Spielberichte

Johannes Riesenhuber (Trainer SV Petzenkirchen): "Geduldig geblieben und in der Nachspielzeit belohnt"

SV Petzenkirchen
SCU St. Georgen/Y.

In der 1. Klasse West lieferte der SV Volksbank Haubi's Petzenkirchen-Bergland gegen den defensivstarken Gast SCU Günther St.Georgen/Y ein echtes Geduldsspiel – und setzte in der Nachspielzeit den entscheidenden Stich: 1:0. Trainer Johannes Riesenhuber sprach von viel Disziplin und einem klaren Plan. Matchwinner Markus Haubenberger traf in Minute 90+2 nach einer Flanke von Daniel Rabi. Ein knapper Sieg, der zur zähen Partie passte und die lange Arbeit des Abends belohnte.

Geduldsspiel mit spätem Lohn

Von Beginn an war klar, worauf es hinausläuft: Die Gäste standen tief und kompakt, Räume waren rar, und Petzenkirchen musste geduldig arbeiten. Große Möglichkeiten blieben zunächst aus, zur Halbzeit hieß es 0:0 – damit konnten die Besucher gut leben. „Es war ein Geduldsspiel, wir mussten auf unsere Möglichkeiten warten und durften keine Konter zulassen“, erklärte Trainer Johannes Riesenhuber. Auch nach dem Seitenwechsel blieb sein Team dran, ohne die Ordnung zu verlieren. Der entscheidende Moment kam erst ganz spät: In Minute 90+2 schlug Daniel Rabi eine maßgenaue Flanke, am zweiten Pfosten stand Markus Haubenberger richtig und vollendete zum 1:0. „Daniel Rabi hat sehr schön geflankt, und auf der zweiten Stange hat Markus Haubenberger das erlösende Tor erzielt“, schilderte Riesenhuber die Szene, die eine zähe, aber reife Mannschaftsleistung krönte.

„Disziplin über 93 Minuten“ – Riesenhubers Schlüssel zum Sieg

Im Gespräch hob Riesenhuber immer wieder zwei Punkte hervor: Geduld und Disziplin. „Von unserer Seite war viel Geduld gefragt – warten, bis sich Chancen auftun, sie nützen und gleichzeitig ihre Stärke im Griff haben“, sagte der Coach. Mit „Stärke“ meinte er die gefürchteten Umschaltmomente von St. Georgen. „Wir durften keine Konter zulassen, weil das ihre große Waffe ist.“ Genau das gelang: Petzenkirchen blieb sortiert, suchte kontrolliert den Abschluss und ließ sich auch von verpassten Möglichkeiten nicht aus dem Konzept bringen. „Hervorzuheben ist die Disziplin: Wir haben nicht die Nerven verloren und sind über 90, 93 Minuten geduldig geblieben.“ Ganz ohne Kritik wollte er die Partie aber nicht stehen lassen. „Verbessern müssen wir das Spiel im letzten Drittel. Da wollen wir die Torchancen noch konsequenter zu Ende spielen“, gab Riesenhuber den nächsten Arbeitsauftrag mit.

Respekt vor St. Georgen und ein faires, souverän geleitetes Spiel

Gegenüber den Gästen fand der Petzenkirchen-Trainer deutliche Anerkennung. „St. Georgen ist defensiv unglaublich kompakt, lässt praktisch nichts zu und lauert auf Umschaltmomente“, fasste er zusammen. Umso wichtiger war das wachsame Defensivverhalten seines Teams: „Wir waren hellwach und haben gut aufgepasst, dass wir nicht in einen Konter laufen.“ Dass es am Ende keine Hektik gab, lag auch am Rahmen: „Es war kampfbetont, aber immer sehr fair – und der Schiedsrichter hat das souverän geleitet“, so Riesenhuber. Der Dreier gewinnt zusätzlich an Gewicht, blickt man auf die Tabelle: St. Georgen steht mit 32 Punkten auf Platz sechs, Petzenkirchen hält bei 25 Zählern auf Rang elf. Mit dem späten 1:0 im Rücken will der SV den eingeschlagenen, geduldigen Weg fortsetzen – mit noch mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel.

1. Klasse West: P.kirchen : St. Georgen/Y. - 1:0 (0:0)

  • 92
    Markus Haubenberger 1:0