Zum Abschluss der 1. Klasse West trennen sich SCU Wallsee und Sportunion Leitner Allhartsberg mit 1:1. Nach einem frühen vergebenen Elfer und einem Stangenschuss der Gäste brachte Moritz Pankraz Wallsee per Strafstoß in Front, Armin Hilbinger glich aus. Allhartsberg ließ den Sieg liegen – Trainer Reinhard Mayr brachte es auf den Punkt: „Wir müssen unsere Topchancen machen.“ In einer fair geführten Partie ohne große Aufreger stand am Ende ein Remis, das die Saison für beide Teams beschloss.

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Allhartsberg kam mit Schwung und hätte sich die schnelle Führung selbst auflegen können. „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet. In den ersten acht Minuten verschießen wir einen Elfer, treffen die Stange und lassen eine richtig gute Möglichkeit liegen“, schilderte Coach Reinhard Mayr. Diese verpassten Momente prägten den Auftakt. Wallsee brauchte etwas, fand dann aber ebenfalls in die Partie. „Mit Fortdauer der ersten Hälfte ist auch Wallsee zu ein, zwei guten Möglichkeiten gekommen“, so Mayr weiter. Die Begegnung blieb bis zur Pause ausgeglichen, beide Seiten suchten den Weg nach vorne, ohne den entscheidenden Punch zu setzen. „In der ersten Halbzeit war es ein offenes Spiel“, fasste Mayr zusammen. Genau dieses Hin und Her erklärte, warum es beim Halbzeitpfiff trotz Chancen hüben wie drüben beim 0:0 blieb.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Waage zunächst in Richtung Heimteam. „Wir hatten einen Ballverlust, Wallsee kommt ins Dribbling in den Sechzehner, wird gefoult und der Elfer sitzt – 1:0“, sagte Mayr. Den fälligen Strafstoß verwandelte Moritz Pankraz in Minute 54. Allhartsberg ließ sich davon nicht beirren, legte in Intensität und Mut zu – und kam zurück. Armin Hilbinger stellte in der 63. Minute auf 1:1, danach blieben die Gäste am Drücker. „Wir haben mit viel Einsatz und Engagement den mehr als verdienten Ausgleich erzielt und hatten am Ende noch Situationen, in denen der Siegtreffer fallen kann“, betonte Mayr. Aus seiner Sicht lag der Dreier in Reichweite: „Näher am Sieg waren wir, weil wir die Topchancen hatten.“ Eine Nebenrolle spielte der Unparteiische: „Es waren keine strittigen Entscheidungen, beide Elfer waren klar. Es war ein faires Spiel mit wenig Karten.“
In seiner Analyse rückte der Allhartsberg-Trainer zwei Punkte in den Mittelpunkt: die viele Arbeit seiner Mannschaft – und die fehlende Kaltschnäuzigkeit. „Wir haben uns wieder Chancen herausgespielt, leider nicht verwertet. Die Mannschaft hat trotz Saisonende alles gegeben“, sagte Mayr und zählte die Schlüsselaktionen nochmals auf: „Das Verwerten der angesprochenen Torchancen – den Elfmeter machen, den Stangenschuss nutzen – das sind ganz klare Topchancen. Die muss man einfach machen, dann kann man das Spiel gewinnen.“ Zugleich verteilte er respektvolle Worte an den Gegner: „Wallsee hat individuelle Klasse. Das haben sie in den letzten Wochen gegen starke Mannschaften gezeigt.“ Weil es für beide im letzten Meisterschaftsspiel nicht mehr um viel ging, dominierte der Wille zu einem sauberen Abschluss. „Jeder wollte noch einen ordentlichen Abschluss“, so Mayr – und blickte nach vorne: „Jetzt freuen wir uns auf die Sommerpause.“