Nach einer intensiven Herbstphase in der 1. Klasse West blickt Pren Zefi, Trainer des SCU Wallsee, auf eine herausfordernde, aber lehrreiche Saisonhälfte zurück. Der Verein steht aktuell auf Rang 13, sammelte elf Punkte aus 13 Spielen und zeigte zuletzt ein wechselhaftes Formbild mit drei Remis, einer Niederlage und einem wichtigen Sieg. Zefi spricht über den Aufschwung im Teamgeist, gezielte personelle Anpassungen und die Hoffnung auf eine stabile Rückrunde.

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Im Gespräch betont Pren Zefi vor allem den gewachsenen Zusammenhalt in seiner Mannschaft. Besonders das letzte Saisonspiel habe ihm deutlich gezeigt, „dass ohne Legionär, ohne Verstärkung von außen der Zusammenhalt und der Wille innerhalb der Mannschaft spürbar waren“.
Die Stimmung im Team beschreibt er als „extrem positiv“, die Trainingsbeteiligung ist hoch und die Motivation intakt. Trotz personeller Ausfälle sei die Mannschaft in der Liga angekommen und arbeite konzentriert an einer nachhaltigen Entwicklung.
Im Kader gab es im Verlauf der Saison punktuelle Veränderungen. Ein Offensivspieler verließ den Verein aus beruflichen Gründen, ein Stürmer fiel nach wenigen Spielen verletzt aus und wechselte anschließend. Um die Lücken zu schließen, verstärkte sich Wallsee in der Offensive und holte Erfahrung ins Team, die für neue Impulse sorgen soll.
Zudem kann Simon Falta in der vorderen Reihe zusätzliche Dynamik bringen. In der Defensive sucht der Verein weiterhin nach Verstärkung, nachdem Dan Marginean den Klub verlassen hat.
Ein schmerzhafter Ausfall traf Kapitän Thomas Rosenberger, der sich einen Kreuzbandriss zuzog und im November operiert wurde. Zefi hofft, dass Rosenberger im Frühjahr zurückkehrt: „Er befindet sich in der Reha und wird wohl im März oder April langsam wieder ins Lauftraining einsteigen. Im Frühjahr wollen wir wieder auf ihn zugreifen können.“
Die Abwesenheit des Kapitäns habe sich besonders in der Defensive bemerkbar gemacht, dort wolle man sich weiter absichern. Neben dem Rasen unterstützt ein langjähriger Spieler nach dem Ende seiner aktiven Karriere nun als Vorstandsmitglied und Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainer und Vereinsführung. Zefi lobt ihn als „Kitt, der Spieler und Funktionäre verbindet“.
Zefi blickt mit Optimismus in die Zukunft, auch wenn er betont, dass der Weg Schritt für Schritt erfolgen müsse: „Wir machen kleine, sichere Schritte – aber wir gehen sie gemeinsam.“ Die Entwicklung der jungen Spieler, die gewachsene mentale Stärke und der reifere Umgang mit intensiven Trainings stimmen ihn zuversichtlich.
Als besonders eindrucksvollen Gegner hebt er einen Liga-Topklub hervor, dessen gezielte Verstärkungen laut ihm „die ganze Mannschaft auf ein anderes Niveau gehoben haben“. Für Wallsee liegt der Fokus in der kommenden Rückrunde darauf, diese Lehren umzusetzen, den positiven Trend im Teamklima fortzuführen und sich sportlich zu stabilisieren.