Spielberichte

Helmut Marschik (Trainer FC Kapelln): „Kein Leckerbissen, aber die drei Punkte zählen“

ATSV Schönfeld/T.
FC Kapelln

In der 1. Klasse West-Mitte setzte sich der FC Kapelln beim ATSV Schönfeld/T. mit 1:0 durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschied ein Treffer kurz nach der Pause die enge Partie. Kapelln-Trainer Helmut Marschik sprach von einem „offenen Spiel auf einem schweren Platz“, in dem „am Ende das eine Tor den Ausschlag gegeben“ habe. Torschütze war Jakob Nentwich, der in Minute 52 traf. „Kein Leckerbissen, aber wir haben die drei Punkte geholt“, hielt Marschik fest.

Ball auf Rasen im Tor im Hintergrund

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Schwieriger Platz, offene erste Hälfte und viel Respekt für Schönfeld

Vom Anpfiff weg entwickelte sich das Duell zu einem zähen Ringen, in dem beide Mannschaften ihre Momente hatten. „Es war ein offenes Spiel, ein schweres Spiel zum Spielen aufgrund des Platzes. Dort ist es sehr schwer, den Ball laufen zu lassen“, erklärte Helmut Marschik. Der Coach lobte den Gegner ausdrücklich: „Schönfeld hat das taktisch sehr gut gemacht, sie sind hinten kompakt gestanden und hatten auf ihrem Platz natürlich den Vorteil.“ Kapelln fand zwar immer wieder Wege nach vorne, doch auch der ATSV kam zu guten Möglichkeiten. „In der Halbzeit hätte es 2:2 stehen können, jede Mannschaft hatte zwei Top-Chancen“, so Marschik. Dass zur Pause dennoch 0:0 auf der Tafel stand, passte zum Bild einer ersten Hälfte, in der es eng zuging und niemand entscheidend davonziehen konnte.

Der Moment des Spiels: Nentwich trifft nach schnellem Umschalten

Das goldene Tor fiel unmittelbar nach der Pause. In der 52. Minute schloss Jakob Nentwich einen schnellen Kapellner Angriff zum 0:1 ab. Marschik schilderte die Szene als die eine Kombination, die auf dem holprigen Geläuf funktionierte: „Wir haben hinten den Ball gewonnen und dann mit wenigen Kontakten schnell gespielt. Ein Pass prallte, der nächste ging in die Tiefe – und Nentwich hat gesehen, dass der Tormann höher steht und den Ball über ihn ins Tor geschossen.“ Am Ende blieb die Kernaussage: „Der Unterschied war, dass wir das eine Tor gemacht haben und hinten die Null gehalten haben.“

Nach der Pause stabiler, Schönfeld gefährlich im Umschalten

Mit der Führung im Rücken stand Kapelln in Hälfte zwei kompakter. „Gerade in der zweiten Halbzeit sind wir besser hinten gestanden, wir konnten den Ball übers Mittelfeld mehr laufen lassen“, sagte Marschik. Gleichzeitig betonte er immer wieder die Qualität des Gastgebers: „Schönfeld hat drei junge Spieler vorne, die sehr, sehr gut und schnell sind. Sie haben die Räume eng gemacht, mit fünf, sechs Spielern kompakt verteidigt und auf Ballgewinne gewartet, um dann schnell in die Tiefe zu spielen.“ Schon vor der Pause hätten die Hausherren „genauso zwei Tore schießen können“, so der Trainer, der seinem Tormann attestierte, in heiklen Momenten stark pariert zu haben. Zum Auftreten des Unparteiischen meinte Marschik: „Schiedsrichterleistung war okay. Es war ein faires Spiel, wir hatten keine Gelbe, Schönfeld drei – keine gravierenden Fehlentscheidungen.“

Arbeitspunkte und Ausblick: Fokus auf Kirchberg – Tabelle im Blick

Marschik blieb trotz Auswärtssieg selbstkritisch. „Wir sind eine Mannschaft, die gerne den Ball laufen lässt, das ist dort schwer. Wir mussten mit weiten Bällen agieren. Beim Umschaltspiel, wenn wir den Ball verlieren, dürfen wir nicht in den Konter laufen – das müssen wir besser in den Griff bekommen.“ Der Blick geht nach vorne: „Daran werden wir arbeiten, damit uns das nächste Woche gegen Kirchberg nicht passiert.“ In der Tabelle liegt Kapelln laut aktuellem Stand mit 32 Punkten auf Rang sechs, Schönfeld hält bei 17 Zählern auf Platz zwölf. Für die Kapellner zählen aber vor allem die Basics, wie es der Trainer zusammenfasste: „Die Null ist gestanden, und das ist das Wichtigste.“

1. Klasse West-Mitte: Schönfeld/T. : FC Kapelln - 0:1 (0:0)

  • 52
    Jakob Nentwich 0:1