In der 24. Runde der 1. Klasse Waldviertel holte der SV Kirchberg/Walde beim 1. SV Vitis ein 2:2. Nach der Führung durch Michal Niederle und dem prompten Ausgleich von Martin Skoda brachte Jan Krejci Vitis spät 2:1 voran, ehe Bastian Weixelbraun kurz vor Schluss den Punkt rettete. Trainer Daniel Glaser sprach von einem gerechten Remis, lobte Defensive und Umschaltspiel und haderte mit der Chancenverwertung sowie dem aus seiner Sicht unglücklich abgefälschten 2:1.

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Kirchberg erwischte in Vitis den besseren Moment und ging nach 23 Minuten durch Michal Niederle 1:0 in Front. Der Jubel war kaum verklungen, da schlug Vitis zurück: Martin Skoda stellte in Minute 25 auf 1:1, mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Das passte zum Bild, das Daniel Glaser vom Abend zeichnete: „Das Spiel war einigermaßen ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten. Teilweise hatte Vitis ein Chancenplus, dann wieder wir mit besseren Phasen.“ Als Jan Krejci in der 82. Minute das 2:1 für die Hausherren erzielte, schien die Partie zu kippen – für Glaser „ein unglückliches Gegentor, weil der Schuss abgefälscht war“. Seine Elf blieb aber dran und belohnte sich spät: In Minute 88 drückte Bastian Weixelbraun den Ball zum 2:2 über die Linie – ein Ausgleich, der laut Glaser „nach einer super ausgespielten Aktion und einer starken Einzelaktion“ zustande kam.
Der Punkt in Vitis war aus Kirchberger Sicht kein Zufall, sondern das Ergebnis eines klaren Plans. „Wir haben heute sehr gut defensiv gespielt, sind kompakt gestanden und haben nicht viel zugelassen. Die Taktik ist sehr gut aufgegangen“, betonte Glaser. Besonders angetan war er von den Momenten nach Ballgewinn: „Sehr gut gefallen hat mir unser Umschaltspiel mit Tempo in die Spitze. Da hatten wir ein, zwei, drei gute Chancen, leider haben wir zu wenig rausgeholt.“ Genau dort setzt seine Kritik an: „Die Chancenverwertung müssen wir verbessern. Da hätten wir mindestens ein, zwei Tore machen müssen.“ Was ihm ebenso wichtig war: die Haltung. „Wir waren kampfstark, haben keinen Zweikampf aufgegeben und beim Rückstand nicht nachgelassen. Wir haben an unsere Chance geglaubt – trotz einiger Ausfälle – und noch einen Punkt mitgenommen.“ Diese Kombination aus Disziplin, Tempo nach vorne und Beharrlichkeit trug das Team durch eine Partie, in der Kleinigkeiten entschieden.
Nach dem Schlusspfiff fand Glaser klare Worte für den Gegner. „Vitis hat so gespielt wie erwartet: defensiv stark, kampfstark und offensiv sehr präsent – immer torgefährlich durch Dominik Sibal. Vitis ist ein sehr gutes Team, mit einer guten Mischung aus Legionären und eigenen Spielern.“ Auch zum Unparteiischen blieb der Ton sachlich: „Im Großen und Ganzen war alles okay. Ein, zwei Situationen hätte man vielleicht früher ahnden können, aber sonst war alles gut.“ Der Zähler beim Tabellenzweiten bestätigt Kirchbergs Kurs und hält die Mannschaft im dichten Mittelfeld der Liga. Für die restlichen Runden ist die Marschroute klar: Stabil bleiben und vorne zulegen. Die eigenen Schwerpunkte hat Glaser benannt – Kompaktheit beibehalten, Umschaltmomente nutzen und die Abschlüsse konsequenter verwerten. Mit dieser Mischung hat sein Team in Vitis bewiesen, dass es auch auswärts gegen starke Gegner bis zur letzten Minute zupacken kann.