In der 1. Klasse Waldviertel feierte der ESV Schwarzenau einen klaren 5:1-Auswärtssieg beim FC Autohaus Hörmann Heidenreichstein. Nach einem 2:0 zur Pause legten die Gäste nach dem Seitenwechsel noch dreimal nach und ließen hinten lange wenig zu. Obmann Andreas Dorr hob die Geschlossenheit hervor: "Die mannschaftliche Geschlossenheit war entscheidend." Dem späten Ehrentreffer der Hausherren waren zuvor bereits fünf sauber herausgespielte Tore und ein konzentrierter Auftritt über die volle Distanz vorausgegangen.

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Schwarzenau tastete sich zunächst heran, hatte laut Obmann Dorr aber schon früh die Partie im Griff. "Wir hatten um die 15. Minute die erste Großchance, als Ondrej Brusch alleine auf den gegnerischen Tormann zulief. Die wurde vergeben. Im Gegenzug hatte Heidenreichstein eine gute Möglichkeit, aber Marvin Pichler konnte abwehren", schilderte er den Auftakt. Danach fanden die Gäste den Durchbruch: In Minute 19 stellte Ondrej Brusch auf 0:1, zehn Minuten später erhöhte derselbe Angreifer auf 0:2 (30.). Für Dorr war vor allem der Opener spürbar befreiend: "Das wichtigste Tor war natürlich das 1:0. Da hat man gleich gemerkt, es geht einiges leichter." Er verknüpfte die Treffer mit starker Vorarbeit über die Flügel: "Das waren tolle Einzelaktionen von Josef Stransky, der jeweils quergelegt hat auf Brusch, der dem Tormann keine Chance ließ." Mit der 2:0-Führung im Rücken brachte Schwarzenau das Spiel zur Halbzeit konzentriert nach Hause und hatte mehr Ruhe im Aufbau, während Heidenreichstein zwar dranblieb, aber bis zur Pause keinen Anschluss schaffte (45., 0:2).
Nach dem Seitenwechsel blieb der ESV am Drücker und nutzte die Räume eiskalt. In der 56. Minute traf Tomas Filipek zum 0:3, wenig später legte er das 0:4 nach (63.). Dorr ordnete die Tore ein: "Das 3:0 war ein toller Lochpass von Tobias Elsigan auf Filipek, der dann abgeschlossen hat. Beim 4:0 war es ein prima Querpass von Brusch auf Filipek." In Minute 75 setzte Thomas Zach alleine im Strafraum das 0:5 drauf – auch dieses Tor hatte Dorr sofort präsent: "Am Ende war der Thomas Zach im Sechzehner frei und hat dem Torwart wieder keine Chance gelassen." Heidenreichstein hielt trotz des Rückstands anständig dagegen und kam in der Schlussphase durch Lukas Flicker noch zum 1:5 (84.). Dorr zollte Respekt: "Heidenreichstein hat gut dagegengehalten und war bis zum Schluss fair. Nach dem 2:0 hat man aber gemerkt, dass sie ein bisschen nachgelassen haben und leicht resigniert haben."
Was den Ausschlag gab, fasste der Obmann in wenigen Worten zusammen: "Ich glaube einfach, dass Schwarzenau das schon mehr wollte – super Offensivleistung sowie auch eine tolle Defensivleistung. Also eine geschlossene Mannschaftsleistung." Besonders gefiel ihm die Arbeit gegen den Ball und das Miteinander: "Sehr gut funktioniert hat, dass jeder für den anderen gelaufen und gearbeitet hat." Ganz ohne Hausaufgaben fährt man dennoch nicht heim: "Luft nach oben ist sicher bei der Effizienz. Wir müssen die Torchancen noch besser nutzen und vielleicht ein bisschen ruhiger an das Ganze rangehen." Auch der Unparteiische bekam eine faire Einordnung: "Zu Beginn war er vielleicht etwas kleinlich und hat manchmal zu schnell Gelb gezückt, aber im Großen und Ganzen war das okay."
Mit nun 26 Punkten liegt Schwarzenau auf Rang 10, Heidenreichstein hält bei 17 Zählern auf Platz 13. Für die nächsten Runden lautet das Ziel, die heute gezeigte Kompaktheit zu bestätigen – mit der Ruhe am Ball, die Dorr einfordert, und der Konsequenz, die sich auch im Spielbericht zeigt: Doppelpacker Ondrej Brusch, Doppelpacker Tomas Filipek, dazu Torschütze Thomas Zach; für die Gastgeber traf Lukas Flicker.