Spielberichte

Reinhard Mayr (Trainer Sportunion Allhartsberg): 'Gott sei Dank der Lucky Punch'

USV Ferschnitz
Sportunion Allhartsberg

Später Auswärtssieg in der 1. Klasse West: Die Sportunion Leitner Allhartsberg gewann beim USV Intersport Winninger Ferschnitz mit 2:1. Nach einem frühen Rückstand glich ein Eigentor kurz nach der Pause aus, ehe Jakob Schneckenreither in Minute 90 den entscheidenden Treffer setzte. Trainer Reinhard Mayr sprach von einer offenen Partie und meinte: „Über 90 Minuten wäre ein Remis gerecht gewesen, aber wir haben den Lucky Punch erzielt.“ Paraden auf beiden Seiten hielten das Spiel lange offen und ließen die Entscheidung bis ganz zum Schluss warten.

Rasen mit weißer Markierungslinie

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Offener Schlagabtausch mit später Entscheidung

Vom Anpfiff weg entwickelte sich genau das Spiel, das Reinhard Mayr später beschrieb: „Es war eine sehr offene Partie von beiden Mannschaften, die unbedingt auf drei Punkte aus waren – und so blieb es bis zum Schluss.“ Ferschnitz setzte das erste Ausrufezeichen und ging in der 13. Minute durch Vladyslav Marchuk mit 1:0 in Führung. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. Allhartsberg kam jedoch hellwach aus der Kabine und stellte schon in Minute 49 auf 1:1 – ein unglückliches Eigentor von Daniel Sitz brachte die Gäste zurück ins Spiel. Danach blieb es weiter intensiv, ohne dass eine Seite entscheidend davonziehen konnte. Mayr verwies auf die Torhüter, die immer wieder zupackten: „Der entscheidende Moment waren tolle Paraden der Torhüter und der Treffer in der 90. Minute für Allhartsberg.“ Genau dieser kam spät: Ein hoher Ball in den Strafraum, Ferschnitz klärte nicht sauber, der Ball fiel zu Jakob Schneckenreither – und der jagte ihn in Minute 90 zum 1:2 ins Netz.

„Einsatz, Engagement, Wille“ – und Luft in der Defensive

In seiner Analyse blieb der Allhartsberg-Coach bei klaren Worten. Die Grundtugenden passten: „Einsatz, Engagement, Wille waren ganz vorne“, fasste Mayr den Auftritt seiner Mannschaft zusammen. Gleichzeitig nahm er aber auch die Lernfelder mit: „Was nicht so funktioniert hat, ist, wie wir in gewissen Phasen verteidigen.“ Genau diese Mischung zeigte sich über den ganzen Abend: große Bereitschaft, viele Wege, aber auch Momente, in denen Ferschnitz zu einfach nach vorne kam. Lange hielten die Keeper das Spiel offen. „Es gab tolle Paraden auf beiden Seiten“, sagte Mayr und unterstrich noch einmal, dass das Spiel bis zuletzt offen blieb. Deshalb fiel sein Gesamturteil fair aus: „Über 90 Minuten gesehen wäre es ein gerechtes Remis gewesen, aber wir haben Gott sei Dank den Lucky Punch erzielt.“ Dass es am Ende Schneckenreither war, der entschied, konnte Mayr genau einordnen: „Es war ein hoher Ball in den Sechzehner, der Gegner klärt nicht ordentlich, der Ball kommt zu Schneckenreither – und er befördert ihn mit voller Wucht ins Tor.“

Respekt für Ferschnitz, ruhige Leitung – und Blick auf die Tabelle

Auch für den Gegner fand der Trainer deutliche Anerkennung. „Ferschnitz ist eine spielerisch gute Mannschaft“, hielt Mayr fest. Das passte zum Bild eines Duells, in dem beide Seiten nach vorne spielten und lange an drei Punkten schnupperten. Diskussionen rund um den Unparteiischen blieben aus. „Der Schiedsrichter war in Ordnung. Es hat keine strittigen Situationen gegeben, und wenn, dann hat er sie souverän gelöst“, so Mayr.

Mit dem Auswärtssieg nimmt Allhartsberg wertvolle Zähler mit und bleibt laut aktueller Tabelle mit 41 Punkten Zweiter, also ganz vorne dran. Ferschnitz hält bei 23 Zählern und bleibt im dichten Mittelfeld. Für Allhartsberg zählt nun, die positiven Elemente – „Einsatz, Engagement, Wille“ – mitzunehmen und in den kommenden Wochen konstanter zu verteidigen. Der späte Treffer von Schneckenreither könnte dafür genau der Schub sein, den ein Team im Saisonfinish gut brauchen kann.

1. Klasse West: USV Ferschnitz : Sportunion Allhartsberg - 1:2 (1:0)

  • 90
    Jakob Schneckenreither 1:2
  • 49
    Eigentor durch Daniel Sitz 1:1
  • 13
    Vladyslav Marchuk 1:0