In der 1. Klasse Waldviertel setzte sich der USV Raxendorf daheim klar mit 5:1 gegen den USV Kautzen durch. Ein Blitzstart und eine kontrollierte zweite Halbzeit legten den Grundstein, zur Pause stand es 3:1. Trainer Gerd Hofbauer sprach von einer kompakten Defensive, eiskalten Stürmern und einem verdienten Heimsieg – nach verspätetem Anpfiff wegen Gewitter und Starkregen. „Spätestens mit dem 3:1 war das Spiel gelaufen“, ordnete der Coach den Auftritt nüchtern ein.

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Schon vor dem Anpfiff war klar: Einfach wird das nicht. „Beim Aufwärmen ist ein heftiges Gewitter drübergezogen, wir haben verspätet angepfiffen“, schilderte Gerd Hofbauer die Bedingungen. Seine Mannschaft war trotzdem hellwach. Nach drei Minuten stellte Jakub Kosorin auf 1:0, in Minute sieben legte Martin Jurina das 2:0 nach. „Wir sind stark in die Partie gestartet, dann haben wir kurz den Faden verloren“, sagte Hofbauer. Kautzen kam tatsächlich heran: Daniel Kainz verkürzte in der 33. Minute – „eher ein Kunstschuss“, wie der Raxendorf-Coach es nannte. Umso wichtiger aus Heimsicht die Antwort vor dem Pausenpfiff: Lukas Bayerl traf in Minute 39 zum 3:1. „Spätestens mit dem 3:1 war es meiner Meinung nach gelaufen. Wir haben hinten sehr wenig zugelassen und sind vorne drangeblieben“, so Hofbauer.
Raxendorf kam kontrolliert aus der Kabine und nahm das Heft gleich wieder in die Hand. In der 52. Minute stellte Marek Pittner auf 4:1, nach 66 Minuten schraubte Jakub Byma das Resultat auf 5:1 – die Entscheidung war endgültig gefallen. „Wir waren sehr kompakt in der Defensive und haben unser Spielsystem ein bisschen verändert“, erklärte Hofbauer. „Ich habe mit zwei jungen Verteidigern gespielt, die ihre Sache wirklich gut gemacht haben.“ Der Trainer hob zudem die Effizienz im Angriff hervor: „Vorne haben wir einen Stürmer, der die Bälle gestern sensationell verwertet hat, hohe Bälle gut angenommen und klug abgelegt hat. Unsere Offensivabteilung hat ihre Qualität diesmal über neunzig Minuten gezeigt – wir waren für Kautzen schwer zu kontrollieren.“
Bei allem Jubel blieb Hofbauer selbstkritisch. „Wir werden auf alle Fälle an der Bewegung ohne Ball arbeiten. Wir spielen oft sehr sicher von hinten raus, da fehlen im Mittelfeld manchmal die Anspielstationen“, sagte er und kündigte Einheiten im taktischen und läuferischen Bereich an. Den Gegner nahm er ausdrücklich ernst: „Kautzen ist nach dem frühen 0:2 nicht eingeknickt, sie haben weitergekämpft. Das ist eine kompakte, starke Mannschaft – so leicht war es nicht, wie das Ergebnis klingt.“ Auch die Unparteiischen bekamen Anerkennung: „Das Schiedsrichtergespann hat es souverän gelöst.“ Besonders stolz zeigte sich Hofbauer auf die Stimmung im Verein: „Die Stimmung ist toll. Wir haben einen starken Kader, wir rotieren – und jeder zieht mit, auch wenn er einmal in der U23 spielt oder auf der Bank sitzt.“ Apropos Nachwuchs: „Die U23 hat gegen eine starke Kautzen-U23 einen Punkt geholt – wir sind auf dem richtigen Weg.“ In der Tabelle steht Raxendorf aktuell auf Rang vier (37 Punkte), Kautzen hält bei 30 Zählern – der Auftritt am Wochenende unterstrich, warum die Heimischen in der Spitzengruppe mitreden können.