In der 1. Klasse West arbeitet Vitalis Stankevicius, Trainer des SCU Euratsfeld, seit kurzem am Neuaufbau seiner Mannschaft. Nach erst drei Spielen unter seiner Leitung zieht der Coach ein erstes Zwischenfazit. Euratsfeld rangiert derzeit auf Platz neun der Tabelle und zeigte in den letzten fünf Partien eine wechselhafte Form: deutliche Niederlagen, aber auch wichtige Siege.Nach einem 4:2-Erfolg über die SU Aschbach, eine 2:4-Niederlage in Ybbsitz sowie ein 2:1-Auswärtssieg bei der ÖTSU Steinakirchen. Mit 14 Punkten aus 13 Spielen lautet das erklärte Ziel des Trainers klar: der Klassenerhalt.

Image by Stadien_NRW from Pixabay
„Ich bin neu in diesem Verein, war bislang nur drei Spiele Trainer“, erklärt Vitalis Stankevicius. „Ich sehe Verbesserungspotenzial in der Defensive. Wir haben zu viele Gegentore kassiert und einfach zu wenig Punkte geholt.“
Der Rückblick zeigt, dass SCU Euratsfeld offensiv zwar immer wieder Akzente setzte, defensiv jedoch zu anfällig war – auch bedingt durch die noch kurze Amtszeit des Trainers. Dennoch betont Stankevicius die Entwicklung der Mannschaft: „Wir stehen nicht dort, wo wir stehen sollten, aber wir arbeiten konsequent in diese Richtung.“
Die Stimmung im Verein beschreibt Stankevicius als durchweg positiv: „Die Stimmung ist immer gut. Wir sind ein familiärer Verein und machen alles, was möglich ist.“ Besonders hebt er die hohe Trainingsbeteiligung mit dreißig bis vierzig Spielern hervor – ein deutliches Zeichen für Zusammenhalt und Engagement innerhalb der Mannschaft.
Neuzugang David Ivan bringt als „Lenker und Denker“ frische Impulse ins Mittelfeld. Dagegen beendete Lukas Weber seine Karriere, und Benjamin Tröscher wechselte nach Seltenstetten. Dominik Stadlbauer fällt nach einem Skiunfall länger aus. „Wir werden ihn wahrscheinlich in dieser Saison nicht mehr sehen, hoffen aber, dass er bald wieder in die Kabine kommt“, sagt der Trainer. Abgesehen davon ist die personelle Lage stabil – alle übrigen Spieler sind gesund und hoch motiviert.
Auch organisatorisch sieht Stankevicius den Verein gut aufgestellt. Gemeinsam mit Co-Trainer Alex Kammleitner und U-23-Verantwortlichem Leo Flatzensteiner teilt er sich die Trainingsarbeit. Torhütertrainer Thomas Lidl leitet das spezifische Keepertraining. „Strukturell sind wir sehr gut besetzt, und jeder bemüht sich für den Verein“, lobt Stankevicius sein Umfeld.
Bei aller Teamorientierung vermeidet der Coach es bewusst, einzelne Spieler besonders hervorzuheben: „Wir sind ein Teamsport. Jeder hat Phasen, in denen er mehr oder weniger Unterstützung braucht.“ Der Gemeinschaftsgedanke steht im Vordergrund – und bildet das Fundament dafür, das große Ziel in der Rückrunde zu erreichen: den Klassenerhalt. „Das erste Ziel und wichtigste Ziel ist der Klassenerhalt“, betont Stankevicius abschließend – eine klare Ansage an Mannschaft und Liga.