In der 1. Klasse Waldviertel musste der USC Schweiggers beim Auswärtsspiel beim USV Gastern eine 0:2-Niederlage hinnehmen. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschieden zwei Standards nach der Pause, beide Male traf Martin Jasansky. Schweiggers ließ zuvor beste Möglichkeiten aus und bekam beim Eckball die Zuordnung nicht hin. Gastern nutzte die ruhenden Bälle eiskalt – aus Sicht der Gäste ein Spiel, in dem man viel investierte, sich aber nicht belohnte.

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Lange Zeit war es das erwartete enge Duell im Waldviertel: viel Arbeit, wenig Ertrag. Zur Halbzeit stand es 0:0, Schweiggers hatte nach eigener Einschätzung die klareren Möglichkeiten, brachte den Ball aber nicht über die Linie. Gleich nach Wiederbeginn kippte das Match. In Minute 52 segelte ein Eckball in den Strafraum, die Zuordnung passte nicht – Martin Jasansky köpfte freistehend zum 1:0 ein. „Beim Eckball hat die Zuordnung nicht gepasst, der Torschütze kam frei zum Kopfball“, schilderte der Sportliche Leiter Thomas Reif. Elf Minuten später legte Gastern nach: Wieder war es Jasansky, diesmal per Freistoß. „Ein sehr guter Freistoß, der nicht wirklich haltbar war“, so Reif. Damit stand es nach 63 Minuten 2:0 – die Vorentscheidung.
Aus Gästesicht war der Knackpunkt klar. „Der Knackpunkt war definitiv das 1:0 nach dem Eckball. Davor hatten wir ein, zwei Riesenchancen, die wir nicht gemacht haben“, erklärte Reif. Er betonte, dass sein Team lange das aktivere war: „Wir haben von der ersten Minute an das Spiel kontrolliert, wir haben uns genug Chancen herausgespielt.“ Was fehlte, war die Konsequenz im Abschluss. Nach dem Rückstand und dem schnellen 2:0 ging der Faden verloren. „Nach dem 1:0, spätestens nach dem 2:0, waren wir im Angriff ideenlos. Wir konnten uns keine weiteren Chancen herausspielen und wussten nicht, wie wir noch agieren sollen.“ Positiv nahm Reif dennoch mit, dass das Verteidigen über weite Strecken und das Flügelspiel grundsätzlich gut funktioniert haben – nur Zählbares sprang nicht heraus.
Bei allem Ärger über die vergebenen Chancen sparte Reif nicht mit Anerkennung für den Gegner. „Gastern hat sehr viel individuelle Qualität. Der zweifache Torschütze ist für mich einer der besten Spieler der Liga“, sagte der Sportliche Leiter und verwies zudem auf die starken Legionäre im USV-Dress, „die das Spiel bestimmen können“. Auch zur Spielleitung fand er klare Worte: „Der Schiedsrichter hat eine souveräne Leistung geboten.“ In der Tabelle nach Runde 23 liegt Gastern auf Rang vier, Schweiggers auf Rang elf. Die Lehre des Abends ist deutlich: Standards konsequenter verteidigen und die eigenen Chancen verwerten. „Wir haben keine Tore gemacht“, fasste Reif nüchtern zusammen – daran will Schweiggers in den nächsten Einheiten arbeiten.