In der 1. Klasse Süd hat SV Weikersdorf am Freitagabend SVg Pitten mit 5:1 besiegt und dabei laut Trainer Wolfgang Hatzl genau nach dem gehaltenen Elfmeter die Kontrolle übernommen. Nach schwierigen Anfangsminuten bog die Heimelf die Partie noch vor der Pause auf ihre Seite, legte kurz nach dem Seitenwechsel das 3:0 nach und ließ den Gästen danach kaum mehr Luft. Am Ende stand ein klarer Heimsieg gegen einen Gegner, dem Hatzl weiter Qualität zuspricht.

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Die Partie begann für SV Weikersdorf alles andere als ruhig. Wolfgang Hatzl sah in den ersten zehn Minuten eine "optische Überlegenheit" der Gäste, die mit vielen hohen Bällen nach vorne arbeiteten und damit dafür sorgten, dass seine Mannschaft tief verteidigen musste. "Wir haben diese Bälle wegverteidigen müssen und dadurch tief gestanden", schilderte der Trainer die Anfangsphase. Viel Ballsicherheit kam aus Sicht des Heimteams in dieser Phase noch nicht auf. Die beste Ausnahme gab es nach drei Minuten, als Mario Cerny alleine vor dem Tor zum Abschluss kam, der Tormann aber stark parierte. Noch heikler wurde es in der zehnten Minute, als SVg Pitten einen Elfmeter zugesprochen bekam. Dass Marco Cech diesen Versuch hielt, war für Hatzl jener Punkt, an dem das Spiel langsam zu kippen begann.
Nach dem überstandenen Elfmeter wurde SV Weikersdorf immer griffiger und fand deutlich besser in die Partie. Hatzl sagte: "Ab dem Zeitpunkt haben wir das Spiel in den Griff bekommen", und genau das war auf dem Platz zu sehen. Die Gastgeber störten früher, kamen zu mehr Ballgewinnen und ließen die Gäste längst nicht mehr so leicht in ihre Aktionen. In der 36. Minute fiel dann das wichtige 1:0 durch Marco Dominkus. Der Trainer sprach von einem "Geniestreich", weil sein Spieler nach einem Fehler im Pittener Spielaufbau an der Strafraumgrenze an den Ball kam und den Tormann sehenswert überlupfte. Nur fünf Minuten später erhöhte Christopher Hatzl auf 2:0. Für den Trainer hätte die Führung zur Pause sogar noch deutlicher sein können, weil es laut seiner Einschätzung zusätzlich einen Lattenschuss, weitere Möglichkeiten und in der 45. Minute noch eine elfmeterreife Szene nach einem Foul an Maximilian Rottensteiner gegeben habe.
Auch nach der Pause blieb SV Weikersdorf das aktivere Team und setzte sehr früh den nächsten Treffer nach. In der 55. Minute traf Maximilian Rottensteiner zum 3:0, und für Wolfgang Hatzl war damit die Vorentscheidung gefallen. "Spätestens mit dem 3:0 kurz nach der Pause war augenscheinlich, dass wir die Partie gewinnen werden", sagte der Trainer. Dabei beließ es seine Mannschaft aber nicht. Mario Cerny stellte in der 64. Minute auf 4:0 und traf in der 77. Minute auch zum 5:0. Gerade dieses fünfte Tor hob Hatzl noch einmal besonders hervor. Maximilian Rottensteiner setzte sich auf der linken Seite mit viel Energie durch, spielte den Ball quer, und Mario Cerny vollendete. Für den Trainer passte diese Szene gut zum gesamten Auftritt, weil seine Mannschaft selbst bei klarer Führung nicht aufhörte, nach vorne zu arbeiten und den Gegner weiter unter Druck zu setzen.
Der Schlüssel zum klaren Heimsieg lag für Hatzl nicht nur in den Toren, sondern vor allem in der Art, wie seine Mannschaft gearbeitet hat. "Wir haben sehr viel Laufarbeit geleistet, immer wieder früh gestört und hohe Ballgewinne gehabt", erklärte er. Dadurch habe man die spielerisch starken Pittener nicht ins Spiel kommen lassen. Hatzl betonte sogar, dass seine Mannschaft auch beim Stand von 4:0 oder 5:0 noch gut vorne draufgegangen sei. Ganz zufrieden war er dennoch nicht, weil Julian Heger in der Nachspielzeit noch das 5:1 erzielte. "Das späte Gegentor war nicht wirklich notwendig, darüber werden wir reden müssen", sagte der Trainer. Am großen Bild änderte das aber nichts. Hatzl sieht SVg Pitten weiterhin als Titelanwärter, und genau deshalb wertete er den Abend besonders hoch. "Wenn man einen Titelanwärter so klar besiegt, gibt es nicht allzu viel zu bemängeln", sagte er. Mit sechs Punkten aus zwei Spielen steht SV Weikersdorf damit weiter ganz vorne dabei.