Im Duell der 1. Klasse West-Mitte zwischen TSU Förthof Hafnerbach und USV Eichgraben setzte sich der Gast mit 3:0 durch. Nach einer torlosen, harten ersten Halbzeit entschieden die Eichgrabener die Partie nach der Pause: Oleh Yelets traf nach einem Eckball, Fabio Hickersberger legte nach, Kornelius Hess machte den Deckel drauf. Trainer Novak Vucic sprach von einer starken zweiten Hälfte und betonte: „Ab der 60. Minute hatten wir viel mehr Raum.“

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Beide Teams gingen konzentriert in die Partie – von Beginn an war es ein zähes Ringen um jeden Meter. Novak Vucic fasst die ersten 45 Minuten klar zusammen: „Von Anfang an waren beide Mannschaften sehr konzentriert. Keiner hat aufgemacht.“ Gerade in den Zweikämpfen ging es zur Sache, ohne dass sich echte Torchancen häuften. „Es war eine ausgeglichene erste Halbzeit mit vielen Zweikämpfen. Beide haben viel probiert, aber es ist in der ersten Halbzeit keinem gelungen“, so der Eichgraben-Coach. Das 0:0 zur Pause passte zum Bild: viel Einsatz, wenig Risiko, kein Durchkommen. Genau dieses geduldige Warten auf den Moment sollte sich nach dem Seitenwechsel bezahlt machen, denn Eichgraben kam spürbar zielstrebiger aus der Kabine und nutzte bald die erste große Gelegenheit.
Der Dosenöffner fiel kurz nach Wiederbeginn – und er kam aus einer Standardsituation. In Minute 57 brachte ein Eckball die Führung: Oleh Yelets stellte auf 0:1. Vucic beschreibt den Knackpunkt so: „Aus einer Standardsituation ist uns in der 57. Minute das 1:0 gelungen – Eckball, Oleh Yelets steht gut und schiebt den Ball rein.“ Danach bekam seine Mannschaft genau jene Räume, die sie gesucht hatte. „Ab der 60. Minute hatten wir viel mehr Raum und konnten unsere Aktionen besser durchsetzen“, erklärte der Trainer. Das 0:2 in der 80. Minute war dann einer für die Galerie: „Das zweite Tor war wunderschön. Wir haben uns über die rechte Seite mit mehreren Pässen durchgespielt. Turan Aydin hat nicht geschossen, sondern noch einmal auf Fabio Hickersberger quergelegt – und er trifft genau.“ Spätestens als Kornelius Hess in der 85. Minute auf 0:3 stellte, war die Sache entschieden.
Der Eichgraben-Coach hob nach dem Schlusspfiff drei Dinge hervor: Stabilität, Kontrolle und Konzentration. „Defensiv haben wir wieder sehr gut gestanden und die Kontrolle über das gesamte Spiel gehabt. Wir waren bis zum Schluss konzentriert und haben auf das Resultat gespielt“, bilanzierte Vucic. Gleichzeitig fand er anerkennende Worte für Hafnerbach: „Der Gegner war sehr stark und hart in den Zweikämpfen. Besonders in der ersten Halbzeit haben sie gut kombiniert, flach durch die Linien gespielt. Eine gute, sehr starke Mannschaft.“ Auch der Unparteiische bekam ein Sonderlob: „Eine der besten Leistungen eines Schiedsrichters, die ich bisher gesehen habe. Sehr ruhige Art, er hat die Partie super geleitet.“ Mit dem klaren Auswärtssieg untermauert Eichgraben seine Position im Spitzenfeld; laut Tabelle steht der USV auf Rang drei (41 Punkte) – und will diesen Schwung in die nächsten Wochen mitnehmen. „Der Unterschied lag in der zweiten Halbzeit“, sagte Vucic, „weil wir da mehr Raum hatten und uns leichter bis in den gegnerischen Sechzehner lösen konnten.“