In der 1. Klasse West steht Andreas Obermayr mit Union Haag derzeit am Tabellenende. Nach 13 Runden hält die Mannschaft bei neun Punkten und rangiert auf Platz 14. Trotz der heiklen Ausgangslage blickt der Sportliche Leiter kämpferisch nach vorne. Er betont die Herausforderungen der Herbstrunde ebenso wie den neu entfachten Teamgeist vor dem Start ins Frühjahr. Der Mix aus erfahrenen Kräften und jungen Spielern, die wertvolle Einsatzminuten sammeln konnten, soll nun den dringend benötigten Umschwung bringen. Nach Rückschlägen gegen Gegner wie die Sportunion Allhartsberg, SCU Ybbsitz, FCU Steinerkirchen oder den SCU Wallsee wollen die Haager den Turnaround schaffen und den Klassenerhalt sichern.

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Rückblickend beschreibt Obermayr die erste Saisonhälfte als Phase voller Engpässe und knapper Ergebnisse. „Uns war nach den vielen Abgängen im Sommer klar, dass es sehr schwierig werden wird.“ Die Mannschaft habe sich von Beginn an auf den Abstiegskampf eingestellt. Die Resultate vor der Winterpause unterstreichen das Bild: ein Remis gegen den SV Neumarkt, zudem knappe Niederlagen gegen die Sportunion Allhartsberg und den ASK Kematen sowie ein Remis gegen den FCU Winklarn; dazu ein weiteres enges Spiel gegen den SCU Wallsee. Trotz allem betont der Sportliche Leiter, dass die Mannschaft oft „unter Wert verkauft“ gewesen sei und mehr Punkte verdient gehabt hätte.
Im Winter wurde am Kader gearbeitet, mehrere Neuzugänge brachten frischen Wind. „Es ist im Moment ein guter Spirit in der Mannschaft zu spüren, der Konkurrenzkampf ist neu entfacht. Jeder möchte in der KM spielen... Die Karten sind Neu gemischt, jeder beginnt bei NULL. Alle ziehen an einem Strang und wollen im Frühjahr das Unmögliche schaffen“, erklärt Obermayr.
Positiv: Aktuell gibt es keine verletzten oder angeschlagenen Spieler, so Obermayr. Auch ansonsten blieb das Trainer- und Betreuerteam unverändert – ein Plus an Stabilität und Kontinuität. Das Ziel ist klar: Union Haag soll den letzten Tabellenplatz schnellstmöglich hinter sich lassen und bis zum Meisterschaftsende die Klasse halten.
Für Obermayr führt der Weg aus der Krise nur über das Kollektiv: „Keiner steht über der Mannschaft, es geht nur gemeinsam.“ Diese Haltung prägt die aktuelle Stimmung im Klub. Jeder Spieler, ob Jung oder fortgeschritteneren Alters, muss Verantwortung übernehmen, die Integration der Neuzugänge verläuft positiv, und Haag will an die guten Phasen der Herbstrunde anknüpfen.
Die Ausgangslage in der 1. Klasse West bleibt eng, doch Union Haag gibt sich entschlossen und optimistisch. Mit neu gewonnenem Selbstvertrauen und einer stabileren Balance im Spiel soll der Klassenerhalt gelingen – ein Ziel, das für Obermayr und sein Team fest in Reichweite ist.