Feierabendfußball mit klarer Ansage in der 1. Klasse West-Mitte: Der Sportclub Kirchberg an der Pielach gewann am Pfingstwochenende 4:1 gegen die Sportunion Hofstetten-Grünau. Den Grundstein legte ein früher Doppelschlag von David Copko, zur Pause stand es 3:0, danach verwaltete Kirchberg den Vorsprung souverän. Obmann-Stellvertreter Jürgen Grasmann sprach von einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel, in dem Hofstetten die entscheidenden Chancen ausließ – und Kirchberg eiskalt zuschlug. Am Ende stand ein verdienter Heimsieg und Jubel vor vollen Rängen beim Pfingstfest.

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Aus Kirchberger Sicht begann der Abend mit einem Moment, der das ganze Match prägte. „Das Wichtigste war sicher, dass unser Tormann beim 0:0 eine Riesenchance von Hofstetten gehalten hat“, betonte Jürgen Grasmann. Im direkten Gegenzug legte Kirchberg los: David Copko brachte seine Farben in der 6. Minute 1:0 in Front. „Beim 1:0 hat der Tormann von Hofstetten einen schweren Fehler gemacht, und wir nutzen das“, so Grasmann. Kirchberg blieb danach das aktivere Team und legte – begünstigt von Lücken in der Gäste-Defensive – nach. Copko schnürte in Minute 21 den Doppelpack zum 2:0. Kurz vor der Pause fiel die Vorentscheidung: Pavol Sivak erhöhte in der 40. Minute auf 3:0. „Hofstetten war sicher ein ebenbürtiger Gegner, aber in der Defensive haben sie heute Fehler gemacht – so sind wir mit 3:0 in die Pause gegangen“, erklärte der Obmann-Stellvertreter.
In Halbzeit zwei machte Kirchberg genau das, was die Führung hergab: ruhig bleiben, das Zentrum dicht halten, Chancen suchen, ohne zu viel Risiko zu gehen. „Das Ergebnis haben wir in der zweiten Hälfte verwaltet“, sagte Grasmann, der erneut die Stabilität betonte: „Wie auch in den letzten Runden – unser Prunkstück ist sicher die Defensive. Wir kriegen sehr wenig Tore.“ Nach einer Stunde setzte Kirchberg den nächsten Nadelstich: Dominik Tod traf in der 70. Minute zum 4:0. Erst drei Minuten später belohnte sich Hofstetten durch Christian Steinhübel mit dem 4:1 (73.). Am Spielcharakter änderte das aber wenig – Kirchberg ließ hinten kaum mehr etwas zu, spielte die Zeit sauber herunter und brachte den Vier-Tore-Abend der Offensivreihe trocken ins Ziel. „Wir haben heute vorne von den Fehlern profitiert und unsere Chancen genutzt“, resümierte Grasmann.
Der Derbyabend passte in den Rahmen: „Das Spiel hat im Rahmen des Pfingstfestes stattgefunden und war sehr gut besucht. Es waren sehr viele Zuschauer“, freute sich Grasmann über die Kulisse und ergänzte: „Es war eine gute Stimmung auf Kirchberger Seite.“ Auf dem Platz blieb es fair, strittige Szenen gab es laut dem Funktionär keine: „Es hat keine Situationen gegeben, die zum Diskutieren sind, und der Schiedsrichter war sehr gut.“ Sportlich zeigt die Formkurve nach oben. „Wir haben in den letzten sechs Runden fünfmal gewonnen und können, glaube ich, nicht mehr absteigen“, ordnete Grasmann ein. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: „Unser Torjäger David Copko hat sich kurz vor der Pause verletzt, es könnte sein, dass er länger ausfällt. Unser Trainer wird sicher jemanden aus dem Hut zaubern, der die Tore macht – mir fällt aktuell noch keiner ein.“ Für den Moment aber durfte Kirchberg einen runden 4:1-Heimsieg und ein starkes Pfingstfest feiern.