Spielberichte

SV Kirchberg/Walde dreht Partie nach 0:1: „Das Gegentor hat uns wachgerüttelt“

SV Kirchberg/Walde
USV Brand-Nagelberg

In der 1. Klasse Waldviertel feierte der SV Kirchberg/Walde am Samstag einen 3:1-Heimsieg gegen den USV Brand-Nagelberg. Nach dem frühen 0:1 fand Kirchberg über Zweikampf, mehr Aggressivität gegen den Ball und besseren Zugriff in der Mitte ins Spiel, drehte noch vor der Pause und legte spät nach. Trainer Daniel Glaser sprach von einem nötigen Wachrüttler, lobte Willen und Einsatz, sah aber im Spielaufbau sowie im Umschalten klaren Verbesserungsbedarf.

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

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Schwieriger Start, dann die Wende

Der Auftakt verlief aus Sicht der Hausherren holprig. „Wir haben sehr schwer in die Partie gefunden. Es waren viele Fehlpässe und Annahmefehler“, erklärte Trainer Daniel Glaser. Folgerichtig ging Brand-Nagelberg nach 25 Minuten durch Leon Schmid mit 0:1 in Führung. Genau dieses Gegentor stellte beim SVK die Weichen. „Nach dem 1:0 sind wir wach geworden, waren aggressiver gegen den Ball und haben die Mitte besser im Griff gehabt“, so Glaser. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Joel Nowak stellte in der 35. Minute auf 1:1. Kurz darauf war die Wende perfekt, als Oleh Kvych in Minute 41 das 2:1 besorgte. „Vor der Halbzeit haben wir das Spiel verdient gedreht“, meinte der Coach zufrieden. Mit dieser Führung ging es auch in die Kabinen, und die Gastgeber hatten die Partie nun besser unter Kontrolle.

Spät den Deckel drauf und viel Lob vom Coach

Nach Wiederbeginn blieb Kirchberg konzentriert und stabil, ohne unnötiges Risiko. Der Gegner lauerte weiter, doch Glaser gefiel die Arbeit gegen den Ball: „Mit der Defensivleistung war ich sehr zufrieden.“ Nach vorne trug die Geduld am Ende Früchte. In der 87. Minute machte Sebastian Schrammel mit dem 3:1 alles klar und besiegelte den Heimsieg. Glaser hob zudem die Qualität der Angriffe hervor: „Unsere Tore waren sehr schön herausgespielt.“ Entscheidend war für ihn aber vor allem die Haltung seiner Elf: „Unsere Stärke war heute der Wille, der Einsatz und der Glaube daran, das Spiel zu drehen. Es waren am Ende verdiente drei Punkte.“ Damit belohnte sich Kirchberg für die klare Steigerung nach dem Rückstand und die geschlossenere Vorstellung ab der Mitte der ersten Hälfte.

Gegner, Schiri und die Hausaufgaben

Im Rückblick ordnete Glaser den Auftritt auch mit Blick auf Gegner und Verbesserungen ein. „Es ist immer schwierig, gegen den Tabellenletzten zu spielen. Da ist die Kopfsache dabei“, sagte er über Brand-Nagelberg, aktuell Schlusslicht. „Der Gegner hat das sehr gut gemacht, ist tief gestanden und hat auf seine Chancen gewartet. Wir haben gut dagegengehalten.“ Baustellen benennt der Trainer trotz des Sieges klar: „Im Spielaufbau und im Umschaltspiel haben wir Potenzial. Wir haben nicht mit der Geschwindigkeit umgeschaltet, die sonst unsere Stärke ist.“ Auch zum Schiedsrichter fand er nüchterne Worte: „Es gab einige strittige Szenen. Bei dem einen oder anderen Foul hätte früher eine Karte geholfen, sonst hat alles gepasst.“ Abschließend verteilte Glaser ein Gesamtlob: „Es war eine Mannschaftsleistung, großes Lob an die Torschützen und auch an die Assistgeber.“ Der SV Kirchberg/Walde hält nach Runde 23 bei 31 Punkten und rangiert als Achter im Mittelfeld.

1. Klasse Waldviertel: Kirchberg/Walde : Brand-Nagelberg - 3:1 (2:1)

  • 87
    Sebastian Schrammel 3:1
  • 41
    Oleh Kvych 2:1
  • 35
    Joel Nowak 1:1
  • 25
    Leon Schmid 0:1