Spielberichte

„Wir wollten es mehr“: Hafnerbach dreht nach der Pause auf und nimmt ein 3:1 aus Kapelln mit

FC Kapelln
TSU Hafnerbach

In der 1. Klasse West-Mitte setzte sich die TSU Förthof Hafnerbach auswärts beim FC Kapelln mit 3:1 durch. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte entschied die klar stärkere Phase der Gäste nach dem Seitenwechsel die Partie. „Wir sind giftiger aus der Kabine gekommen, und aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Sieg völlig in Ordnung“, sagte Sportdirektor Matthias Berger. Als Knackpunkt sah er das 2:1 – kurz darauf legte Hafnerbach zum 3:1-Endstand nach.

Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Hafnerbach legt nach der Pause zu

Die Ausgangslage war entspannt, beide Teams traten ohne großen Druck an – und so startete die Partie zunächst ausgeglichen. Hafnerbach erwischte dennoch den besseren Moment: In Minute 16 traf Matus Jorik zum 0:1. Kapelln antwortete noch vor der Pause und glich durch Paul Pfeiffer in der 35. Minute zum 1:1 aus. „Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen. Man hat beiden Mannschaften angemerkt, dass es eigentlich um nichts mehr geht“, meinte Matthias Berger. Nach der Pause kippte das Spiel klar in Richtung Gäste. „Wir sind giftiger aus der Kabine gekommen.“ In der 76. Minute fiel das aus Berger-Sicht entscheidende 1:2 – und das nach einem sehenswerten Angriff: „Es war eine super Ballstafette über mehrere Stationen. David Frühauf hat einen Querpass auf die andere Seite gespielt, Philip Nusterer hat den Ball perfekt durchgelassen und Johannes Pusker hat dann abgeschlossen.“ Nur vier Minuten später machte Nusterer mit dem 1:3 (80.) den Deckel drauf.

„Wir wollten es mehr“ – Bergers Erklärung für den Auswärtssieg

Was gab am Ende den Ausschlag? Berger muss nicht lange überlegen: „Wir wollten es mehr.“ Genau so habe es sich auf dem Platz angefühlt, vor allem nach der Pause. „In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir das Spiel mehr gewinnen wollen als der Gegner“, ordnete Berger ein. Gleichzeitig benannte er auch den einzigen echten Kritikpunkt an seinem Team – und damit die Erklärung für die ausgeglichene erste Hälfte: „In der ersten Halbzeit hat uns der notwendige Zugriff im Mittelfeld gefehlt.“ Dass Kapelln vor allem über die körperliche Komponente kommt, überraschte Hafnerbach nicht. „Kapelln ist eine sehr physische Mannschaft, aber wir haben den Ball flach gehalten und ihnen damit nicht in die Karten gespielt“, sagte Berger. Mit dem Führungstreffer sei dann der Knoten endgültig geplatzt: „Mit dem zweiten Tor ist die Partie endgültig in unsere Richtung gekippt.“

Frischer Schwung von der Bank, unaufgeregter Schiri und ein Ausblick

Ein Name fiel bei Berger mehrfach positiv: Joker Philip Nusterer. „Philip Nusterer hat nach seiner Einwechslung frischen Schwung gebracht und war mitentscheidend, warum wir das Spiel gewonnen haben“, lobte der Sportchef sein Stürmerjuwel. Der Angreifer setzte nicht nur wichtige Akzente im Spiel nach vorne, sondern sorgte mit dem 1:3 in der 80. Minute auch selbst für die endgültige Entscheidung. Unaufgeregt blieb an diesem Nachmittag der Unparteiische. „Der Schiedsrichter war relativ unauffällig auf beiden Seiten. Es gab vielleicht ein oder zwei Aktionen, die man anders pfeifen kann, aber im Großen und Ganzen hat das gepasst“, so Berger. Beim Blick auf das Saisonfinish wollte er kein großes Fass aufmachen, stattdessen gab es Worte, die in der Kabine gut ankommen werden: „Pauschallob an die Mannschaft. Wir haben heute Charakter gezeigt.“ Mit dem Auswärtssieg in Kapelln im Rücken kann Hafnerbach die Saison auf dem guten 5. Platz abschließen.

1. Klasse West-Mitte: FC Kapelln : Hafnerbach - 1:3 (1:1)

  • 80
    Philip Nusterer 1:3
  • 76
    Johannes Pusker 1:2
  • 35
    Paul Pfeiffer 1:1
  • 16
    Matus Jorik 0:1