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SV Raika Essmeister Neumarkt – Co-Trainer Florian Straninger: „Besonders gut funktioniert hat unser Umschaltspiel“

SV Neumarkt

In der 1. Klasse West hat sich Florian Straninger, Co-Trainer von SV Raika Essmeister Neumarkt, mit seiner Mannschaft in der oberen Tabellenhälfte etabliert. Nach einer starken Herbstsaison und zwei Siegen aus den letzten fünf Partien – unter anderem gegen direkte Ligakonkurrenten – zieht Straninger ein sachliches, aber positives Zwischenfazit. Aktuell steht Neumarkt mit 26 Punkten aus 13 Spielen auf Rang zwei und hält damit Anschluss an die Tabellenspitze. Die Stimmung im Verein ist entsprechend optimistisch – auf und abseits des Platzes bewegt sich etwas, wie Straninger betont.

Bällesack

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Stabilität und Weiterentwicklung als Kern des Erfolgs

Rückblickend hebt Straninger das Defensivverhalten und das Umschaltspiel hervor: „Defensiv sind wir in der abgelaufenen Halbsaison sehr gut gestanden, da hatten etliche Mannschaften ein Problem Lösungen gegen uns zu finden“, sagt er und verweist darauf, dass Struktur und Geschlossenheit inzwischen zu einer Konstante geworden sind.

Trotz des positiven Verlaufs sieht der Co-Trainer im Ballbesitzspiel noch Potenzial: „Wir müssen ruhiger am Ball werden, weniger Hektik, bessere Entscheidungen treffen – und teilweise noch effizienter in der Chancenauswertung.“ Diese gezielte Feinarbeit soll die Basis für den weiteren Saisonverlauf legen. Nach den jüngsten Ergebnissen – darunter drei Unentschieden – zeigte die Mannschaft zwar Konstanz in der Defensive, ließ offensiv aber Gelegenheiten ungenutzt. Dennoch ist der Trend positiv: Ein zusätzlicher Sieg in dieser Phase hätte den Abstand zur Tabellenspitze weiter verkürzt.

Personelle Stabilität und Rückkehr wichtiger Spieler

Die Kadersituation präsentiert sich laut Straninger in Bestform: „Verletzte Spieler haben wir aktuell keine. Im Gegenteil – etliche sind zurückgekehrt.“ Er nennt speziell Lukas Blauensteiner, Dominik Schachner und Matteo Wagner, die nach beruflicher Abwesenheit/Verletzungen wieder auf dem Platz stehen. Einen kleinen Einschnitt gab es im Winter: Leihgabe Manuel König wechselt wieder zurück zu seinem Stammverein SV Gottsdorf.

Dafür wurde ein junger Zugang für die U23 gewonnen. Abgesehen davon bleibt der Kader geschlossen, was Straninger als enormen Vorteil sieht. „Personaltechnisch schaut’s relativ gut aus“, ergänzt er zufrieden. Diese personelle Konstanz spiegelt sich auch in der Teamchemie wider – im Training und im Vereinsumfeld herrscht Aufbruchstimmung. Straninger betont, dass sich nicht nur sportlich, sondern auch infrastrukturell einiges zum Positiven bewegt habe.

Manchmal fehlte nur die letzte Konsequenz

Was den sportlichen Verlauf betrifft, verweist Straninger auf die geschlossene Mannschaftsleistung als Schlüssel: Einzelne hervorzuheben, liege ihm fern, doch erwähnt er Stürmer Jakub Mikula als konstant treffsicheren Akteur. „Trotzdem: Wenn wir gewinnen, dann als Mannschaft“, sagt er. Gerade an der wöchentlichen Konstanz wolle man weiterarbeiten, um Leistungsschwankungen zu minimieren. Bei Neumarkt überwiegt aktuell Zuversicht, und die Mannschaft wirkt gefestigt. 

In der kommenden Rückrunde gilt es, die positiven Entwicklungen zu bestätigen und in den direkten Duellen um die Tabellenspitze die Ruhe am Ball zu wahren, die Straninger in seiner Analyse immer wieder fordert. Mit der vorhandenen Geschlossenheit und den zurückgekehrten Spielern dürfte Neumarkt bestens gerüstet sein, um die starke Hinrunde fortzusetzen und weiter Druck auf die Spitze auszuüben.