderte am Ende den Dreier.
Trotz des verpassten Siegs zeigte sich Pürrer zufrieden mit der Haltung seiner Truppe – auch, weil es das Saisonfinale war: „Der Wille war da. Es war das letzte Spiel, bei ein paar war die Luft schon ein wenig draußen, aber wir haben den Matchplan sehr gut umgesetzt – nur die Tore fehlen. Daran müssen wir arbeiten.“ Zum Gegner meinte er: „Pottenstein war nicht so aktiv, wie ich sie zuvor gesehen habe. Defensiv hatten wir es gut im Griff.“ Die Leitlinie für Bad Erlach formulierte er deutlich: „Das Wichtigste sind die Grundtugenden. Wenn wir da konsequent arbeiten, defensiv wie offensiv, und uns das Glück erarbeiten, werden wir zu Chancen und zu Toren kommen.“ Ärger gab es auch: „Die Schiedsrichterleistung war sehr schwach, da füge ich keine Worte mehr hinzu“, so Pürrer. Hart trifft den Verein zudem die Verletzung von Filip Alilovic: „Er wird leider lange ausfallen. Das tut unserer Mannschaft und dem ganzen Verein weh. Aber das ist leider Fußball.“ In der Abschlusstabelle rangiert Bad Erlach bei 37 Punkten auf Rang sieben, Pottenstein folgt mit 35 Zählern knapp dahinter. Der Blick geht dennoch nach vorne: „Für unseren Verein ist wichtig, dass alle, die bleiben und dazukommen, fleißig arbeiten. Wir haben ein Grundgerüst. Wenn wir Qualität, Konsequenz und den letzten Willen auf den Platz bringen, werden wir Spaß haben und uns mit Erfolg krönen. Ich freue mich schon auf die kommende Saison und bin jetzt schon motiviert.“