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"Wir sind eine sehr starke Heimmannschaft" – Kronfellner sieht beim SC Berndorf vor allem auswärts Luft nach oben

SC Berndorf

In der 1. Klasse Süd hat sich SC Berndorf mit 39 Punkten aus 26 Spielen auf Rang sechs eingeordnet. Trainer Nico Kronfellner blickt auf eine Saison mit klar erkennbarem Muster zurück: Daheim war seine Mannschaft sehr verlässlich, in der Fremde dagegen blieb einiges liegen. Genau diese unterschiedliche Ausprägung zwischen Heim- und Auswärtsauftritten ist für ihn der zentrale Punkt, wenn es um die Einordnung der vergangenen Monate geht.

Ersatzspieler auf der Bank am Spielfeldrand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Heimstark, auswärts zu wenig Biss

Kronfellner muss nicht lange überlegen, wenn er die bisherige Saison zusammenfasst. "Wir sind eine sehr starke Heimmannschaft", sagt der Trainer, und er untermauert diese Einschätzung gleich mit dem Blick auf die Rückrunde. Zu Hause habe es in diesem Zeitraum "ein Unentschieden und eine Niederlage" gegeben, "sonst haben wir alles gewonnen". Diese Aussage erklärt den Berndorfer Weg ziemlich gut. Der SC Berndorf war am eigenen Platz nur schwer zu biegen und hat dort die Basis für seine 39 Punkte gelegt. Gleichzeitig spart Kronfellner die andere Seite nicht aus. "Auswärts sind wir ziemlich schwach", sagt er klar und ohne Ausflüchte. Für ihn liegt der Unterschied nicht in komplizierten Dingen, sondern in einer Grundfrage der Haltung. "Der nötige Biss und der Siegeswille waren nicht da." Gerade diese offene Einschätzung macht deutlich, wo der Trainer den größten Hebel sieht.

Im Kader tut sich etwas, rundherum bleibt es ruhig

Auch personell gibt es beim SC Berndorf vor dem nächsten Abschnitt ein paar Bewegungen, allerdings keine große Unruhe. Verlassen hat den Verein laut Kronfellner nur ein Spieler: Verteidiger David Petrovic. Auf der Zugangsseite nennt der Trainer zwei Namen, die bereits fix sind. Emilio Kaya kommt von Schwechat und ist ein offensiver Flügelspieler, Kevin Maklad stößt als Außenverteidiger von Eggendorf dazu. Damit versucht der SC Berndorf den Kader punktuell zu ergänzen, ohne einen kompletten Umbau vorzunehmen. Wichtig ist für Kronfellner außerdem, dass es im Trainerteam oder auf Funktionärsebene keine Änderungen gibt. Mit Ante Pusic und Amar Dzafo gebe es zwei angeschlagene Spieler, wobei eine Genesung noch vor Meisterschaftsbeginn in Aussicht stehe. Für eine Mannschaft, die an ihrer Konstanz arbeiten will, sind das keine unwichtigen Voraussetzungen.

Kaplan als Taktgeber, Kysela als verlässlicher Rückhalt

Wenn Kronfellner über die Spieler spricht, die in den vergangenen Monaten herausgestochen haben, wird er konkret. "Baran Kaplan war für mich der rückrundenstärkste Spieler bei uns", sagt er über den neuen Kapitän. Das ist keine kleine Auszeichnung, sondern eine klare Ansage des Trainers, wer der Mannschaft in dieser Phase besonders gutgetan hat. Daneben hebt Kronfellner auch Innenverteidiger David Kysela hervor. "David Kysela hat eigentlich eine tadellose Saison gespielt", sagt der Trainer und betont damit, dass nicht nur vorne oder im kreativen Bereich Akzente gesetzt wurden, sondern auch in der Defensive Verlässlichkeit da war. Den stärksten Eindruck in der Liga hinterließ für ihn allerdings ein anderer Klub. "Der Aufsteiger Grimmenstein natürlich, mit dieser unglaublich starken Offensive", meint Kronfellner. Auch dieser Blick nach außen zeigt, woran sich der SC Berndorf in der Liga misst.

Der nächste Schritt hängt an den Auswärtsspielen

Unterm Strich zeichnet Kronfellner ein nüchternes, aber klares Bild seiner Mannschaft. Die Heimstärke ist da, einzelne Spieler haben sich deutlich aufgedrängt, der Kader wurde ergänzt und das Umfeld bleibt stabil. Trotzdem steht der SC Berndorf nicht ohne Grund auf Rang sechs, sondern genau dort, wo die Mischung aus starker Arbeit zu Hause und zu wenig Konstanz auswärts hingeführt hat. Der Trainer liefert dafür selbst die treffendste Erklärung, wenn er den fehlenden "Biss" und "Siegeswillen" in fremden Stadien anspricht. Für die kommende Phase wirkt die Aufgabenstellung damit ziemlich eindeutig. Der SC Berndorf muss seine gute Basis nicht neu erfinden, sondern vor allem dafür sorgen, dass die Haltung aus den Heimspielen auch auswärts regelmäßiger auf den Platz kommt.