In der 1. Klasse Waldviertel feierte der ESV Schwarzenau am Samstag einen 3:0-Heimsieg gegen den SV Waldhausen (NÖ). Zur Pause stand es noch 0:0, danach legten die Hausherren merklich zu und machten die Partie mit drei Treffern zu. Obmann Andreas Dorr sprach von einem Dosenöffner durch das 1:0 und einer starken zweiten Hälfte seiner Mannschaft. Insgesamt lobte er eine stabile Defensive und viele sauber herausgespielte Chancen.

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Die ersten 45 Minuten liefen ohne Tore und weitgehend auf Augenhöhe. „Die erste Hälfte war ziemlich ausgeglichen, beide Mannschaften waren noch eher verhalten“, beschrieb Obmann Andreas Dorr den Auftakt. Nach dem 0:0 zur Halbzeit kippte das Spiel schnell. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn stellte Georg Nigischer in der 49. Minute auf 1:0 – der Startschuss für die stärkere Phase der Gastgeber. „Nach der Halbzeit ist Schwarzenau deutlich aktiver aus der Kabine gekommen, mit dem 1:0 ist es leichter gegangen und wir waren dann spielbestimmend“, so Dorr. Schwarzenau blieb am Drücker, Josef Stransky legte in Minute 65 zum 2:0 nach. Spätestens mit dem 3:0 durch Tobias Elsigan in der 72. Minute war der Deckel drauf. Als entscheidenden Hebel sah Dorr vor allem den Führungstreffer: „Das 1:0 war der Dosenöffner.“
In seiner Analyse blieb Dorr bei klaren Schwerpunkten. Vor allem die Arbeit gegen den Ball gefiel ihm: „Defensiv sind wir sehr sicher gestanden und haben kaum Torchancen zugelassen.“ Genau diese Ruhe hinten heraus gab den Gastgebern aus seiner Sicht den Schwung für vorne: „In der Offensive haben wir befreit aufgespielt und wieder zahlreiche Chancen erspielt.“ Trotz des 3:0 fand er einen Punkt, an dem die Mannschaft noch schrauben kann: „In der Chancenauswertung können wir noch ein bisschen zulegen, das ist Jammern auf hohem Niveau.“ Der Dreier gegen Waldhausen war in seiner Lesart kein Zufall, sondern das Ergebnis einer geduldigen ersten Hälfte und einer klaren Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel, in der die Mannschaft ihre Spielkontrolle in Tore ummünzte.
Respekt zollte Dorr auch dem Gegner. „In der ersten Hälfte waren sie ebenbürtig und hatten zeitweise vielleicht sogar etwas mehr Spielanteile, nach der Pause war es dann eine klare Sache“, ordnete er ein. Zum Rahmen meinte er: „Es gab keine strittigen Situationen, der Schiedsrichter hat das souverän geleitet.“ In der Tabelle hält Schwarzenau nach diesem Erfolg bei 29 Punkten und liegt aktuell auf Rang acht, Waldhausen hält bei 25 Zählern auf Platz elf. Mit dem klaren Sieg, drei unterschiedlichen Torschützen und einer sattelfesten Defensive hat Schwarzenau eine runde Antwort geliefert. Dorrs Wunsch für die nächsten Wochen ist simpel und bodenständig: auf dieser Stabilität aufbauen, die gute Spielanlage beibehalten und vor dem Tor noch einen Tick konsequenter werden.