In der 1. Klasse West setzte sich der SCU Wallsee in Runde 21 mit 3:2 gegen Spitzenreiter SCU Ybbsitz durch. Zur Pause stand es 2:0, nach dem 3:0 schien alles entschieden, ehe Ybbsitz spät noch zweimal verkürzte. Co-Trainer Filip Popovic sagte nach dem Spiel: "Wir sind drangeblieben und haben gewonnen." Aus seiner Sicht waren dafür ein kompakter Auftritt, Effizienz vorne und lange Stabilität hinten entscheidend – dazu das Zusammenrücken in heiklen Momenten.

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Die Partie begann aus Wallseer Sicht mit einem Knacks, der dem Abend eine andere Richtung hätte geben können. Filip Popovic ordnete es so ein: "Nach dem ersten Elfmeter, den wir verschossen haben, sind wir trotzdem drangeblieben, haben weitergespielt wie bisher und weitergekämpft. Wir waren extrem laut miteinander." Dieses Dranbleiben zahlte sich in Minute 36 aus: Jan Javurek stellte auf 1:0 und gab Wallsee spürbar Rückenwind. Popovic hob das Zusammenspiel im Offensivdrittel hervor: "Das erste Tor von Jan Javurek war eine tolle Aktion zwischen Simon Falta und ihm." Kurz vor dem Pausenpfiff legten die Hausherren nach: In der 44. Minute traf Sebastian Rafetseder zum 2:0, womit Wallsee den Plan bestätigte, geduldig zu bleiben und die sich bietenden Chancen zu nutzen. Mit diesem Zwei-Tore-Polster ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel blieb Wallsee konzentriert und suchte die Entscheidung. In der 80. Minute fiel sie scheinbar: Thomas Fehringer erhöhte auf 3:0. Popovic beschrieb die Szene so: "Beim dritten Tor hat Jan Javurek geflankt und Thomas Fehringer hat den Ball mit dem Kopf ins Kreuzeck geschickt." Dass der Tabellenführer trotzdem noch einmal aufmuckte, sprach eher für dessen Qualität: Lukas Fischböck verkürzte in Minute 87 auf 3:1, Felix Wodicka legte in der 90. das 3:2 nach. Mehr ließen die Gastgeber aber nicht zu. "Es war ein extrem dynamisches Spiel", sagte Popovic und ergänzte zum Gegner: "Ybbsitz war überrascht. Die hatten uns nicht so erwartet, wie wir gespielt haben." Wallsee blieb in den entscheidenden Momenten zielstrebig – und nahm die späten Gegentreffer als Warnung, nicht als Bruch.
In der Analyse klang viel Stolz mit, aber auch Klartext. "Unsere größte Stärke war der Zusammenhalt – und das Körperliche", betonte Popovic, der immer wieder auf die laute, unterstützende Kommunikation am Platz verwies. Zugleich nannte er einen klaren Arbeitsauftrag: "Auf jeden Fall das defensive Stellungsspiel." Gerade die beiden späten Gegentore zeigten, dass selbst an einem starken Abend noch Luft nach oben bleibt. Zur Schiedsrichterleistung meinte Popovic lediglich: "Ein paar Kleinigkeiten" – ohne das Thema größer zu machen.
Der Erfolg wiegt sportlich umso schwerer, weil Ybbsitz als Tabellenführer anreiste, während Wallsee im hinteren Drittel steht. Mit diesem Sieg im Rücken will der SCU Wallsee nun Konstanz nachlegen, die gute erste Stunde bestätigen – und die letzten Minuten künftig wieder so dicht bekommen, wie es über weite Strecken gelang.