In der 1. Klasse Waldviertel holte der SV Albrechtsberg gegen den SV Kirchberg/Walde zunächst die frühe Führung, am Ende stand aber ein 1:3. Nach Janaks Treffer in Minute 3 antwortete Kirchberg mit einem Doppelpack von Kvych und einem Elfmeter von Niederle. Trainer Daniel Glaser sprach von „Kaltschnäuzigkeit“ und davon, dass der Plan mit schnellen Umschaltmomenten auswärts aufgegangen ist. Sein Team habe sich nach dem Startschock schnell gefangen, das Kommando übernommen und die Partie gedreht.

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Der Abend begann für Kirchberg mit einer kalten Dusche: Bereits in Minute 3 stellte Martin Janak auf 1:0 für Albrechtsberg. Daniel Glaser nahm es als Weckruf wahr. „Wir sind schwer ins Spiel gekommen, waren am Anfang zu weit weg“, schilderte der Kirchberg-Trainer. „Nach dem Gegentor waren wir sofort wach und haben versucht, das Spiel an uns zu reißen. Wir haben keine Zeit vergeudet.“ Und tatsächlich fanden die Gäste immer besser hinein, suchten konsequent die Tiefe und belohnten sich: In der 25. Minute traf Oleh Kvych zum 1:1. Zur Pause stand es leistungsgerecht 1:1, weil Kirchberg nach zähem Beginn klar griffiger wurde und mehr vom Spiel hatte.
Nach Seitenwechsel blieb Kirchberg am Drücker und setzte genau auf das, was Glaser angekündigt hatte: Tempo, Tiefe, der letzte Pass. „Die Situationen sind aus sehr gutem Kombinationsspiel und einem schnellen Spiel in die Tiefe mit einem sehr guten letzten Pass entstanden“, erklärte er. Folgerichtig schnürte Oleh Kvych in Minute 65 seinen Doppelpack zum 1:2. Spätestens als Michal Niederle in der 78. Minute per Elfmeter auf 1:3 stellte, war der Auswärtssieg eingetütet. „Der Elfmeter war gerecht und wurde sehr gut verwertet. Für Michal freut es mich sehr, da es sein Abschiedsspiel war – ein Tor zum Abschluss ist immer schön“, sagte Glaser sichtlich zufrieden über den Routinier.
Glaser legte nach der Partie offen, warum sein Team an diesem Abend die Oberhand behielt. „Der entscheidende Unterschied war die Kaltschnäuzigkeit. Wir haben bis auf ein, zwei Situationen unsere Chancen verwertet und auswärts gut auf Konter gespielt. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, so der Coach. Ganz ohne Kritik wollte er seine Elf aber nicht entlassen: „Luft nach oben sehe ich beim Umschaltspiel sowie bei Ballannahmen und Mitnahmen. Insgesamt waren wir aber stets wach.“ Für den Gegner fand Glaser respektvolle Worte: Albrechtsberg sei offensiv stark, mit viel Bewegung und ständiger Anspielbarkeit – besonders die Achse um Martin Janak, Petr Matousek und Lukas Kania. „Defensiv hatten sie etwas Probleme mit unserem Umschaltspiel“, ergänzte er. Zur Leitung des Unparteiischen meinte er: „Großteils war das sehr in Ordnung, es hat alles gepasst.“ Ein besonderes Anliegen war ihm der Dank an die Anhänger: „Albrechtsberg ist ja doch nicht gleich um die Ecke. Unsere Fans haben uns die ganze Saison über lautstark unterstützt. Ein Verein ist die Mannschaft, das Trainerteam, die Fans – bei uns in Kirchberg ist der Zusammenhalt groß. Ich hoffe, das geht so weiter.“ In der Tabelle liegen beide Teams mit 35 Punkten eng beisammen, Kirchberg knapp vor Albrechtsberg – ein passender Schlusspunkt hinter einem starken Auswärtsauftritt.