Spielberichte

Cosmin Calin (Trainer ASK SAR Hausmening): "Unentschieden ist voll gerecht"

ASK Hausmening
SV Petzenkirchen

Späte Dramatik in der 19. Runde der 1. Klasse West: ASK SAR Hausmening und SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland trennten sich 2:2. Nach dem Rückstand kurz vor der Pause glich Hausmening zunächst über ein Eigentor aus, ehe David Schroll die Gäste wieder nach vorne brachte – und Jaroslav Kubricky in der Nachspielzeit per Kopf das Remis rettete. Trainer Cosmin Calin sprach von einer intensiven Partie, starken Paraden seines Keepers und einem Ergebnis, das aus seiner Sicht in Ordnung geht: „Das Unentschieden ist voll gerecht.“

Starker Start, Nackenschlag vor der Pause

Hausmening kam gut rein, suchte früh spielerische Lösungen und setzte Petzenkirchen unter Druck. „Wir haben die ersten 25 Minuten das Spiel kontrolliert und zwei große Chancen gehabt“, meinte Coach Cosmin Calin. Weil diese Möglichkeiten ungenutzt blieben, kippte die Partie schrittweise. Die Gäste wurden über Konter gefährlich, während Hausmening laut Calin „zwei riesige Fehler im ersten Drittel“ machte, ohne dass es zunächst bestraft wurde. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte passierte es dann doch: „Ein Spieler hat eine falsche Entscheidung getroffen, wollte im Sechzehner dribbeln – Ballverlust, ein Geschenk hergegeben.“ David Schroll bedankte sich für Petzenkirchen und stellte in Minute 45+1 auf 0:1. „Wieder in der letzten Sekunde vor der Pause, wie schon vergangene Woche – für die Moral nicht gut“, seufzte Calin, der genau in dieser Phase den Knackpunkt sah.

Hausmening antwortet – Petzenkirchen bleibt gefährlich

Nach dem Seitenwechsel kam ein anderes Gesicht der Heimischen auf den Platz. „In der zweiten Halbzeit haben wir Charakter gezeigt“, sagte Calin. Vor allem im Vergleich zu den Vorwochen habe man „das größte Problem, die Ballverluste, ein bisserl verbessert. Der Ballbesitz war in der ersten Halbzeit schon viel besser und genauer.“ Der Ausgleich fiel in Minute 69 nach einem scharf getretenen Eckball an die erste Stange – Raphael Russmair beförderte den Ball ins eigene Tor. Calin nahm es pragmatisch: „Hauptsache Tor.“ Ganz beruhigt war die Lage damit aber nicht. Petzenkirchen blieb im Umschalten brandgefährlich. „Sie hatten drei große Chancen durch Konter, unser Tormann hat super Paraden gehabt und uns im Spiel gehalten“, bedankte sich der Trainer ausdrücklich beim starken Rückhalt, ohne den die Partie wohl anders gelaufen wäre.

Wildes Finish mit spätem Ausgleich

Als die Schlussphase anbrach, wogte das Spiel hin und her – und die Gäste stachen erneut zu. Wieder war es David Schroll, der in Minute 88 eiskalt vollendete und auf 1:2 stellte. Hausmening warf nun alles nach vorne. „Die gegnerische Mannschaft stand dicht hinten und hat jeden Ball weggeschossen“, schilderte Calin die hektischen letzten Augenblicke. In der dritten Minute der Nachspielzeit brachte Hausmening den Ball noch einmal hoch in die Box – und fand die passende Antwort: Jaroslav Kubricky wuchtete das Leder per Kopf zum 2:2 ins Netz (90+3). „Von links, ungefähr 35 Meter vor dem Tor, kam eine Flanke in den Sechzehner, unser Innenverteidiger, Legionär Kubricky, machte ein überragendes Kopfballtor“, so Calin. Danach blieb nur Erleichterung, denn: „Ein Sieg wäre riesiges Glück gewesen – das Unentschieden ist voll gerecht.“

Calins Fazit: fairer Punkt und viel Respekt für den Gegner

In der Tabelle festigt Hausmening mit dem Punkt Rang acht (26 Zähler nach 20 Spielen), Petzenkirchen hält als Zehnter bei 22 Punkten. Inhaltlich nahm Calin vor allem Positives aus der Ballbehandlung mit: „Im Vergleich zur Vorwoche haben wir die Ballverluste etwas reduziert.“ Defensiv will man die kritischen Momente rund um die Halbzeit künftig vermeiden, offensiv wünscht sich der Coach mehr Zielstrebigkeit: „Hoffentlich werden wir im letzten Drittel entschlossener.“ Zum Gegner fand er klare Worte des Respekts: „Petzenkirchen ist eine sehr gute Mannschaft, schnell im Umschalten, vorne sind vier, fünf Spieler immer gefährlich, hinten stark und sicher.“ Und auch der Unparteiische bekam Lob: „Der Schiedsrichter war unglaublich gut – kein einziges schlechtes Wort.“ So blieb nach einem wilden Abend das Gefühl, sich den Punkt ehrlich verdient zu haben.

1. Klasse West: Hausmening : P.kirchen - 2:2 (0:1)

  • 93
    Jaroslav Kubricky 2:2
  • 88
    David Schroll 1:2
  • 69
    Eigentor durch Raphael Russmair 1:1
  • 46
    David Schroll 0:1